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30.08.2012 - Land
Peter Stephan: "Windenergiereise gibt guten Überblick über die anstehenden Herausforderungen"
Der Arbeitskreis Energie der hessischen CDU-Landtagsfraktion informierte sich im Rahmen einer zweitägigen Reise über die verschiedenen Aspekte und Herausforderungen beim forcierten Ausbau der Windenergie in Hessen. Der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Stephan, erklärte dazu: „Der Energiegipfel hat den Rahmen für einen forcierten Ausbau der Windenergie in Hessen gesetzt. Wir als CDU-Landtagsfraktion stehen hinter den Ergebnissen. Der Ausbau der Windenergie auf zwei Prozent der Landesfläche ist richtig und für die Energiewende notwendig. Es ist aber auch nötig, dass mit Augenmaß und Vernunft zu machen und die unterschiedlichen Beteiligten mitzunehmen und Akzeptanz zu schaffen. Aus diesem Grund wollen wir als Arbeitskreis Energie im Rahmen dieser Reise mit den verschiedenen Beteiligten ins Gespräch kommen, Probleme und Herausforderungen identifizieren und Lösungsansätze diskutieren.“

Dazu besuche der Arbeitskreis unter anderem hessische Unternehmen und Stadtwerke, die sich mit der Windenergie beschäftigen wie die ABO Wind AG oder Stadtwerke wie die Mainova AG oder die OVAG. „Der Ausbau kann nur gelingen, wenn unsere Unternehmen und Bürger bereit sind, in Hessen in Windkraft zu investieren. Hier spielen insbesondere die Stadtwerke eine zentrale Rolle. Es ist gut, dass unter anderem Mainova und OVAG hier so engagiert sind. Projektentwickler wie die ABO Wind sind dabei die Partner mit der größten praktischen Erfahrung. Mit diesen Akteuren wollen und brauchen wir als Politik einen engen Austausch, wenn der Ausbau gelingen soll“, so Stephan.


Auf Windenergiereise: Der Arbeitskreis Energie der CDU-Landtagsfraktion.

Auch mit Verbänden und Genehmigungsbehörden wolle der Arbeitskreis ins Gespräch kommen, um sich von den Praktikern ein detailliertes Bild des Ausbaus der Windenergie in Hessen geben zu lassen. „Die Genehmigung einer Windkraftanlage ist ein sehr komplexer Verwaltungsvorgang. Wir müssen schauen, wie wir den Ausbau noch besser koordinieren und steuern können. Der Landesentwicklungsplan sollte hier klare und verständliche Vorgaben machen – auf dieser Basis sind dann die kommunalen Gremien gefragt, aktiv bei der Planung mitzuarbeiten, um die gewünschte Steuerung zu gewährleisten. An verträglichen Abstandsregelungen und klaren Vorrang- und Ausschlussflächen führt dabei kein Weg vorbei“, sagte Stephan.

Um einen praktischen Eindruck zu bekommen, werde der Arbeitskreis auch mehrere bestehende hessische Windparks besuchen. „Wir wollten ganz unterschiedliche Anlagen im Hinblick auf Höhe, Alter und Eigentumsverhältnis besichtigen. Gerade im Vogelsberg wird hier schon lange viel gemacht, weshalb hier gerade die Frage des Repowering von Bedeutung ist. Auch genossenschaftliches Engagement lässt sich hier beobachten“, so Stephan.

Nicht zuletzt stünden auch Gespräche mit einer windkraftkritischen Bürgerinitiative im Rheingau sowie Vertretern der windkraftfreundlichen Gemeinde Heidenrod auf dem Programm. „In Heidenrod hat man eine breite und überparteiliche Akzeptanz in der Bevölkerung sogar in einem Bürgerentscheid erreicht. Das ist der richtige Weg, den Windenergieausbau mit den Menschen vor Ort zu gestalten. Wir wollen aber auch die Sorgen vieler Bürger vor dem Windkraftausbau vor ihrer Haustür ernst nehmen. Deshalb wollen wir stellvertretend auch mit einer Bürgerinitiative über deren Bedenken im Hinblick auf den Bau von Windrädern sprechen“, erklärte Stephan.

„Der Ausbau der Windkraft hat – gerade in einem bevölkerungsreichen Land wie Hessen – sehr viele Facetten, die es zu berücksichtigen gilt. Auf unserer Reise wollen wir vor allem mit den unterschiedlichen Interessengruppen ins Gespräch kommen. Nur, wenn man alle Seiten kennt, kann man als Politik auch zu vernünftigen und ausgewogenen Lösungen kommen. Wir wollen wissen, wie die unmittelbar Beteiligten zu Fragen wie den Abstandsregelungen, der Ausschlusswirkung von Vorranggebieten, zu naturschutzfachlichen Fragestellungen oder zur notwendigen Windhöffigkeit für einen wirtschaftlichen Ausbau stehen. Diese Reise wird sicherlich wichtige Impulse für die Entscheidung über anstehende Fragen der Energiepolitik des Landes liefern“, so der CDU-Energiepolitiker. 
Themengebiet: Energie, CDU