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19.11.2012 - Land
Günter Schork: "Grüne und Wahlfreiheit? Fehlanzeige!"
„Wenn die Grünen aus der Opposition heraus die Menschen treuherzig mit dem Zugeständnis ködern, sie stünden hinter der Wahlfreiheit für Gymnasien, ist das angesichts der bisherigen Forderungen und der tatsächlichen Praxis in den Bundesländern mit grüner Regierungsbeteiligung nicht nur sehr unglaubwürdig, sondern auch eine bewußte Täuschung“, konstatierte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Günter Schork, anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Grünen zu G8/G9. 

„Was die Grünen unter Wahlfreiheit verstehen, macht nicht zuletzt der Blick auf jene Bundesländer deutlich, in denen sie Regierungsverantwortung tragen. In Schleswig-Holstein wurde die unter CDU und FDP eingeräumte Wahlmöglichkeit der Gymnasien zwischen G8 und G9 von der rot-grünen Landesregierung brüsk unterbunden. Seit der Regierungsübernahme von Rot-Grün wird dort keinem einzigen Gymnasium mehr der neunjährige Weg zum Abitur erlaubt. Grüne und Wahlfreiheit? Fehlanzeige! In Nordrhein-Westfalen hält die rot-grüne Landesregierung gleichfalls nur wenig von Wahlfreiheit und schulischer Eigenverantwortung. Im Rahmen eines befristeten Schulversuches durften lediglich 13 der rund 600 Gymnasien zu G9 zurückkehren. Grüne und Wahlfreiheit? Fehlanzeige! In Baden-Württemberg wird lediglich einer willkürlichen und verschwindend geringen Anzahl von 44 von insgesamt rund 400 Gymnasien eine Rückkehr zu G9 erlaubt, obwohl sich bereits mehr als die doppelte Anzahl von Schulen für eine Rückkehr zu G9 ausgesprochen hat. Grüne und Wahlfreiheit? Fehlanzeige! Selbst der Rückkehr von nur 44 Schulen haben die Grünen dort nur widerwillig zugestimmt und die Begründung auch hinterhergeliefert: Sie hielten es für wichtiger, die Gemeinschaftsschulen mit Abitur nach neun Jahren voranzubringen“, kritisierte Schork. 

„Dieses gezielte Ausbluten der Gymnasien entspricht daher nahezu eins zu eins den verqueren Einheitsschulplänen der SPD, in deren Bildungsprogramm wörtlich zu lesen steht: ‚Wir fördern Schulen besonders, die sich zur Gemeinschaftsschule mit einem inklusiven Ansatz verpflichten und auf äußere Differenzierung im Unterricht verzichten.‘ Dass sich hinter den wohlklingenden Formulierungen der angeblich so ideologiefreien Grünen lediglich hohle Phrasen und durchschaubare Täuschungsmanöver verbergen, zeigt auch ein Blick in die rot-grüne Koalitionsvereinbarung des Jahres 2008. Dort wurde das Konzept von einer Zwangseinheitsschule auch von den Grünen ohne mit der Wimper zu zucken mitgetragen. Grüne und Wahlfreiheit? Fehlanzeige! Auch in der heutigen Pressekonferenz hat der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Matthias Wagner, nochmals betont, dass er die Idee der als ‚Gemeinschaftsschule‘ euphemisierten ‚Einheitsschule‘ grundsätzlich befürworte. Wer den massiven Widerstand der Eltern gegen die Einheitsschule und gegen die damit verbundene Abschaffung der Gymnasien so nachdrücklich missachtet, sollte sich daher nicht das Deckmäntelchen von Ideologiefreiheit und objektiver Sachwaltung schulischer Interessen umhängen und als überparteiliches Gewissen der Nation durch die Lande ziehen. Die bildungspolitischen Forderungen der Grünen offenbaren lediglich, dass sich die Partei auch in Hessen wieder zum Steigbügelhalter der Einheitsschulpläne der SPD machen und sich deren Angriff auf die Gymnasien anschließen wolle“, so Schork.
Themengebiet: Bildung, Parteien