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01.06.2012 - Land
Zukunftsforum "Finanzplatz Frankfurt" diskutiert bei der Deutschen Bundesbank
Das Zukunftsforum „Finanzplatz Frankfurt“ der CDU Hessen (ZFF) hat im Rahmen einer Vortragsveranstaltung über das Zusammenspiel zwischen makroökonomischer Überwachung und mikroprudentieller Aufsicht diskutiert. Die Veranstaltunf fand vor etwa 80 Teilnehmer bei der Deutschen Bundesbank, Hauptverwaltung Hessen in der Frankfurter Innenstadt statt.

Nach der Begrüßung durch Dr. Hans Reckers, dem bisherigen alleinigen Vorsitzenden des ZFF, stellte dieser den Teilnehmern den neuen weiteren Vorsitzenden, Dr. Christoph Brand von der Goldman Sachs AG vor. Nötig geworden war die Erweiterung des Führungsgremiums durch die neue berufliche Tätigkeit von Herrn Dr. Reckers in Berlin als neuem Hauptgeschäftsführer für den Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, e.V.

Im Anschluss daran hatte die Nummer Zwei der Bundesbank das Wort: Vorgetragen wurde von der Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank und Vertreterin des Präsidenten im EZB-Rat, Sabine Lautenschläger, die zuvor bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), als Leiterin der Abteilung „Aufsicht über Großbanken und ausgewählte Kreditbanken; Qualitative Aufsichtsstandards“ und schließlich als Exekutivdirektorin „Bankenaufsicht“ tätig war.



Sie ging bei ihrem Vortrag kenntnisreich auf die Details der regulatorischen Herausforderungen der letzten Jahre ein und beschrieb die Weiterentwicklung der Aufsichtsstandards in der Zeit der Finanz- und Staatsschuldenkrise. Sie hob dabei hervor, dass die Zusammenführung der Ergebnisse auf Institutsebene in Verbindung mit makroökonomischen Analysen ein besseres Bild für die Regulatoren ergeben würde und sie sich erhoffe, dass dadurch künftige Bedrohungen schneller erkannt werden würden.

Frau Lautenschläger gab ihrer Besorgnis Ausdruck, dass derzeit nahezu alle Regulierungsanstrengungen der Politik auf den Bankensektor konzentriert würden, andere für das Finanzsystem relevante Bereiche aber kaum beachtet würden.

Im Anschluss daran hatten die Gäste wie immer Gelegenheit, ihre Meinungen zu äußern und Fragen zu stellen. So interessierte die Zuhörer unter anderem, wann mit einem Ende der Masse an Regulierungsmaßnahmen zu rechnen sei oder auch, ob die Rolle der institutseigenen Aufseher in den Banken nicht ein größeres Gewicht bekommen müssten. Gerade den letzten Punkt begrüßte Frau Lautenschläger sehr und verriet, dass sie sich in ihrer Tätigkeit in den Standardisierungsgremien für die internationalen Aufseher insbesondere hierfür einsetzen würde.
Themengebiet: Finanzen und Steuern