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10.06.2016 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann: Etwas Bleibendes geschaffen - Bundesverdienstkreuz am Bande für Wilhelm Schulte

"Mit Ihrem außerordentlich großen handwerklichem Wissen und Können in der Orthopädieschuhtechnik haben Sie nicht nur vielen Menschen geholfen, Sie haben ihnen oft auch die Lebensqualität zurückgegeben. Ihr handwerkliches Geschick haben Sie stets dazu genutzt, um Techniken zu verbessern und Innovationen zu entwickeln. Sie haben ein Berufsleben zum Wohle der Menschen hinter sich, darauf können Sie sehr stolz sein“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Wilhelm Schulte wurde 1942 in Oberhausen geboren. Nach einer Orthopädie-Schuhmacherlehre erwarb er 1968 den Meisterbrief. Seitdem betreibt er eine Orthopädieschuhmacherei in Kassel. Sein Lebenswerk ist eng mit der Weiterentwicklung der Orthopädieschuhtechnik und der Ausbildung des Berufsnachwuchses verbunden.

Engagement in der Landesinnung für Orthopädietechnik

Nach der Meisterprüfung hat sich Herr Schulte in verschiedenen Positionen ehrenamtlich bei der Landesinnung für Orthopädietechnik eingebracht. 1997 wurde er zum Obermeister der Innung gewählt. Dieses Amt übte er bis zum altersbedingen Ausscheiden 2012 aus. In dieser Zeit hat er den Strukturwandel der Innung maßgeblich mitgeprägt.

Herrn Schultes Augenmerk galt der Ausbildung des Berufsnachwuchses sowohl in seinem eigenen Betrieb, in dem er selbst zahlreiche junge Menschen ausgebildet hat, als auch der Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte des Gesundheitshandwerks Orthopädieschuhtechnik insgesamt. Besonders hervorzuheben ist auch die Errichtung des Bildungszentrums für Orthopädie-Schuhtechnik Südwest („B-O-S-S“). Dem berufspolitischen Weitblick Herrn Schultes ist die Realisierung dieser modernen zukunftsweisenden Schule in Langen zu verdanken.

In den Jahren 1998 bis 2011 war Herr Schulte als ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Fachverband für Orthopädie-Schuhtechnik Südwest engagiert. Die hohe Qualität der orthopädischen Versorgung in Deutschland ist weltweit anerkannt, wozu er in hohem Maße beigetragen hat.

Engagement auf Bundesebene und international

Neben seinem Engagement in der Landesinnung Hessen war Wilhelm Schulte auch auf Bundesebene aktiv. 1998 wurde er zum Präsidenten des damaligen Bundesinnungsverbandes Orthopädietechnik gewählt, der inzwischen in den Zentralverband Gesundheitshandwerk Orthopädie umbenannt wurde. In dieser Zeit hat er sich insbesondere beim Bundesministerium für Gesundheit für die technologische Weiterentwicklung der modernen orthopädie-technischen Versorgung eingesetzt. In dieser Zeit als Präsident war Herr Schulte Vertreter Deutschlands im Internationalen Verband Orthopädieschuhtechnik aktiv. Von 2000 bis 2003 war er dort Vizepräsident. In dieser Funktion konnte er sich zu einem weltweit renommierten Vertreter seines Fachs entwickeln.

„Sehr geehrter Herr Schulte, Ihr Wissen und Können haben Sie immer auch an die Jugend weitergeben. Damit haben Sie etwas Bleibendes geschaffen. Sie sind nicht nur für Ihrem Berufsstand der Orthopädietechnik, sondern auch darüber hinaus ein Vorbild für den Mittelstand. Denn Sie verkörpern Herzblut, Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Weitsicht“, so Eva Kühne-Hörmann.

Themengebiet: Auszeichnung