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09.06.2016 - Land
Innen- und Sportminister Peter Beuth: Stipendiaten sind unverzichtbare Stützen für den Bestand und die Weiterentwicklung des organisierten Sports in Hessen

Der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth hat in Wiesbaden das Dr. Horst Schmidt-Jugendsport-Stipendium an fünf Nachwuchssportler aus Wiesbaden, Hanau, Babenhausen, Bad Nauheim und Kassel verliehen. Die Stipendien sind mit je 2.000 Euro dotiert und gehen an junge Ehrenamtliche, die noch im Studium oder in der Ausbildung sind und sich in ihren Sportvereinen für andere einsetzen. 

„Alle Stipendiaten sind unverzichtbare Stützen für den Bestand und die Weiterentwicklung des organisierten Sports in Hessen. Es ist für mich eine große Freude zu sehen, dass sich hessenweit junge Menschen mit tollen Ideen und hohem Einsatz ehrenamtlich engagieren. Neben ihrer beruflichen Ausbildung stellen sie ihr Können und Wissen in ihrer Freizeit anderen jungen Menschen freiwillig zur Verfügung und sind damit sportliche Vorbilder für alle Altersklassen“, sagte der Minister bei der feierlichen Verleihung im Hessischen Landtag.

Das Dr.-Horst-Schmidt-Stipendium erinnert an den ehemaligen Hessischen Sozialminister Dr. Horst Schmidt, der von 1969 bis zu seinem tragischen Unfalltod im Oktober 1976 dem hessischen Kabinett angehörte. Das Förderprogramm hat einen festen Platz in der Sportförderpolitik der Hessischen Landesregierung und ist Teil einer Anerkennungskultur für ehrenamtlich aktive junge Frauen und Männer. „Unsere Stipendiaten übernehmen als Übungsleiter und Trainer Verantwortung für den Nachwuchs und begleiten sie oft über viele Jahre in den Vereinen. Dabei vermitteln sie noch viel mehr als Fitness und sportliche Fertigkeiten: Sie tragen dafür Sorge, dass junge Menschen von Kindesbeinen an die Werte von Fairness, Teamgeist und sozialem Miteinander mit auf den Weg bekommen“, so Peter Beuth.

 

Die Stipendiaten 2016

Luca Großmann, Wiesbaden

Luca Großmann ist 22 Jahre alt und kommt aus Wiesbaden. Er studiert Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Seit seinem elften Lebensjahr ist das Luftgewehrschießen seine sportliche Leidenschaft. Seit 2011 engagierte er sich in seinem Schützenverein SV Igstadt 1965, erst als Jugendsprecher, ab 2015 dann als Jugendleiter. Durch sein Engagement konnte der Verein die aktuell größte und erfolgreichste Jugendabteilung im Schützenkreis Wiesbaden aufbauen. Auch bei der hessischen Schützenjugend brachte er eigene Ideen ein und engagiert sich für das öffentliche Erscheinungsbild der Schützenjugend innerhalb eines Arbeitskreises, der bei Wettkämpfen, Infoständen und anderen Projekten unterstützend tätig ist. Im Jahr 2012 wurde er in das Amt des Landesjugendsprechers gewählt, in dieser Funktion übernimmt er bis heute wichtige administrative und repräsentative Aufgaben. Seit 2014 gehört er auch dem Arbeitskreis für Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Schützenjugend an, in dem Ideen für eine bessere Außendarstellung der Deutschen Schützenjugend erarbeitet und Info- und Aktionsstände bei diversen Großveranstaltungen, wie der Jugendmesse „YOU“ in Berlin oder dem Deutschen Turnfest, geplant und durchgeführt werden. Parallel ist Luca Großmann seit sechs Jahren auch als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Igstadt ehrenamtlich für seine Mitmenschen im Einsatz.

Sindi Sina, Hanau
Die 21-jährige Sindi Sina aus Hanau absolviert eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau bei der Turngemeinde 1837 Hanau. Seit ihrer Kindheit widmet sie sich dem Sport und hat im Turnen in der Sparte „Rope Skipping“ ihr Steckenpferd gefunden, das sie seit 2020 bei der TG Hanau betreibt. Nach herausragenden Erfolgen in dieser Sportart erwarb sie 2013 den Fachübungsleiterschein sowie in 2014 im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres der Sportjugend Hessen die Trainer C-Lizenz für Breitensport für Kinder und Jugendliche. Seit 2013 trainiert sie die Hanauer Rope Skipping-Wettkampfgruppe 14plus, 2013 und 2014 war sie Trainerin von Nachmittagsangeboten Sport und Rope Skipping an Schulen, darunter auch eine Inklusionsschule. Zeitgleich war sie im Jahr 2014 Trainerin des Hessenkaders Rope Skipping sowie seit 2014 Trainerin des Mittelrheinischen Kaders Rope Skipping und leitet darüber hinaus der Rope Skipping AG an der Brüder-Grimm-Schule in Hanau. Für zwei Jahre hat sie eine Behindertensportgruppe der TG Hanau trainiert und ist weiterhin in verschiedenen Gruppen der Turnabteilung als Übungsleiterin tätig. Seit zwei Jahren ist sie zudem Bundes- und Landeskampfrichterin im Rope Skipping.

Marvin Stoeckel, Babenhausen
Marvin Stoeckel kommt aus Babenhausen und ist laut eigener Aussage „Ringer mit Leib und Seele“. Der 26-Jährige studiert Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt. Mit fünf Jahren begann er seine Ringerkarriere beim Athletik-Sport-Verein Schaafheim. Dort engagiert er sich seitdem sich in vielen Aufgabenbereichen: Als Mannschaftssprecher vertritt er die Interessen der Ersten und Zweiten Mannschaft gegenüber den Trainern sowie dem Vorstand, in dieser Eigenschaft organisiert er auch mannschaftsinterne Ausflüge und Urlaube. Als Pressewart kümmert er sich zudem um Berichte von Turnieren, Saisonwettkämpfen und weiteren Veranstaltungen. Er erstellr die Saisonzeitschrift in kompletter Eigenregie und pflegt den Facebook-Auftritt des Vereins. Als Übungsleiter trainiert er eine Jugendgruppe und betreut sie bei Turnieren sowie Trainingslagern. Weiterhin engagiert er sich im Kerbeausschuss.

Jessica Orszak, Bad Nauheim
Die 24-jährige Jessica Orszak aus Bad Nauheim studiert Biologie, Sport und Philosophie auf Lehramt an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 18 Jahren ist sie aktive Tennisspielerin und derzeit in der ersten Damenmannschaft der Tennisgemeinschaft Dörnigheim auf Bezirksoberliga-Ebene erfolgreich am Ball. In ihrem Verein bringt sie als C-Lizenz-Trainerin Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das Tennisspielen bei. Die Jüngsten sind Kinder im Alter von vier Jahren, sie trainiert auch Jugendliche der Altersstufen neun bis 17 Jahre sowie die dritte Damenmannschaft des Vereins. Zusätzlich zu diesem Engagement leitet sie Tennisarbeitsgemeinschaften im Rahmen pädagogischer Mittagsbetreuungen. Im Jahr  2014 hat sie eine Softtennis-Arbeitsgemeinschaft an einer Schule in Frankfurt angeboten und dem Deutschen Softtennis Verband geholfen, bekannter zu werden, in 2015 nahm sie als Softtennisspielerin sogar an der Amateur-Weltmeisterschaft in Indien teil. Neben dieser Vereinsarbeit hat sie im vergangenen Jahr federführend mit dem Tennisverein an dem Projekt „Sport und Flüchtlinge“ der Sportjugend Hessen teilgenommen. Zur Erweiterung ihrer Qualifikation erwarb sie über die C-Trainer-Lizenz im Tennis hinaus verschiedene andere Zertifikate, dazu gehören beispielsweise Katamaran-Segeln, Zertifikate der Heidelberger Ballschule, Fortbildung in der Kinderleichtathletik, der Kletterschein an Schulen  sowie das Projekt „Ernährung und Bewegung“ der Sportjugend Hessen. Mit großer Leidenschaft leitet sie regelmäßig Sommer- sowie Winterfreizeiten als Teamerin bei der Sportjugend Hessen und engagiert sich für den gemeinnützigen Verein CISV, der für Friedenserziehung und internationale Jugendbegegnungen steht. Mit dieser Friedenserziehung fuhr sie für einen Monat nach Costa Rica, um dort ein Dorf mit 72 Kindern zu betreuen.

Setare Torkieh, Kassel
Setare Torkieh ist 19 Jahre alt und kommt aus Kassel. Sie studiert Medizin an der Uni-Göttingen und war im Sportbereich als Schwimmerin und mittlerweile als Schwimmtrainerin aktiv. Seit 2012 ist sie in diversen Vereinen in Kassel als Schwimmtrainerin tätig, wobei Sie für die Turn- und Sportgemeinde 1887 Kassel-Niederzwehren lange Zeit selbst aktive Schwimmerin waren. Ihre Vereinstätigkeit ist vielfältig aufgestellt: Wöchentlich bringt sie verschiedenen Gruppen das Schwimmen bei, das Spektrum reicht dabei von der Wassergewöhnung über anfängliche Grundtechniken bis hin zu leistungsbezogenem Training und Vorbereitung auf Wettkämpfe. Zusätzlich trainiert sie eine Breitensportgruppe, deren Ziel in der generellen sportlichen Betätigung liegt. Für ihren Verein, die TSG Kassel-Niederzwehren, organisiert sie außersportliche Aktivitäten, wie z. B. Fahrradtouren und Kinobesuche. Seit 2015 bietet sie für die Wassersportvereinigung Cassel einen zehnstündigen Kurs im Bereich des Familienschwimmens an. Neben diesem bereits bemerkenswerten Einsatz findet sie auch noch die Zeit, sich im Programm „Integration durch Sport“ für den Landessportbund Hessen einzubringen. Hier bringt sie seit 2014 Frauen und Kindern mit Migrationshintergrund den Schwimmsport und generelle Vereinsstrukturen näher.

Themengebiet: Sport, Sportförderung