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29.11.2013 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: "Diskriminierungen weiter abbauen - über Testangebote informieren"

Anlässlich des am Sonntag stattfindenden Welt-AIDS-Tages (1. Dezember jeden Jahres) ruft der hessische Sozialminister Stefan Grüttner insbesondere die hessischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu auf, ihren Beitrag zum Abbau von Diskriminierungen gegenüber Menschen mit HIV zu leisten.

Er betont, dass es sich bei HIV um eine schwer übertragbare Infektion handele, die im beruflichen Alltag und im sozialen Umgang keinerlei Risiken berge: „Wir müssen endlich dahin kommen, dass HIV wahrgenommen wird, wie andere chronische Krankheiten auch! Wir alle müssen uns kritisch selbst befragen, ob wir Vorurteile und diskriminierende Bilder in unseren Köpfen konservieren. Sie haben mit der HIV-Infektion nichts zu tun, aber die Angst vor Zurückweisung und Ausgrenzung belasten das Leben der Betroffenen schwer!“

Wichtig sei es, diejenigen aktiv zu unterstützen, die den Mut aufbrächten, offen über ihre HIV-Infektion zu sprechen. „Wir alle können im Sinne der BZgA-Kampagne (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) ‚Positiv zusammen leben!‘ Botschafter gegen Diskriminierung in unserem Alltag sein. Wenn aber Betroffene in der Öffentlichkeit, an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrem Freundeskreis als HIV-Positive Gesicht zeigen, dann verdienen sie unseren größten Respekt und alle unsere Unterstützung. Sie leisten auf diese Weise einen unverzichtbaren Beitrag zur Normalisierung des Umgangs mit der HIV-Infektion!“ betont Grüttner.

„Als Minister ist man nicht zuletzt auch Vorgesetzter einer großen Zahl von Landesbediensteten. Anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages möchte ich den HIV-infizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Landesverwaltung in aller Deutlichkeit sagen: Sie haben eine starke Stimme an Ihrer Seite. Wenn Sie Diskriminierung aufgrund Ihrer Infektion erfahren, wenden Sie sich an mich: Ich sage Ihnen meine Unterstützung zu!“

In Hessen leben nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) ca. 5.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, nach Expertenschätzungen sind zwei Drittel von ihnen berufstätig. Etwa 260 Menschen haben sich laut RKI in Hessen im Jahr 2012 mit HIV infiziert. Damit bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen auf einem in europäischem Maßstab gleichbleibend niedrigen Niveau.

Das RKI weist darauf hin, dass von den in Deutschland lebenden rund 78.000 Infizierten ungefähr 14.000 Personen noch nicht von ihrer HIV-Infektion erfahren haben, weil sie seit ihrer Infektion noch keinen HIV-Test gemacht haben. Nur ein Drittel der Infektionen werde im ersten Jahr diagnostiziert. Die Früherkennung einer HIV-Infektion ist von besonderer Bedeutung, weil nur bei rechtzeitig erkannten Infektionen alle Behandlungsoptionen offen stehen.

Grüttner weist deshalb abschließend auf die besondere Bedeutung niedrigschwelliger HIV-Testangebote hin: „Wir dürfen in unseren Bemühungen, Rahmenbedingunen zu schaffen, in denen HIV-Infektionen möglichst frühzeitig erkannt werden, nicht nachlassen. Besonders wichtig ist es angesichts der guten medizinischen Behandlungserfolge, dass wir niedrigschwellige Testangebote für jene Gruppen vorhalten, in denen die Zahl der der HIV-Infektion besonders hoch liegt.“ Die hessischen Aidshilfen seien in dieser Hinsicht wichtige Partner. Sie realisierten in vielen hessischen Städten zielgruppenspezifische anonyme Testangebote. Anonyme HIV-Tests würden darüber hinaus in Hessen von allen Gesundheitsämtern angeboten.

Themengebiet: Gesundheit, Soziales