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06.06.2016 - Land
Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner: Hessenweit sehr gut strukturiert und aufgestellt durch Gemeinschaftsleistung

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute die Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Kronberg besucht, um sich dort gemeinsam mit Landrat Ulrich Krebs, Kronbergs Bürgermeister Klaus E. Temmen und Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Darmstadt) über die Flüchtlingsunterkunft und das ehrenamtliche Engagement der dort arbeitenden Helferinnen und Helfer zu informieren. „Im Namen der Hessischen Landesregierung möchte ich Ihnen allen hier heute sehr herzlich danken. Ohne die Landkreise, Städte und Kommunen sowie die ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Hilfsorganisationen, die Feuerwehren und viele andere mehr, hätten wir die Mammutaufgabe in 2015 nicht stemmen können, allen Flüchtlingen in Hessen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Und  ich danke den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Regionalverbandes Rhein-Main der Johanniter Unfallhilfe (JUH) für das große Engagement hier in der Einrichtung. Dass wir 2016 hessenweit sehr gut strukturiert und aufgestellt sind, hat mit dieser Gemeinschaftsleistung zu tun“, so Grüttner in Kronberg.

Standort in Kronberg für 600 Flüchtlinge ausgelegt

Der Minister stellte besonders heraus: „Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Unterstützung für die Flüchtlinge weder in den ersten Monaten vor Entscheid über den Asylantrag, noch die Integration vor Ort nach positivem Entscheid denkbar.“ Grüttner erläuterte, dass der Standort in Kronberg für 600 Flüchtlinge ausgelegt worden sei. Zurzeit befänden sich 211 Personen (Stand 3.6.2016) in der Unterkunft.

Der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, zeigt sich bei dem Besuch der Flüchtlingsunterkunft sehr zufrieden: „In Kronberg ist ein gutes Ergebnis von gemeinsamer Arbeit für Land, Kreis, Stadt und die Schutzsuchenden aus den Kriegsgebieten entstanden. Ohne die wertvolle Hilfe und den großartigen Einsatz der Ehrenamtlichen, die in den Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten derzeit den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft des Landes Hessen in Kronberg in solch einer Situation mit tragen, hätte eine solche Struktur nicht aufgebaut werden können.“

Bürgermeister Klaus E. Temmen teilte mit, dass die Einrichtung der HEAE Außenstelle am „Oberen Aufstieg“ ist in der Stadt Kronberg im Taunus auf große Akzeptanz gestoßen. „Sicher war hier die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: Land, RP, Kreis, Kommune, Johanniter Unfallhilfe, insbesondere im Rahmen der Bürger- und Anliegerinformationsveranstaltungen ein wichtiger Faktor, um die notwendige Transparenz und Akzeptanz zu schaffen. Seit der Inbetriebnahme der HEAE pflegen wir als Stadt einen engen und regelmäßigen Kontakt zu Einrichtung und Betreiber und es freut mich, dass das große ehrenamtliche Engagement der Flüchtlingshilfe Kronberg in die HEAE hinein reicht und die Menschen auch Teil des täglichen Stadtlebens sind“, so der Bürgermeister abschließend.

„Ich zolle den engagierten Bürgerinnen und Bürgern größten Respekt"

Im Regierungspräsidium ist man über die vielen ehrenamtlichen Aktivitäten erfreut. „Ich bin den engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Arbeit sehr dankbar und zolle ihnen den größten Respekt. Sie helfen nicht nur den einzelnen Flüchtlingen, sondern leben Toleranz und Vielfalt in unserem demokratischen Gemeinwesen vor“, ergänzte die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid.

Bei einem Rundgang durch das Gebäude besuchte der Minister insbesondere die Sanitätsstation, den Kindergarten und den Jugendraum sowie den von Flüchtlingen betriebenen Friseursalon. In Kronberg werden Flüchtlinge außerdem von dem sehr engagierten Hausmeister in die tägliche Arbeit miteingebunden; sie beteiligen sich an Gartenarbeiten und üben unter seiner Anleitung handwerkliche Tätigkeiten aus. Der Minister informierte sich weiter über die Sozialarbeit wie Sprach- und Integrationskurse, Eltern-Kind Betreuung, Musik-, Bastel- und Sportangebote, die dort mit wesentlicher Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer die Begegnung mit der neuen Kultur und ihre Vermittlung erleichtern. Er eröffnete offiziell das von den Bewohnern selbst eingerichtete „Begegnungscafé“, dessen Mobiliar sich aus Spenden zusammensetzt. Grüttner begrüßte Kontingentflüchtlinge aus Kronberg, die ehrenamtlich in der Flüchtlingsunterkunft tätig sind und den neuen Bewohnern Werte und Umgangsformen unserer Gesellschaft vermitteln. Daneben geben sie ihnen Tipps über Aktivitäten in der näheren Umgebung. Der lobte die Stadt Kronberg für die Einrichtung einer  Begegnungsstätte in der Innenstadt, in der sich Flüchtlinge aus der Erstaufnahme mit Bürgerinnen und Bürgern treffen können, um einander kennenzulernen und so eventuelle Vorurteile und Barrieren abzubauen.

Malkurse und musikalische Abende

Große Bedeutung sei auch der Zusammenarbeit von staatlichen Stellen mit den Bürgerinnen und Bürgern beizumessen, betonte Grüttner. Gemeinsam mit der Bischof-Neumann-Schule entstehe ein Projekt, bei dem die Flüchtlinge in entspannter Atmosphäre malen und sich über das Erlebte mit den Schülern austauschen können. Künstlerinnen bieten darüber hinaus regelmäßig Malkurse für Kinder und Erwachsene an. Musikalische Abende werden einmal pro Monat von der Deutschen Bank Stiftung organisiert, bei denen Musiker interaktiv mit den Flüchtlingen musizieren.

„Diese Einrichtung zeigt, wie viele andere in Hessen, dass wir alle miteinander sehr viel weiter sind als in 2015. Hier laufen viele der so wichtigen integrativen Elemente, denn Integration hat immer zwei Seiten: die Flüchtlinge sollen willkommen sein, aber auch unsere Werte und Kultur kennenlernen, anerkennen und wertschätzen. All das wird hier in Kronberg – auch in Verbindung zur Kommune – gelebt und wird einen Teil beitragen, dass Integration auch nach der Zuweisung aus der Landeseinrichtung in die Kommune gelingen kann“, so Grüttner abschließend.

Themengebiet: Ehrenamt, Integration, Flüchtlinge