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15.05.2013 - Land
Rolf Müller: "Deutlich mehr Menschen arbeiten am Universitätsklinikum Gießen-Marburg"
„Über die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen-Marburg sind viele Halb- und Unwahrheiten im Umlauf. Die Zahlen sprechen jedoch eine eindeutige Sprache für den Erfolg dieser Entscheidung. Seit 2006 bis 2012 stieg die Anzahl der Beschäftigten im Ärztlichen Dienst um rund 20 Prozent (1.257 auf 1.505). Im Funktionsdienst stieg die Mitarbeiterzahl in diesem Zeitraum ebenfalls um über 21 Prozent an (767 auf 931). Und ein Plus mit über 6 Prozent konnte auch der Pflegedienst verzeichnen, der sonst gerne als angebliches „Negativbeispiel“ für die Entwicklung an den beiden Standorten genannt wird (2.391 auf 2.535). In all diesen Bereichen ist gleichzeitig die Zahl der vorhandenen Vollzeitstellen angestiegen. Die Zahl der Überstunden ist hingegen nur geringfügig angestiegen. Damit wird deutlich: Mehr Menschen als vor der Privatisierung sind am UKGM beschäftigt und haben eine berufliche Perspektive.“ Das machte heute der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Rolf Müller, im Nachgang zur Erörterung des Themas in einer Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst deutlich.
 
Müller wies erneut auf die Ziele der Anfang des Jahres geschlossenen Vereinbarung zwischen dem Land Hessen und dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg: „Mit diesem Zukunftskonzept ist der Medizinstandort Mittelhessen auch zukünftig gut aufgestellt, denn es greift wichtige Fragen und Herausforderungen für die weitere Entwicklung an beiden Standorten auf. So können die Patientenversorgung auf hohem Niveau, Arbeitsplatzsicherheit für die Beschäftigten und der Erhalt des hohen Standards bei Forschung und Lehre gewährleistetwerden.“
 
Die Vereinbarung sähe zudem vor, die vorbereitenden Arbeiten zur Inbetriebnahme der Partikeltherapieanlage zu verstärken. „Das Ziel ist, bis Ende des Jahres 2013 eine Aufnahme des regulären klinischen Betriebes zu ermöglichen. Daran halten wir weiterhin fest, denn die Partikeltherapie hat für die betroffenen Patienten und als wissenschaftliche Einrichtung große Bedeutung über die Region hinaus. Es ist besser, nach konkreten Möglichkeiten eines Betriebes der Partikeltherapie für Patienten und Forschung zu suchen, anstatt – wie die SPD es tut – das Klinikum schlechtzureden und die Partikeltherapie abzuschreiben.“ Müller hob in diesem Zusammenhang nochmals hervor, dass das Land damit keineswegs auf eine Entschädigungszahlung verzichtet habe, wenn es der Rhön-Klinikum AG auch in diesem Jahr nicht möglich sein würde, die Anlage in Betrieb zu nehmen. Vielmehr sei ein monatlicher Abschlag für 2013 vereinbart worden. 2014 könnte dann die volle Summe geltend ge macht werden.
 
Schwerpunkt der Vereinbarung sei ein Stellenmoratorium und ein beabsichtigter Zukunftssicherungsvertrag, der den Beschäftigten eine verbesserte Arbeitsplatzsicherheit biete. Außerdem werde geregelt, wie mit den 367 Beschäftigten, die zum Land zurückkehren wollen, umgegangen wird. „Dass 92 Prozent der Beschäftigten beim UKGM nicht in den Landesdienst zurückkehren wollen, ist auch eine Vertrauenserklärung für das UKGM und die Rhön-Klinikum AG. Das Land hat hier gemeinsam mit den Rückkehrern nach neuen heimatnahen Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht; teilweise haben auch die Beschäftigten selbst den Wunsch geäußert z. B. in Kassel tätig zu sein“, erläuterte Müller.
 
„Die Opposition verunsichert permanent Mitarbeiter und Patienten. Die Wahrheit ist: Rot-Grün hatte am Ende ihrer Regierungszeit beide Universitätsklinika in Gießen und Marburg in einer desolaten Lage hinterlassen. Der Standort Gießen war gefährdet, wenn nicht erhebliche Investitionen getätigt worden wären. Mehr als 360 Millionen Euro wurden in die Errichtung von Gebäuden und in die Modernisierung der Innenausstattung an beiden Standorten investiert. Das wäre ohne die Privatisierung nicht möglich gewesen“, sagte Müller abschließend.
Themengebiet: Arbeit, Gesundheit