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29.06.2013 - Land
Hessen führt Rettungsdienstehrenzeichen ein
Erstmals in Hessen wurden heute 75 Personen mit dem Rettungsdienstehrenzeichen gewürdigt. Hiermit werden die ehrenamtlichen Kräfte im Rettungsdienst geehrt, die viele Stunden unentgeltlich den hessischen Bürgerinnen und Bürgern mit ihrem Wissen in medizinischen Notlagen zur Seite stehen. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner überreichte die Auszeichnungen beim Kreisverband Hanau des Deutschen Roten Kreuzes. „Das ehrenamtliche Engagement einer Vielzahl von Einsatzkräften unterstützt die hauptamtlichen Rettungsdienstkräfte bei der flächendeckenden Notfallversorgung. Damit wird in Hessen, auf qualitativ hohen Standard, eine schnelle Erstversorgung der hessischen Bürgerinnen und Bürger gewährleistet. Das Hessische Rettungsdienstehrenzeichen stellt daher eine Anerkennung und Würdigung für die langjährig unentgeltlich geleistete Arbeit dar und bietet darüber hinaus für unsere jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger einen Anreiz, sich ehrenamtlich - in einem so wichtigen Feld wie dem Rettungsdienst - aktiv zu engagieren.“

Würdigung des ehrenamtlichen Engagements

Die Auszeichnung wird in drei Stufen verliehen. Die Angehörigen von Rettungsdienstorganisationen erhalten die Stufe 1 für mindestens 1.000 Stunden. Dies haben 17 Ehrenamtliche erreicht. Das Abzeichen der Stufe 2 erhalten 14 Rettungskräfte für 2.000 Stunden geleistete aktive ehrenamtliche Arbeit. 44 Personen haben sogar 3.000 Stunden für den Rettungsdienst gearbeitet und sich damit das Hessische Rettungsdienstehrenzeichen der Stufe 3 verdient.

Die in Hessen gesetzlich festgeschriebene zehnminütige Hilfsfrist sei die kürzeste aller Flächenbundesländer und sorgt dafür, dass in der Regel zwischen Anruf und Eintreffen des Rettungswagens nicht mehr als zehn Minuten vergehen. Neben der Hilfsfrist seien auch höhere Anforderungen an die Aus- und Fortbildung für die Rettungskräfte hinzugekommen. Sei der Rettungsdienst in der Vergangenheit für den Transport Verletzter oder Erkrankter zuständig gewesen, leiste er heute durch seine präklinische Versorgung den ersten Schritt für eine sachgerechte Erstbehandlung.

Jährlich über 900.000 Einsätze

„Mit seinen jährlich über 900.000 Einsätzen, die von rund 1.200 Notärzten und 4.300 Rettungsdienstfachkräften erbracht werden, wird die Bedeutung des Rettungsdienstes für die hessische Bevölkerung eindrucksvoll unterstrichen. Nur durch hochqualifiziertes Personal, ist es möglich, die hessischen Bürgerinnen und Bürgern sachgerecht zu versorgen. Die ehrenamtlichen Kräfte des Rettungsdienstes nehmen in ihrer Freizeit nicht nur die Mühen der Rettungsdiensteinsätze auf sich, auch in den Nachtstunden und an Wochenenden, sondern bilden sich regelmäßig weiter“, lobte Grüttner den Einsatz.
Themengebiet: Ehrenamt, Soziales