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31.10.2012 - Land
Staatsministerin Eva Kühne-Hörman enthüllt den Merkur
Der Merkurtempel im Kasseler Bergpark Wilhelmshöhe strahlt wieder in frischem Glanz. Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann präsentierte heute den in den vergangenen zwei Jahren für 145.000 Euro rekonstruierten Bau und enthüllte die von dem Nürnberger Bildhauer Prof. Hermann Leber in zeitgemäßer Formensprache entworfene bronzene Merkurfigur. Sein Entwurf war im November 2011 in einem Wettbewerb unter sechs Vorschlägen von einer Jury einstimmig ausgewählt worden.

Die Instandsetzung der kleinen Parkarchitekturen im Bergpark Wilhelmshöhe ist – neben den großen Bauvorhaben wie dem Herkules-Monument, dem Landesmuseum und der Löwenburg – ein wesentliches Element im Rahmen der Neuordnung der Museumslandschaft Kassel. „Dieser Teil des Projekts ist mit insgesamt zwei Millionen Euro im Landeshaushalt verankert und stellt einen wichtigen Baustein bei der Welterbe-Anmeldung von Herkules und Wasserspielen im Bergpark Wilhelmshöhe dar“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann. Das Vorhaben umfasst neun kleine „Parkstaffagebauten“ aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zwei Projekte – die „Eremitage des Sokrates“ und das so genannte Felseneck – wurden bereits fertiggestellt.



Merkurtempel seit 1782/83

Die Partie um den Merkurtempel zählt zu den schönsten im Bergpark Wilhelmshöhe: Die erhöhte Lage auf dem so genannten Jungfernkopf über dem Nordhang des Philosophentals war für die Errichtung eines kleinen Parkgebäudes geradezu prädestiniert. Schon seit 1782/83 stand dort ein erster Merkurtempel, der allerdings aus Holz errichtet wurde und bereits nach wenigen Jahren baufällig geworden war. Ein Neubau wurde dann 40 Jahre später von dem Architekten Johann Conrad Bromeis errichtet, und im Inneren des Tempels wurde eine neue Statue aus Bleiguss aufgestellt. Wie viele andere Baudenkmale im Bergpark wurde der Merkurtempel im Zweiten Weltkrieg zur Ruine: Die schiefergedeckte Kuppel wurde zerstört, und die Merkurstatue ist seither verschollen.

In zweijährigen, aufwändigen Restaurierungsarbeiten ist nun die Kuppel detailgenau rekonstruiert worden, und die historischen Architekturfassungen wurden nach den Befunden am Bau wiederhergestellt. Die neue Merkurstatue, welche die eigentliche Zweckbestimmung des Tempels erst zu erkennen gibt, hält den Moment fest, in dem der Götterbote auf der Erde landet. Wie das historische Vorbild ist sie rund 1,50 Meter groß und steht auf einem 1,40 Meter hohen Sandsteinsockel im Zentrum des Rundtempels.

Ministerin Kühne-Hörmann dankte insbesondere auch der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Kassel: „Die Gesellschaft hat durch ihr großzügiges vor allem finanzielles Engagement mit 7.000 Euro dazu beigetragen, dass die anfängliche Idee der Museumslandschaft Hessen Kassel, für den Merkurtempel wieder eine Figur erschaffen zu lassen, Wirklichkeit wurde.“

Fotos: Dr. Micha Röhring (MHK)
Themengebiet: Kunst und Kultur