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08.01.2014 - Europa
SEPA-Umstellung: Warnung vor sorgloser Herausgabe von Bankdaten

Nach den Feststellungen der Verbraucherzentralen nutzen Kriminelle derzeit die bevorstehende SEPA-Umstellung (europäische Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs), um sogenannte Phishing-E-Mails zu verschicken. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche (Bank-) Daten der Empfänger zu kommen, beziehungsweise Schadprogramme auf den Rechnern der Mailempfänger zu installieren. Mit Bezeichnungen wie zum Beispiel „SEPA – UMSTELLUNG/ SICHERHEIT IM ONLINE-BANKING“, „Ihr SEPA-Mandat“ oder „Anfallende Kosten aufgrund der SEPA-Umstellung, falls keine kostenlose Synchronisation Ihres Kundenkontos erfolgt“ fordern die Betrüger sensible Daten der Mailempfänger.

Im Zuge der anstehenden SEPA-Umstellung informieren derzeit Firmen, die bislang das Einzugsermächtigungsverfahren genutzt haben, ihre Kunden über die bevorstehenden Änderungen. Diese erhalten hierbei regelmäßig den Hinweis, dass die Umstellung von dem bislang Berechtigten veranlasst wird und der Kunde selbst hinsichtlich der Umstellung der Bankverbindung auf den europaeinheitlichen SEPA-Standard (BIC, IBAN) keine weiteren Arbeiten zu erledigen hat.

„Betrüger nutzen hierbei eine mögliche Verunsicherung der Verbraucher aus und fordern insbesondere Bank- und Firmenkunden mit sogenannten Phishing-Mails auf, ihre Bankdaten zu kontrollieren, zu bestätigen, zu verifizieren und gegebenenfalls nochmals einzugeben“, erklärte heute Staatssekretär Horst Westerfeld, Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie des Landes, und warnte damit vor der sorglosen Herausgabe von Bankdaten. In den betrügerischen Schreiben sei nach den Feststellungen der Verbraucherzentralen gegebenenfalls auch ein Link enthalten, der zu einer betrügerischen Seite lotst, die der Internetseite des echten Anbieters ähnlich ist. Darüber hinaus können solche Seiten mit einem Schadprogramm versehen sein, das den heimischen Computer infiziert.
Staatssekretär Horst Westerfeld nimmt daher die aktuellen betrügerischen Aktivitäten zum Anlass, die Verbraucher darauf aufmerksam zu machen, dass die allgemeinen Sorgfaltsgrundsätze im Umgang mit sensiblen persönlichen Daten auch im Rahmen der SEPA-Umstellung gelten. „Wenn Verbraucher unerwartet eine E-Mail erhalten, die angeblich von ihrer Bank oder Sparkasse stammt, sollten sie weder auf Links klicken, noch Datei-Anhänge öffnen oder auf diese E-Mails antworten“, betonte Westerfeld.

Wer unsicher ist, ob eine E-Mail echt ist, sollte in der Filiale seiner Hausbank beziehungsweise Sparkasse nachfragen. Keinesfalls sollten die in der E-Mail aufgeführten Kontakt-Möglichkeiten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse) genutzt werden.

Hintergrund: SEPA

Die Abkürzung SEPA steht für Single Euro Payments Area. Mit SEPA werden alle Überweisungen und Lastschriften in Euro nach einem europaweit einheitlichen Verfahren abgewickelt. Die Kontonummer (zukünftig IBAN-Nummer) ist 22-stellig. Die Bankleitzahl wird durch die Bankenkennung BIC ersetzt. Verbraucher können dadurch künftig wesentlich einfacher ins europäische Ausland überweisen. Bis Februar 2016 können Privatkunden bei ihren Banken noch mit der alten Bankleitzahl und Kontonummer überweisen, dann müssen sie sich an die sperrigen neuen Zahlen gewöhnen. Daueraufträge werden automatisch umgestellt.

Themengebiet: Finanzen