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26.04.2013 - Land
CDU-Landesfachausschuss Netzpolitik zu Gast bei der FSK-Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft
Zu Beginn dieser Woche lud der Landesfachausschuss Netzpolitik der CDU Hessen, unter Vorsitz von Karin Wolff MdL, alle Interessierten zu einer Veranstaltung mit der FSK-Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH in Wiesbaden ein.

Seit den Anfängen der FSK im Jahre 1949 haben sich nicht nur unsere gesellschaftlichen Wertevorstellungen und der damit einhergehende Jugendmedienschutz verändert, sondern auch die technischen Möglichkeiten. In einer regen Diskussion stand Christiane von Wahlert, Geschäftsführerin der FSK, allen Teilnehmern offen Rede und Antwort. Sie erläuterte, wie sich die Bewertungsmaßstäbe zur Altersfreigabe in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verändert haben. So werden heutzutage sexuelle Handlungen, Gewaltszenen oder jugendgefährdende Sprache bedeutend mehr im Kontext des gesamten Films bewertet. Daher passiert es häufig, dass Filme, die nach zehn Jahren eine Neu-Kategorisierung beantragen, eine geringere Altersklassifizierung zugestanden wird.

Abgesehen von neuen gesellschaftlichen Normen spielt jedoch vor allem der technische Fortschritt eine zentrale Rolle im Jugendmedienschutz. Der Zugang zu Filmen und anderen digitalisierbaren Inhalten ist über das Internet und speziell über Smartphones und Tablets nicht mehr in dem Ausmaße kontrollierbar, wie dies z.B. bei Kinobesuchen in der Vergangenheit der Fall war. Somit stellten sich vergangenen Montag zahlreiche Fragen: Wie effektiv können Altersfreigaben durch die FSK in der heutigen Zeit noch sein? Macht es Sinn, über technische Vorkehrungen an Smartphones selbst den Zugang zu jugendgefährdenden Inhalten zu beschränken oder ist die Einteilung der Netzinhalte über einprogrammierte Kennzeichnungen für nicht jugendgefährdende Inhalte seitens der Betreiber, sog. Whitelists, eine realistische Methode zum Jugendmedienschutz?

Im Rahmen der lebendigen Diskussion war zu erkennen, dass technische Barrieren im Zweifel immer überwunden werden können. Es muss jedoch darauf hingearbeitet werden, dass zumindest derjenige, der nicht auf jugendgefährdende Inhalte stoßen möchte, dies auch nicht muss. Letztlich war die gemeinsame Auffassung, dass Institutionen wie die FSK alleine nicht den Jugendmedienschutz und seine Herausforderungen bewältigen können. Dieser muss, egal ob online oder offline, zu allererst im Elternhaus, im Kindergarten und den Grund- und weiterführenden Schulen beginnen.

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Sollten Sie keine Möglichkeit gehabt haben, an der Veranstaltung teilzunehmen, können Sie sich unter www.fsk.de detailliert über die FSK informieren.
Themengebiet: Medien, CDU