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11.08.2012 - Land
Zuschussrente: Mehr Leistungsgerechtigkeit für ältere Mütter
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der Alterssicherung, den Bundesarbeitsministerin von der Leyen vorgelegt hat, bedarf aus Sicht der Frauen Union der CDU Hessen der Nachbesserung. „Die stärkere Anerkennung von Familienleistungen in der Rente ist richtig und zu  begrüßen. Mit Blick auf die älteren Mütter ist der vorgelegte Gesetzentwurf jedoch enttäuschend. Es muss jetzt die Gerechtigkeitslücke geschlossen und auch die Lebensleistung der älteren Mütter honoriert werden“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper, die auch Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium ist, heute in Wiesbaden. Die Frauen Union fordert daher in diesem Gesetzgebungsverfahren eine Anrechnung von weiteren zwei Entgeltpunkten für künftige Rentnerinnen für Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder.
 
Derzeit werden jungen Müttern drei Entgeltpunkte pro Kind in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet. Ältere Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern bekommen nur einen Entgeltpunkt. Kindererziehung ist neben Erwerbsarbeit eine Voraussetzung der umlagefinanzierten Rentenversicherung. Die CDU hat sich wiederholt für eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder ausgesprochen.
 
„Ältere Mütter waren in geringerem Umfang erwerbstätig, als es die Mütter heute sind. Ihnen fehlten die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als ihre Kinder klein waren, gab es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, kein Elterngeld, keine dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie, keine Hortbetreuung und keine Ganztagsschulen“, gab Petra Müller-Klepper zu bedenken. In dieser Situation hätten sich viele Mütter für eine längere berufliche Unterbrechungszeit zur Erziehung ihrer Kinder entschieden. Mit der Entscheidung für Kinder hätten diese älteren Mütter einen wesentlichen Beitrag für die umlagefinanzierte Rentenversicherung geleistet. „Lebensleistung bedeutet nicht nur Erwerbsarbeit, sondern auch Erziehung der Kinder. Diese Leistung muss endlich stärker anerkannt werden. Die aktuelle Rentenreform muss Verbesserungen für ältere Mütter bringen. Nur so lässt sich Altersarmut erfolgreich verhindern“, forderte die Landesvorsitzende.
Themengebiet: Frauen, Soziale Sicherung, CDU