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18.03.2013 - Land
Günter Schork: "Vorbildliche Förderschullandschaft in Hessen auch künftig erhalten!"
„Im Mittelpunkt jeglicher Förderung von behinderten Kindern muss das Wohl des Kindes und dessen Integration in die Gesellschaft stehen. Die Inklusion mag in diesem Sinne für einige der betroffenen Schülerinnen und Schüler gewiss einen erfolgversprechenden Ansatz darstellen, doch ist in ihr keineswegs der alleinseligmachende Königsweg zu erkennen, als den ihn einige Apostel vermeintlicher moralischer Deutungshoheit bisweilen zu verkaufen suchen. Es gibt klare pädagogische Grenzen der gemeinsamen Beschulbarkeit von Kindern mit und ohne Behinderungen und Beeinträchtigungen, so dass auch künftig auf Förderschulen nicht verzichtet werden kann“, erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork, vor dem Hintergrund der Diskussion um Inklusion und die Rolle der Förderschulen.

„Unter dem Schlagwort der ‚Inklusion‘ dient die grundsätzlich positive Zielsetzung einer Ausweitung der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen seit einiger Zeit vor allem als Vorwand für eine primär ideologisch motivierte Kampagne zur Abschaffung der erfolgreich arbeitenden Förderschulen im Sinne der von SPD, Grünen und Linken betriebenen Einführung einer Einheitsschule. Ebenso wie die Vielfalt der menschlichen Persönlichkeit werden dabei auch die unterschiedlichen Formen von Behinderungen negiert – frei nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf – und Kinder mit körperlichen, sprachlichen, emotional-sozialen, kognitiven, psychischen und geistigen Beeinträchtigungen unterschiedslos unter dem Begriff der ‚Inklusion‘ eingeordnet. Sie alle sollen nach dem Willen der rot-rot-grünen Opposition fortan unabhängig von Grad und Schwere ihrer Behinderung mit Kindern ohne Beeinträchtigung unterrichtet werden, so dass in letzter Konsequenz Förderschulkindern das Recht auf eine individuelle und bestmögliche Förderung geraubt und in eine unverrückbare Pflicht zur ‚Inklusion‘ umgewandelt werden soll. Den Herausforderungen der Inklusion kann jedoch nur mit einer hinreichend differenzierten Vorgehensweise begegnet werden“, so Schork.


Themengebiet: Bildung