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25.01.2012 - Land
Umweltministerin Lucia Puttrich stellt Konzept zur Umsetzung der Ziele des Energiegipfels vor

Hessen nutzt die Chancen der Energiewende. Umweltministerin Lucia Puttrich hat heute in Wiesbaden das Maßnahmenkonzept der Landesregierung zur Umsetzung der Ziele des Energiegipfels vorgestellt. „Wir gehen einen machbaren und realistischen Kurs. Wir haben die Verantwortung für nachfolgende Generationen, die Schöpfung zu bewahren und wir sorgen für bezahlbare Energie, weil das dauerhaft unseren Wohlstand sichert. Dazu ergreifen wir nur die Maßnahmen, die umsetzbar und nachvollziehbar sind“, sagte Lucia Puttrich in Wiesbaden. Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen biete riesige Chancen. „Wer gut informiert ist, kann klüger handeln. Deshalb informieren, beraten und fördern wir Bürger, Kommunen, Unternehmen und Betriebe in den Themenbereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz“, sagte Puttrich. Die Information stehe an erster Stelle, weil sie die Grundlage für die Akzeptanz erneuerbarer Energien sei. Die Beratung sei das zweite Standbein der hessischen Initiativen, weil durch eine gezielte Beratung Investitionen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz angestoßen werden. Drittes Standbein des Umsetzungskonzeptes sei die zielgerichtete Förderung. Für Maßnahmen zur Umsetzung der Energiegipfelziele, die in diesem Jahr begonnen werden, stehen Puttrich zufolge insgesamt rund 80 Millionen Euro zur Verfügung.

„Wer ausreichend informiert ist und überzeugend beraten wird, wird sich selbst an der Energiewende beteiligen und entsprechende Investitionen tätigen“, ist die Ministerin überzeugt. Das Land werde die Bürger aufklären und mitnehmen, so Puttrich. Allein für Informations- und Beratungsmaßnahmen seien daher zusätzliche Projekte in einem Umfang von 4,45 Mio. Euro vorgesehen, die in 2012 begonnen werden. Als Beispiele nannte die Ministerin eine Akzeptanzinitiative „Windkraft“ mit Regionalveranstaltungen und eine Informationsinitiative mit einer Anzeigenserie in hessischen Zeitungen, Broschüren und Infotouren, die in der kommenden Woche vorgestellt und gestartet wird. Außerdem wurde das Internetportal neu gestaltet und steht unter www.energieland.hessen.de zur Verfügung. Zusätzlich wird das bestehende Angebot der Hessischen Energiesparaktion erweitert und es werden Aus- und Weiterbildungsinitiativen für Architekten, Planer und Handwerker in diesem Jahr beginnen.

Damit in Hessen Energie Zukunft hat, sind im Umsetzungskonzept besonders innovative, zukunftsorientierte Vorhaben ein Schwerpunkt. „In den Technologiebereichen Wasserstoff, Brennstoffzellen und Speicher kommt es jetzt darauf an, technologische Weichenstellungen vorzubereiten, damit mittelfristig in einem Zeitraum von zehn Jahren marktreife Anwendungen und Produkte zur Verfügung stehen“, sagte Lucia Puttrich. Zusätzlich zu laufenden Projekten sind für Unternehmen und Forschungseinrichtungen Fördermittel in Höhe von 5,35 Mio. Euro in 2012 vorgesehen. Unter anderem wird eine Technologieoffensive des Landes zur Entwicklung und Nutzung neuer Technologien und Verfahren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz gestartet sowie Projekte zum Ausbau der Wasserstofftechnologie angestoßen. „Wir wollen die erneuerbaren Energien voranbringen. Dazu gehört auch, die technische Entwicklung voranzutreiben und die Forschung zu unterstützen“, betonte Puttrich.


















Das Ziel bei der energetischen Sanierung von Gebäuden ist eine Sanierungsrate von 2,5 bis 3 Prozent. „Um die Sanierungsrate entsprechend zu erhöhen, müssen wir Überzeugungsarbeit leisten und als Vorbild vorangehen“, so Puttrich. Im Bereich der energetischen Gebäudesanierung gebe es Technologien, um Einsparerfolge in einer Größenordnung von bis 50 Prozent zu erreichen. „Wir sorgen dafür, dass das Wissen bei den Entscheidern ankommt“, sagte die Ministerin. Ergänzend zu den Informations- und Beratungsleistungen gehe das Land auf Bürger, Kommunen und Unternehmen zu, um dort Investitionen zu fördern. Das Land investiere 160 Millionen Euro in den kommenden Jahren in die eigenen Liegenschaften und werde sich auch bei der Förderung von energetischen Gebäudesanierungen im kommunalen und privaten Bereich engagieren. „Wir werden gemeinsam mit Unternehmen und Handwerk beispielsweise über die Förderung von neuen Heizungsumwälzpumpen in privaten Ein- und Zweifamilienhäusern sprechen. Im Einfamilienhaus kann das den Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren“, sagte Puttrich. „Es ist dringend erforderlich, Förderprogramme bei Bund, Ländern und Kommunen sowie die zuständigen Stellen übersichtlich darzustellen. Daher werden wir noch in diesem Jahr einen hessischen Förderkompass als Internetportal einrichten.“

„Der Erfolg und die Geschwindigkeit hin zu einer sicheren, umweltfreundlichen, bezahlbaren zukünftigen Energieversorgung werden in hohem Maß davon abhängen, dass sich die Gesellschaft mit den notwendigen Maßnahmen identifiziert und jeder in Hessen seinen Beitrag zu einer Verringerung des Energieverbrauchs bzw. zu einem zukunftsfähigen Energiemix leistet“, so Puttrich weiter. Dies erfordere von allen Beteiligten ein fundiertes Wissen, persönliche Handlungsbereitschaft und die Akzeptanz der notwendigen Maßnahmen und Schritte.

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Das Konzept zur Umsetzung der Ziele des Energiegipfels finden Sie hier als PDF zum Download.

Weitere Informationen stehen außerdem unter www.energieland.hessen.de zur Verfügung.

Themengebiet: Energie