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28.02.2013 - Land
Günter Schork: "Forderung der Opposition nach Abschaffung des Sitzenbleibens als weiterer Beleg für den bildungspolitischen Dreiklang von SPD und Grünen"
„Wer das unterschiedliche Leistungsniveau von Schülerinnen und Schülern alleine durch Totschweigen beheben will, der verschließt nicht nur die Augen vor der Realität, sondern schadet dadurch vor allem den betroffenen Schülerinnen und Schülern. Gleichwohl führen SPD und Grüne im Hessischen Landtag mit ihren Forderungen zur Abschaffung des Sitzenbleibens auch weiterhin einen erbitterten Kampf gegen jegliche Form von Leistungsbereitschaft, Tüchtigkeit, Anstrengung und Individualität“, kritisierte der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Günter Schork, die Pläne von SPD und Grünen zur Abschaffung des Sitzenbleibens.

„Das Sitzenbleiben hat sich als pädagogische Maßnahme bewährt und bietet gerade leistungsschwächeren Schülern eine Möglichkeit, um Versäumtes nachzuarbeiten, Wissenslücken zu beheben und den Anschluss an das Leistungsniveau der nächsthöheren Jahrgangsstufe wiederherzustellen. Selbstverständlich ist und bleibt es dabei das erklärte Ziel der Landesregierung, durch gezielte Fördermaßnahmen die Zahl der Sitzenbleiber so gering wie möglich zu halten. Durch den vollständigen Verzicht auf das Sitzenbleiben würde sich der Leistungsrückstand von Schülerinnen und Schülern mit durchgehend unzureichenden Leistungen und Zensuren ohne Wiederholung der Jahrgangsstufe jedoch zwangsläufig immer weiter vergrößern. Die offensichtliche Folge: Während einige Schüler der Klasse bereits die zweite Fremdsprache und die binomischen Formeln lernen könnten, würden ihre Klassenkameraden noch nicht einmal über elementare Grundkenntnisse im Lesen, Rechnen und Schreiben verfügen – gleichwohl müssten alle am Ende des Jahres die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe und am Ende denselben Abschluss wie ihre Mitschüler erhalten. Den Schülerinnen und Schülern würde dadurch eine Scheinwelt zwischen Disneyland und Schlaraffenland vorgegaukelt, bei denen sich die Schüler zu Recht fragen könnten, warum sie angesichts einer Versetzungsgarantie morgens überhaupt noch aufstehen und zur Schule gehen sollten. Das böse Erwachen wäre daraufhin allerdings bei der Berufsorientierung und in den Bewerbungsgesprächen zu einem Zeitpunkt unweigerlich vorprogrammiert, an dem sich der bis dahin angestaute Leistungsrückstand kaum oder gar nicht mehr beheben ließe. Wir werden daher auf keinen Fall zulassen, dass das Schulzeugnis durch SPD und Grüne zu einem Blankoscheck herabgewürdigt wird“, so Schork.

„Eine der vordringlichen Aufgaben der Schule besteht in der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler zu mündigen und reifen Persönlichkeiten. In der Schule wird ihnen das erforderliche Rüstzeug vermittelt, um auf den späteren Beruf vorbereitet zu werden und den späteren Lebensalltag erfolgreich bewältigen zu können. Wer ihnen dagegen vorzutäuschen versucht, dass Menschen ihre persönlichen Ziele ohne jeglichen Fleiß und ohne eigene Bemühungen erreichen, der betreibt ein falsches Spiel mit den Schülerinnen und Schülern und beraubt sie dadurch ihrer Vorbereitung auf die Lebensrealität. Die Forderung von SPD und Grünen nach Abschaffung des Sitzenbleibens steht dabei in einer ganzen Reihe von Maßnahmen der Opposition, die in ihrem Feldzug gegen Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude bekanntlich auch die Querversetzung, die Ziffernoten, die zentralen Prüfungen und das differenzierte Schulsystem zugunsten sozialistischer Einheitsschulen abschaffen will. Das Abschaffen des Sitzenbleibens fügt sich daher nahtlos in einen pädagogisch verheerenden Dreiklang ein, der SPD und Grünen immer stärker als Fundament ihrer Bildungspolitik dient: Leistung geringschätzen – Fleiß herabwürdigen - Engagement bestrafen“, so Schork
Themengebiet: Bildung