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20.09.2011 - Land
Generalsekretär Peter Beuth im Interview: "Wir ringen gemeinsam um den richtigen Weg"
CDU-Generalsekretär Peter Beuth hat mit hr-online über die Regionalkonferenz der CDU Deutschlands am gestrigen Abend in Alsfeld gesprochen. Er machte deutlich, dass die Regionalkonferenz ein guter Beitrag sei, um gemeinsam in der Union um den richtigen Weg zu ringen. Dabei müsse nach Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft gesucht werden.

Lesen Sie hier das komplette Interview:

hr-online: Herr Beuth, die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der CDU-Regionalkonferenz in Alsfeld drei Stunden mit der Basis diskutiert. Welche Wirkung hat das?

Peter Beuth: Sie hat zunächst gezeigt, dass sie die Basis ernst nimmt. Das war ein wichtiges Signal. Ich finde auch, sie hat hier einen sehr überzeugenden Auftritt hingelegt. Man hat gemerkt, dass sie in der Lage war, die Parteibasis auch bei den schwierigen Themen, die wir in diesen Tagen in Deutschland zu besprechen haben, mitzunehmen.

hr-online: Fällt es der hessischen CDU jetzt leichter, dem Kurs der Kanzlerin zu folgen?

Peter Beuth: Wir stehen ja nicht gegen die Kanzlerin. Wir ringen gemeinsam mit der Kanzlerin und der Bundes-CDU um den richtigen Weg – und der Abend war ein guter Beitrag dazu. Es sind ja schwierige Themen, die wir zu behandeln haben - vom Euro-Rettungsschirm über all die anderen Fragen.

hr-online: Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Christean Wagner, war aber im Vorfeld und auch bei der Konferenz einer der Kritiker der Kanzlerin. Also gibt es doch weiter Gegenwind aus Hessen?

Peter Beuth: Es gibt keinen Gegenwind aus Hessen, sondern immer einen konstruktiven Beitrag, den wir versuchen zu leisten, um unsere Partei insgesamt auf einen guten Weg zu führen. Denn wir sind natürlich nicht zufrieden damit, was wir im Moment in Umfragen und auch in Wahlen an Ergebnisse erzielen. Wir leisten einen Beitrag dazu, dass sich das verbessert. Das hat Christean Wagner bei der Regionalversammlung deutlich gemacht. Und das werden wir auch in den Gremien und in der Zukunft immer wieder deutlich machen.
 
 
hr-online: Besonders heftigen Beifall gab es, als Redner der CDU-Basis die FDP-Bundesminister Philipp Rösler und Guido Westerwelle scharf kritisierten. Befürchten Sie, dass die Zusammenarbeit mit der FDP in Wiesbaden schwerer wird?

Peter Beuth: Ich glaube, dass wir in Wiesbaden eine gute Zusammenarbeit pflegen. Und dass wir unbeeindruckt von den Querelen, die es in Berlin gibt, hier weiter ordentlich unsere Arbeit machen. Da habe ich überhaupt keine Bedenken.

hr-online: Hessens FDP-Vorsitzender Jörg-Uwe Hahn hat Merkel gerade erst kritisiert.

Peter Beuth: Herr Hahn trägt ja, wie auch einige von uns, immer unterschiedliche Hüte, mal auf der Bundesebene, mal auf der Landesebene. Das hat keinen Einfluss auf unsere Zusammenarbeit in Wiesbaden. Da bin ich mir sicher. Wir werden uns da nicht anstecken lassen.

hr-online: Sie haben als Generalsekretär der CDU in Hessen eine "Zukunftswerkstatt 2025" gestartet. Hat die Partei angesichts der aktuellen Herausforderungen den Kopf frei für solch grundsätzliche Fragen?

Peter Beuth: Wir müssen das Tagesgeschäft bewältigen. Das macht unsere Politik in Wiesbaden und Berlin aus. Aber wir müssen uns daneben mit Fragen beschäftigen, die deutlich darüber hinausgehen. Dafür ist die "Zukunftswerkstatt 2025" da. Es gibt viele Themen, die unabhängig von der Tagesaktualität zu bewältigen sind, zum Beispiel das Thema demografischer Wandel. Da gibt es keine einfachen Antworten. Da muss man darüber nachdenken und Gelegenheit zum Austausch geben. Wir haben – auch über unser Internet-Portal – schon viele Ideen sammeln können.

Die Fragen stellte Frank van Bebber.
Themengebiet: CDU, Interview