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20.02.2013 - Land
Alexander Bauer: "Gespaltene Loyalitäten in der nachwachsenden Generation müssen vermieden werden"
„Unser Ziel bleibt es, dass sich so viele junge Doppelstaatler wie möglich für Deutschland entscheiden. Das vermeidet gespaltene Loyalitäten in der nachwachsenden Generation. Auch lassen sich so zahlreiche praktische und rechtliche Probleme der generellen doppelten Staatsangehörigkeit im Alltag vermeiden, etwa bei den Themen Auslieferung, Abschiebung von Straftätern, Wehrpflicht, aber auch beim Wahlrecht und bei der Berechtigung zu Sozialleistungen“, sagte der Innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Bauer, hinsichtlich der Forderungen, die doppelte Staatsangehörigkeit generell zuzulassen und das Optionsmodell abzuschaffen.

„Die Union hält am Grundsatz der Vermeidung der doppelten Staatsangehörigkeit fest. Ausnahmen, vor allem für EU-Bürger, sind vor dem Hintergrund der fortgeschrittenen Integration innerhalb der Europäischen Union und der Unionsbürgerschaft gerechtfertigt. Für uns gilt nach wie vor, dass der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit am Ende eines erfolgreichen Integrationsprozesses stehen muss. Die Opposition will zuerst einbürgern und dann integrieren. Das ist der falsche Weg. Staatsbürgerschaft setzt ein Band der Loyalität und ein klares Bekenntnis zum Staat voraus“, so Bauer.

Abschließend verwies Bauer auf den Bericht der Bundesregierung vom Sommer letzten Jahres und die beeindruckenden Zahlen: „Der Bericht zeigt, dass es richtig war, als Union bei der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts 1999 den rot-grünen Irrweg des Multi-Kulti zu stoppen. Dass sich die jungen Menschen mit großer Mehrheit bereits weit vor ihrem 23. Geburtstag entschieden und nahezu alle die deutsche Staatsangehörigkeit gewählt haben, beweist, wie gut die jetzige Regelung wirkt. Das Optionsmodell ist deshalb ein Kompromiss, der sich in der Praxis bewährt hat. Von unseren jungen Mitbürgern bis zum 23. Geburtstag eine Entscheidung zu verlangen, halten wir für zumutbar“, sagte Bauer.

Themengebiet: Integration, Inneres