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08.10.2012 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: "Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens"
Die Hessische Landesregierung fördert die Qualifizierung ehrenamtlich engagierter Mitbürger und stellt dafür jährlich bis zu 350.000 Euro zur Verfügung. Das hob der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Qualifizierungsprogramms für ehrenamtliches Engagement in Hessen hervor. „Zu Beginn des Programms im Jahr 2002 haben rund 1.000 Hessinnen und Hessen an einer Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen, im Jahr 2011 waren es bereits über 6.000. Auf diese Entwicklung ist die Hessische Landesregierung stolz, zumal es vergleichbare Förderprogramme in keinem anderen Bundesland gibt“, betonte der Sozialminister.

Die Förderung diene nicht nur der Qualifizierung der ehrenamtlich Tätigen, sondern auch der Vernetzung der Initiativen, Vereine und Verbände vor Ort. Die Landesförderung wird daher von 29 lokalen Anlaufstellen für bürgerschaftliches Engagement umgesetzt, so Grüttner weiter. Das Programm werde ständig weiterentwickelt und mit Hilfe von Evaluierungsmaßnahmen an die gesellschaftlichen Erfordernisse angepasst. „Mein besonderer Dank gilt den Frauen und Männern, die in den Anlaufstellen dafür sorgen, dass die Landesförderung auch Früchte tragen kann“, erklärte Sozialminister Grüttner.

Bürgerschaftliches Engagement brauche geeignete Rahmenbedingungen, stellte der Minister fest. Dabei spiele die Qualifizierung eine wichtige Rolle. „Qualifizierung ist Voraussetzung für die Bewältigung organisatorischer Abläufe und für die Realisierung der im jeweiligen Ehrenamt verfolgten Ziele. Das Angebot des hessischen Qualifizierungsprogramms ist daher breit gefächert.“ Es gebe zum Beispiel Kurse zum Thema Konfliktmanagement, zu Satzungsfragen oder dem Umgang mit modernen Kommunikationstechnologien. Diese Basisqualifikationen werden programmatisch ergänzt durch spezielle Maßnahmen, beispielsweise für Menschen, die sich in der Hospizbewegung engagieren wollen, in Patenschaftsprojekten oder in Besuchs- und Begleitdiensten für Seniorinnen und Senioren. Die Anlaufstellen erfragen vor Ort den Bedarf an Qualifizierung und stellen ihre Maßnahmen in Zusammenarbeit mit örtlichen Bildungsträgern darauf ab. Damit wird eine zielgenaue, auf die jeweiligen örtlichen Anforderungen ausgerichtete Bildungsarbeit für ehrenamtlich Tätige möglich.

Das Qualifizierungsangebot werde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der entsprechenden Kurse auch als Anerkennung und Würdigung ihres bürgerschaftlichen Engagements erfahren, weiß der Sozialminister aus Berichten von Anlaufstellen, Bildungsträgern und Freiwilligen.

Der Sozialminister verwies zudem auf weitere Maßnahmen der Hessischen Landesregierung zur Förderung und Honorierung bürgerschaftlichen Engagements. So werden im Dezember die jährlichen Landesauszeichnungen für „Soziales Bürgerengagement“ vergeben und damit besonders kreative Formen bürgerschaftlichten Engagements honoriert. „Darüber hinaus hat Hessen als erstes Bundesland für ehrenamtlich Engagierte, die keine andere Versicherung haben, das Unfallrisiko durch einen allgemeinen Unfallversicherungsschutz gemildert. Zudem wurde für ehrenamtliche Vereinsvorstände das Haftungsrisiko reduziert“, berichtete Grüttner. Zudem verwies der Sozialminister auf die Ehrenamtskampagne „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“, welche unter anderem die Förderung von Freiwilligenagenturen sowie das Angebot der Ehrenamtscard und der Jugendleitercard (Juleica), vorsehe. „Wir sehen es als eine ganz entscheidende Aufgabe an, Menschen zu ermutigen und zu motivieren, ehrenamtlich tätig zu werden, und diese aktiven Bürgerinnen und Bürger in ihrem Engagement zu unterstützen, zu fördern und sie für ihren Einsatz zu würdigen. Mit den bisherigen Anstrengungen zur Förderung und Anerkennung des Ehrenamts, insbesondere durch die Einrichtung der Landesehrenamtsagentur, sind tragfähige Strukturen in Hessen auf- und ausgebaut worden“, betonte Grüttner abschließend.
Themengebiet: Ehrenamt