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28.03.2012 - Land
Günter Schork: "Das Wohl der Kinder muss im Mittelpunkt stehen und nicht eine Ideologie"
Als "infame Kampagne auf dem Rücken behinderter Kinder und ideologische Debatte mit dem Ziel der Verunsicherung von Eltern von Kindern mit und ohne Behinderungen", kommentierte der CDU-Landtagsabgeordnete Günter Schork die von SPD, Grünen und Linkspartei unter dem Schlagwort der "Inklusion" systematisch angestrebte Abschaffung der Förderschulen. „Hessen verfügt über ein weithin anerkanntes Förderschulsystem, das unterschiedlichsten Formen von Behinderungen und Beeinträchtigungen aufgrund der hochspezialisierten Betreuung durch qualifizierte Förderschullehrerkräfte in einem den besonderen Bedürfnissen angemessenen Umfeld am besten gerecht werden kann. Auch die von den Inklusionsbefürwortern immer wieder bewusst verfälscht wiedergegebene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert ausdrücklich "individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet". Es ist daher beschämend und empörend, dass den betroffenen Kindern nach dem Willen des Einheitsschulblocks diese besondere und individuell am Wohl des Kindes ausgerichtete Förderung entzogen werden soll“, so Schork.

„Inklusion so weit wie möglich umzusetzen ist ein allgemein anerkanntes und von der Hessischen Landesregierung entsprechend gefördertes Ziel, aber es gibt auch klare pädagogische Grenzen der Beschulbarkeit. Wir haben daher in Hessen hervorragend ausgestattete und finanzierte Förderschulen, in denen Spezialisten in Kleingruppen die betroffenen Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten optimal fördern und ihren besonderen Bedürfnissen gerecht werden. In ihrer ideologischen Verblendung nimmt die Opposition nicht einmal Rücksicht darauf, dass es augenscheinlich einen Unterschied macht, ob einem körperbehinderten Kind - mit ausgeprägten geistigen und sozialen Fähigkeiten - wie auch bisher durch bauliche Maßnahmen der Unterricht ermöglicht werden kann oder ob Schüler mit schweren Lernbehinderungen oder Verhaltensstörungen ausnahmslos dem Regelunterricht zugeordnet werden. Wenn aber ein Kind mit hohem Aggressionspotential oder schwersten Formen von Verhaltensauffälligkeiten, emotional-sozialen Defiziten oder Intelligenzminderung in eine Regelschulklasse gezwängt werden soll, dann findet keine Inklusion, sondern eine doppelte Exklusion statt. Die betroffenen Kinder werden durch die Vielzahl der erforderlichen Betreuer vor den Augen ihrer Klassenkameraden exkludiert. Außerdem müssen die anderen Kinder hinnehmen, dass sich der Unterricht eines ganzen Lehrerteams zwangsläufig auf ein Kind richtet, das im Extremfall den Unterricht zum Erliegen bringt. Den Herausforderungen der Inklusion kann daher nur in einer differenzierten Vorgehensweise begegnet werden, die einen fairen Interessenausgleich zwischen Schülern, Eltern und Lehrern herbeiführt. Fragwürdige pädagogische Experimente erweisen dem Gedanken der Inklusion hingegen einen Bärendienst“, so Schork.

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Die Rede von Günter Schork sowie die anderen Redebeiträge in der Debatte zur Inklusion im Hessischen Landtag können Sie hier als Video ansehen.
Themengebiet: Bildung, Kinder und Jugend