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15.03.2013 - Land
Petra Müller-Klepper: "Schutz für Mutter und Kind – Rechtssicherheit für Klinikpersonal"
Schwangeren in Not soll künftig eine „vertrauliche Geburt“ in der Klinik ermöglicht werden. Die Frauen Union der CDU Hessen sieht in dem Gesetzentwurf, den Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder vorgelegt hat, eine Verbesserung des Hilfsangebots und einen Beitrag zum Lebensschutz.  „Die vertrauliche Geburt kann Leben retten. Für die betroffenen Frauen und Kinder, die sich in einer ernsten Situation befinden, kann auf diese Weise ein hohes gesundheitliches Risiko vermieden und eine Geburt unter menschenwürdigen Umständen möglich werden. Den Müttern wird in einer schier ausweglosen Situation eine Perspektive aufgezeigt“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden.

Mit dem Gesetz zur vertraulichen Geburt werde Frauen in Not Hilfe angeboten, die ansonsten in ihrer Verzweiflung sich selbst und das Kind gefährden würden. „Mutter und Kind werden geschützt. Die Ärzte erhalten Rechtssicherheit.“Die vertrauliche Geburt sei dabei kein Patentrezept, um Kindesaussetzungen zu verhindern, sondern ergänzender Bestandteil eines ganzheitlichen Hilfeangebots. „Es geht um Hilfe in einer lebensbedrohlichen Ausnahmesituation für Frauen, die von den üblichen Beratungsangeboten nicht erreicht werden“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Hilfesuchenden Schwangeren, die gegenüber ihrem Umfeld, besonders gegenüber ihren Familien, die Schwangerschaft verheimlichen wollten oder müssten, werde Schutz unter Wahrung ihrer Anonymität ermöglicht. Der Mutter stehe es frei, ihre Identität bei Zusage absoluter Vertraulichkeit so zu hinterlegen, dass das Kind Informationen über die eigene Abstammung mit Erreichen des 16. Lebensjahres erhalten könne.

Bereits heute würden - auch in Hessen - in einigen Kliniken anonyme Geburten praktiziert. „Doch all dies findet in einer gesetzlichen Grauzone statt. Eine bundesrechtliche Regelung ist dringend vonnöten – im Interesse der Frauen, aber auch des Klinikpersonals“, so die Staatssekretärin. Es sei erfreulich, dass die langjährigen Beratungen und Prüfungen auf Bundesebene nun endlich zu einem Ergebnis geführt hätten. Hinter dem Gesetzentwurf stehe eine schwierige Rechtsgüterabwägung zwischen der existenziellen Notlage der Schwangeren, einer Geburt unter ärztlicher Begleitung und dem Recht des Kindes auf Herkunft.
Themengebiet: Frauen, Soziales