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04.02.2014 - Europa
Innenminister Peter Beuth: "Das Land Hessen Hessen hilft den von dem landesweiten Stromausfall in Slowenien betroffenen Menschen"

Heftige Schneefälle und Eisregen haben in Slowenien zu flächendeckenden Stromausfällen geführt. In weiten Teilen des Landes ist die Stromversorgung massiv gestört. Rund 80.000 Haushalte sind zurzeit ohne Strom.

50-köpfiges Einsatzteam ist nach Slowenien aufgebrochen

Slowenien hat daher die europäischen Länder um Unterstützung gebeten. Dazu erklärt der Hessische Innenminister Peter Beuth: „Das Land Hessen hat sofort seine Hilfe angeboten. Ein 50-köpfiges Einsatzteam des Hessischen Katastrophenschutzes ist heute Morgen mit zehn Notstrom-Großaggregaten ins Einsatzgebiet aufgebrochen. Die Helfer aus Hessen werden voraussichtlich heute am späten Abend an der slowenischen Grenze eintreffen."
Mit den Aggregaten können Einrichtungen, die für die Bürgerinnen und Bürger besonders wichtig sind, wie beispielsweise ein Krankenhaus, ein Dialysezentrum, ein Lebensmittelmarkt und eine Großtankstelle, mit Strom versorgt werden. Die hessischen Einsatzkräfte der Feuerwehren und des THW werden die Aggregate vor Ort unmittelbar in Betrieb nehmen.
Innenminister Beuth zeigte sich bestürzt über das Ausmaß der Naturkatastrophe beim europäischen Partner und hob aber gleichzeitig hervor:„Selbstverständlich hat die Hessische Landesregierung sofort ihre Unterstützung zugesagt. Ich bin den hessischen Helferinnen und Helfern besonders dankbar, dass sie es durch ihren spontanen und beherzten Einsatz ermöglichen, den von der Naturkatastrophe in Slowenien betroffenen Menschen schnellstmöglich zu helfen."

Hintergrund: Katastrophenschutz

Der Hessische Katastrophenschutz verfügt als einer der wenigen in der Bundesrepublik über eine flächendeckende Ausstattung von insgesamt 27 Notstrom-Großaggregaten. Diese haben eine Leistung von jeweils 250 kV/A und sind mit umfangreichem Zubehör zur Einspeisung in ein Hausnetz, eine Trafostation oder zur Stromverteilung ausgestattet. Ein neun Meter hoher Lichtmast komplettiert die Ausstattung, sodass im Bedarfsfall auch für Ausleuchtung einer Einsatzstelle gesorgt werden kann.An dem Ländereinsatz sind der Kreis Offenbach (der auch die Führungseinheit stellt), der Main-Kinzig-Kreis, die Stadt Darmstadt, die Stadt Wiesbaden, der Lahn-Dill-Kreis, der Kreis Gießen, der Wetteraukreis, der Hochtaunus-Kreis, Main-Taunus-Kreis und der Kreis Darmstadt-Dieburg beteiligt. Die Hessische Landesfeuerwehrschule bildet das Vorauskommando und stellt einen Verbindungsbeamten, der in den Stab von Slowenien entsendet wird.