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23.02.2012 - Land
Peter Stephan: "Zubau von Solarenergie auf vereinbartes Maß bringen"
Als "richtigen Schritt“ bezeichnete der energiepolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Peter Stephan, die heute verkündete Anpassung der Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).„Der Zubau von PV-Anlagen muss auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Dies ist im Sinne bezahlbarer Strompreise geboten. Deshalb ist ein vorgezogener Anpassungsschritt richtig und notwendig. Wir müssen hier zu wirtschaftlicheren und effizienteren Lösungen und mittelfristig zur Marktreife der erneuerbaren Energien kommen. Ein ungehemmter Ausbau der Solarenergie schadet dem Verbraucher – und damit der notwendigen Akzeptanz – mehr, als er der Energiewende nützt“, so Stephan. „Eine schnellere und stärkere Absenkung ist durch den explosionsartigen Zubau im letzten Dezember nötig geworden. In diesem Monat allein wurden über 3000 Megawatt (MW) PV-Leistung zugebaut – mehr als mit Branchenvertretern für das gesamte Jahr vereinbart. Da ist es nur logisch, dass man die Vergütungen entsprechend den Marktentwicklungen anpasst. Hier bestand eine Überförderung, die abgebaut werden muss.“

Stephan verwies auf den immensen Zubau der vergangenen Jahre, in denen entgegen der Prognosen und Absprachen doppelt so viele Anlagen installiert wurden, wie vorgesehen. Schon heute seien 3 Prozent Solarstrom für 47 Prozent der EEG-Vergütung verantwortlich. Allein 2011 würden für die Solarenergie rund acht Milliarden Euro umverteilt – das sind rund 1,6 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde Strom. Dadurch sei die EEG-Umlage, die jeder Stromkunde bezahlen müsse, unter Druck geraten.

Stephan: „Auch unter den neuen Vergütungssätzen muss weiterhin ein vernünftiger Zubau gewährleistet sein. Der Ausbau der Solarkraft bleibt ein wichtiges Ziel. Aber der vereinbarte Zielkorridor von rund 2500 bis 3500 MW pro Jahr darf nicht immer wieder so signifikant überschritten werden. Deshalb wollen wir den Solarmarkt ordnen und keinesfalls kaputt machen." Der Preis für Kleinanlagen sei 2011 nach Branchenangaben um 23,5 Prozent gesunken. Diese Entwicklung werde nun durch die Vergütungsanpassung nachvollzogen. Damit würde die Gewinnspanne der Investoren auf ein vernünftiges Maß gebracht.
Themengebiet: Energie