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15.06.2016 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Start für „Pakt für den Nachmittag“ im Main-Taunus-Kreis

Der Main-Taunus-Kreis startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weitere Schulträgerregion in den ‚Pakt für den Nachmittag‘. Der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Wolfgang Kollmeier unterzeichneten heute in der Pestalozzischule in Kelkheim die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und dem Landkreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen.

Start an fünf Grundschulen

„Ich freue mich heute hier in Kelkheim zu sein und den Startschuss für den Ganztagsausbau im Main-Taunus-Kreis geben zu können. Fünf Grundschulen werden ab dem kommenden Schuljahr dabei sein. Wir wollen damit die Anstrengungen von Land, kommunalen Partnern und Schulgemeinden bündeln und ein attraktives, regionales und vielfältiges Bildungsangebot schaffen“, erklärte Kultusminister Lorz. „Unser ‚Pakt für den Nachmittag‘ gewährleistet genau dies und bringt uns dem Wunsch vieler Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine bessere individuelle Förderung für die einzelnen Schüler wieder ein Stück näher.“

Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Wolfgang Kollmeier ergänzte: „Wir haben die Ganztagsangebote an den Schulen im Main-Taunus-Kreis in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Daran knüpft der ‚Pakt‘ an. Ins Ganztagsprogramm des Landes sind bereits 13 unserer Grundschulen – also ein gutes Drittel – aufgenommen worden. Sie bieten am Nachmittag zum Beispiel Förderkurse und Arbeitsgemeinschaften an. Das wollen wir mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ noch ausbauen. So entwickeln die ‘Paktschulen‘ neue Zeitpläne, in denen  Vor- und Nachmittag stärker als bisher verbunden werden und sich Zeiten für Unterricht, Bewegung, Frei- und Lernzeit abwechseln.“

Ein wichtiger Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Main-Taunus-Kreis genauso gelten wie andernorts. Der Kultusminister betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter.“ Wichtig sei, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt oder gestrichen werden, sondern die schon bestehenden vielmehr ergänzt und besser miteinander verzahnt würden.

Der Main-Taunus-Kreis startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit fünf Grundschulen im Pakt für den Nachmittag. Diese sind:

  • Pestalozzischule Kelkheim
  • Grundschule Süd-West Eschborn
  • Lindenschule Kriftel
  • Regenbogenschule Hattersheim
  • Weinbergschule Hochheim

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie die Kommunen, Fördervereine, Kirchen, örtliche Vereine und die Feuerwehr werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein. 

Themengebiet: Bildung, Schule