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13.06.2016 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz : „Pakt für den Nachmittag“ wird von Schulen und Eltern sehr gut angenommen

„Die vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, dass der ‚Pakt für den Nachmittag‘, das größte Programm zum Ausbau von Ganztagsangeboten, das es je in Hessen gab, in den Schulen und bei den Eltern sehr gut angenommen wurde und immer noch wird“, sagte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute im Rahmen der Auftaktveranstaltung für die neu am Pakt teilnehmenden Schulen und Schulträger im Spenerhaus in Frankfurt. „Bereits vor rund einem Jahr haben wir uns hier in Frankfurt getroffen, um den Startschuss für den ‚Pakt für den Nachmittag‘ zu geben. Heute ist daher ein guter Zeitpunkt, allen bisherigen Pilot-Schulträgern für ihren Mut und ihr  Engagement zu danken. Gleichzeitig möchte ich heute aber vor allem auch die zehn Schulträger herzlich begrüßen, die wir für das kommende Schuljahr neu hinzu gewinnen konnten. Bereits ein Jahr nach der Einführung konnten wir mit der Hälfte aller Schulträgerregionen in Hessen Kooperationsvereinbarungen schließen. Dies belegt eindrucksvoll, dass sich das Programm auf der Erfolgsspur befindet.“

Rückblick auf das erste Jahr „Pakt für den Nachmittag“

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung begrüßte der Kultusminister aber nicht nur die zehn neuen Schulträger, sondern blickte in einer Diskussionsrunde unter dem Motto „Was haben wir in der Pilotphase gelernt?“ gemeinsam mit den Bildungsdezernentinnen und  -dezernenten Anne Janz (Stadt Kassel), Christiane Schmahl (Landkreis Gießen), Sarah Sorge (Frankfurt) und Rafael Reißer (Darmstadt) auf ihre Erfahrungen aus dem ersten Jahr „Pakt für den Nachmittag“ zurück. „Wir sind froh über die vielen Rückmeldungen, die wir von den Pilotschulträgern erhalten haben. Diese sind für uns eine wichtige Grundlage, den Pakt stetig weiterzuentwickeln und bis zum Ende der Legislaturperiode alle Schulträger in Hessen ins Boot zum Ausbau der Ganztagsbetreuung an hessischen Grundschulen zu holen.“

Zehn neue Schulträger zum Schuljahr 2016/17

Zum Schuljahr 2016/17 kommen mit den Landkreisen Groß-Gerau, Main-Taunus, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg, Hochtaunus, Offenbach, Waldeck-Frankenberg und den Städten Gießen, Offenbach und Wiesbaden zehn neue Schulträger hinzu. Aus diesen zehn Regionen steigen insgesamt 45 Grundschulen in das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote ein. Zusammen mit weiteren Anmeldungen aus den bisherigen Schulträgern und den bereits in diesem Schuljahr gestarteten Schulen nehmen im kommenden Schuljahr 122 Schulen beim Pakt für den Nachmittag teil.

Kern der Vereinbarung

Das Land stellt die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht. Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote vor Ort werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. „Wir werden auch 2016/17 insgesamt 230 Stellen für den Ausbau der Ganztagsangebote zur Verfügung stellen, davon allein rund 180 für die Schulen im ‚Pakt für den Nachmittag‘“, so Lorz und ergänzte: „Wir möchten den Pakt dort anbieten, wo die Nachfrage dafür vorhanden ist und wir auf lokale und bereits gefestigte Strukturen aufbauen können. Daher ist uns die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen sowie den freien Trägern von Betreuungsangeboten besonders wichtig, die wichtigste Eigenschaft des ‚Pakts für den Nachmittag‘.“

Freiwilligkeit als Grundprinzip

An die neuen und alten Schulträger gerichtet sagte Lorz abschließend: „Lassen Sie uns in gleicher Weise weitermachen und zusammenarbeiten, wie wir es in den zurückliegenden Monaten der Vorbereitung bzw. im ersten Jahr des Pakts bereits getan haben. Wir stülpen Eltern und Schülern die Nachmittagsangebote nicht von oben verpflichtend über, sondern stellen die Freiwilligkeit als Grundprinzip in den Vordergrund. Denjenigen, die mehr Bildungs- und Betreuungsangebote wünschen, stellen wir entsprechende Angebote zur Verfügung. Dieses Vorgehen funktioniert an den Paktschulen in vorbildlicher Weise. Davon habe ich mir bei vielen Schulbesuchen selbst ein Bild machen können.“

Themengebiet: Bildung, Schule, Betreuung