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17.01.2013 - Land
Walter Arnold und Jürgen Lenders: "Hessen ist eines der wirtschaftsstärksten Bundesländer in Deutschland"
Hessen ist eines der wirtschaftsstärksten Bundesländer in Deutschland: So konnte Hessen seine Warenexporte seit 1999 fast verdoppeln. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 27 Prozent an. Arbeitnehmer in Hessen verdienen 14 Prozent mehr Lohn und Gehalt als im bundesdeutschen Durchschnitt. Gleichzeitig hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit mehr als 2,3 Millionen einen neuen Rekordstand erreicht.

„Der Wirtschaftsstandort Hessen steht auch in einem konjunkturell schwierigen Umfeld für Dynamik und Innovation und bleibt auf Wachstumskurs. Das ist eine hervorragende Leistung der Arbeitnehmer, der Firmen und Betriebe. Es ist aber auch Ergebnis der guten Rahmenbedingungen, denn die christlich-liberalen Koalitionen in Hessen und im Bund haben in der Wirtschaftskrise und im Aufschwung die richtigen Entscheidungen im Bereich der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik getroffen“, erklärten die Wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU- und FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Walter Arnold und Jürgen Lenders, im Rahmen von Unternehmensbesuchen im Rhein-Main-Gebiet im Vorfeld der Wochen der Wirtschaft der Hessischen Landesregierung.

Die Mitglieder des gemeinsamen Arbeitskreises „Wirtschaft und Verkehr“ der Regierungsfraktionen besuchten zunächst die EPHY-MESS Gesellschaft für Elektro-Physikalische Messgeräte mbH in Wiesbaden-Delkenheim. Sie ist ein weltweit führender Hersteller und Vertreiber nach Maß gefertigter industrieller Mess- und Sensor-Technik. Erzeugnisse des mittelständischen Familienunternehmens werden in Hochgeschwindigkeitszügen, in Industrieanlagen ebenso wie in Elektromotoren sowie in Windkraft- und in Staudammanlagen eingesetzt. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen stark für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dr. Arnold hob die große Bedeutung dieser Frage für die Fachkräftesicherung hervor: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Unternehmen eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft und der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Fachkräftemarkt. Darauf hat auch die von der Landesregierung einberufene Fachkräftekommission nochmals hingewiesen. Es ist daher ri chtig, dass die Einrichtung von betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen in Hessen aus europäischen Mitteln gefördert werden kann.“ Geschäftsführer Andreas Becker machte zudem deutlich: „Hohe Ingenieurskunst in Verbindung mit exakter Marktorientierung, eine flexible, familiäre und offene Unternehmenskultur, der richtige Standort und vor allem hochgradig motivierte und zuverlässige Mitarbeiter zeichnen EPHY-MESS aus und garantieren den wirtschaftlichen Erfolg. Eine Kita mit Krippenplätzen wäre unser Traum.“
 
Fragen der Datensicherheit in Verbindung mit Prozessoptimierungen wurden beim Besuch der Data Room Services GmbH (DRS) in Frankfurt erörtert. Das Unternehmen ist ein Anbieter von Software- und Servicelösungen im Zusammenhang mit vertraulichen Informationen und Dokumenten. Mit der eigens entwickelten digitalen Kommunikationsplattform Drooms ermöglicht DRS den hochsicheren Zugang zu sensiblen Dokumenten sowie deren Austausch mit Dritten über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg. Finanzvorstand Dr. Thomas Pröckl erläuterte: „In Zeiten des starken Wachstums von digitalen Datenmengen in Verbindung mit steigenden Compliance-Anforderungen gewinnt das Thema ‚Datensicherheit und Prozessoptimierung‘ immer weiter an Bedeutung. Das Instrumentarium, das früher hauptsächlich bei börsenrelevanten Transaktionen zum Einsatz kam, gilt heute beispielsweise auch für die Kommunikation in und zwischen Gremien, wie Aufsichtsräte/Vorstände oder Parlamente/Ausschüsse. Das fordert bei den Verantwortlichen ein stärkeres Bewusstsein für den Umgang mit vertraulichen Informationen und die Gestaltung der Prozesse zur Informationsteuerung.“ Lenders wies in diesem Zusammenhang auf die große Bedeutung einer funktionierenden Breitbandinfrastruktur hin: „Das Unternehmen ist ein gutes Beispiel für die zentrale Rolle hochleistungsfähiger Breitbandnetze. Diese bilden eine unverzichtbare Infrastruktur zur Sicherung von Wohlstand und Beschäftigung, gerade auch im ländlichen Raum. Wir begrüßen daher, dass das Land für den Ausbau dieser Netze ein groß angelegtes Bürgschaftsprogramm mit einem Volumen von 200 Mio. Euro aufgelegt hat, um den Standort Hessen auch hier zukunftsfest zu gestalten. Die Regierungsfraktionen unterstützen dabei das Ziel der Landesregierung, mindestens 75 Prozent, nach Möglichkeit jedoch allen hessischen Haushalten einen Zugang zu Hochleistungsbreitband-Internetanschlüssen mit 50 MBit/s zu ermöglichen.“

In Mühlheim diskutierten die Abgeordneten der Regierungsfraktionen schließlich mit dem Geschäftsführer der Sattler KunststoffWerk GmbH, Michael Trapp, Fragen der Mittelstands- und Förderpolitik. Das Unternehmen besteht seit über 40 Jahren und färbt mit zzt. 22 Mitarbeitern ca. 1.700 Tonnen Technische Kunststoffgranulate pro Jahr ein. Absatzschwerpunkt ist die Elektroindustrie, speziell die Elektroinstallationstechnik mit der Herstellung von Schalterprogrammen, Leuchtgehäusen, unter anderem Eingefärbte sogenannte „Recyclingcompounds“ finden aber auch zunehmend Anwendungen bei Sichtteilen im Fahrzeuginnenraum. Trapp hob die Bedeutung einer strikt ordnungspolitischen Ausrichtung der Wirtschaftspolitik hervor: „Forderungen nach zusätzlicher Regulierung aller Art haben Konjunktur. Zeitgleich schwindet das Bewusstsein für den Wert der Freiheit in unserem Land. Die Bewahrung unserer freiheitlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, der Sozialen Marktwirtschaft , wird so zur zentralen politischen Aufgabe unserer Tage. Sie ist bedroht wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.“

„Die SPD steht auch in der Wirtschaftspolitik für Dirigismus und Zentralismus. Sie will das Investitionsvermögen der Unternehmer besteuern, die Firmen und Betriebe mit neuen Vorgaben belasten und neue Abgaben einführen. Dem setzen wir das über Jahrzehnte bewährte Modell der Sozialen Marktwirtschaft entgegen. Wir setzen weiterhin auf Wachstum und Beschäftigung, nicht auf soziale Großexperimente, die nur das „Verteilen“, nicht aber auch das „Erwirtschaften“ im Blick haben. Diese Bereisung und die Gespräche mit mittelständischen Unternehmen zeigen, dass es richtig ist, die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zum Mittelpunkt unserer Wirtschaftspolitik zu machen. Diesen Erfolgskurs werden wir fortsetzen“, erklärten Arnold und Lenders am Ende der Bereisung.
Themengebiet: Wirtschaft