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Aktuelles

03.06.2016 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz : „Pakt für den Nachmittag“ dient besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Hochtaunuskreis startet im kommenden Schuljahr 2016/17 als weitere Schulträgerregion in den „Pakt für den Nachmittag“. Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Landrat Ulrich Krebs unterzeichneten heute in der Grundschule an der Wiesenau in Neu-Anspach die Kooperations­vereinbarung zwischen dem Land und dem Kreis für das Programm zum Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Grundschulen. „Ich freue mich, heute hier in Neu-Anspach zu sein und den Startschuss für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot im Hochtaunuskreis geben zu können. Die Unterzeichnung des ‚Pakts für den Nachmittag‘ ist ein guter und wichtiger Tag für die Schullandschaft hier im Kreis“, stellte Kultusminister Lorz im Rahmen eines kurzen Grußwortes zufrieden fest und ergänzte: „Ich bin der festen Überzeugung, dass es in einer sich veränderten Gesellschaft die gemeinsame Aufgabe von Land und Schulträger ist, dem Wunsch vieler berufstätiger Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gerecht werden. Und genau dies leistet der Pakt und bündelt nun erstmals die Anstrengungen von Land, kommunalen Partnern und Schulgemeinden in einem gemeinsamen Projekt. Darauf können alle beteiligten Akteure stolz sein!“

Ein effektiveres Bildungs- und Betreuungsangebot

Der Landrat und Schuldezernent des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs, begrüßte die Zusammenarbeit und die damit verbundene gemeinsame Verantwortung von Land und Kreis sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einzusetzen und betonte: „Ich bin froh darüber, dass von unseren 39 Grundschulen im Landkreis alle drei Schulen, die sich um die Aufnahme in den Pakt für den Nachmittag beworben hatten, vom Hessischen Kultusministerium auch berücksichtig werden konnten. Mit unserer heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung geben wir den Startschuss für ein noch effektiveres Bildungs- und Betreuungsangebot in unserem Landkreis. Unser Bestreben wird es sein, auch an weiteren Grundschulen passende Bildungs- und Betreuungsangebote zu schaffen, damit weitere Familien die Chance eröffnet wird, Beruf und Familie mit attraktiven Rahmenbedingungen miteinander zu vereinbaren und davon profitieren. Insbesondere darf ich herzlich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Fachbereich Schule und Betreuung und der KiT GmbH danken, die in Rekordzeit mit den Schulen, den beteiligten Kommunen und den Betreuungseinrichtungen Konzepte, Rahmenvereinbarungen und die entsprechenden Beschlüsse vorbereitet haben, damit die drei Paktschulen pünktlich zum neuen Schuljahr 2016/2017 mit dem erweiterten pädagogischen Betreuungsangebot starten können.“

Im Rahmen des „Pakts für den Nachmittag“ stellt das Land  die personellen Ressourcen in Form von Lehrerstellen zur Verfügung und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot, das hohen pädagogischen Standards entspricht, die im Hochtaunuskreis genauso gelten wie andernorts. Der Kultusminister betonte, dass mit dem Pakt erstmals gemeinsame Angebote von Land und Kommunen geschaffen würden: „Auf diese Weise entwickeln wir die ganztägig arbeitende Schule aus einer Hand und mit einem gemeinsamen Konzept weiter. Uns ist besonders wichtig, dass beim ‚Pakt für den Nachmittag‘ keine bestehenden Angebote verdrängt werden, sondern die schon bestehenden etablierten Strukturen ergänzt und noch besser miteinander verzahnt werden.“

Start mit drei Grundschulen

Der Hochtaunuskreis startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit drei Grundschulen in den „Pakt für den Nachmittag“. Diese sind:

  • Landgraf-Ludwig-Schule, Bad Homburg
  • Jürgen-Schumann-Schule, Schmitten
  • Grundschule an der Wiesenau, Neu-Anspach

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr. Der Schulträger leistet seinen Beitrag rechnerisch für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wie die Musikschule Hochtaunus, der Rotary-Club Bad Homburg, ortsansässige Feuerwehren sowie die evangelische und katholische Kirche werden in die Angebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule. Insgesamt stellt das Land für den Pakt für den Nachmittag im kommenden Schuljahr bis zu 180 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Hintergrund:

Der „Pakt für den Nachmittag“ begann im laufenden Schuljahr (2015/16) zunächst in sechs Pilotregionen: Mit Frankfurt, Kassel und Darmstadt sowie Gießen-Land, Darmstadt-Dieburg und Bergstraße waren dafür drei Großstädte und drei Landkreise als Pilotschulträger ausgewählt worden.  Zum kommenden Schuljahr steigen zehn weitere Schulträgerregionen ein, so dass dann die Hälfte aller hessischen Schulträger am Pakt teilnehmen wird. Mit dem Pakt sollen innerhalb von fünf Jahren an allen Grundschulen, die dies wünschen, gemeinsame Ganztagsangebote von Land und Kommunen eingerichtet werden. Das Ganztagsangebot wird bedarfsorientiert aufgestellt und erstmals ist eine Ferienbetreuung integraler Bestandteil. Insgesamt werden nach jetzigem Stand 122 Grundschulen in 16 Schulträgerregionen dabei sein.

Themengebiet: Schule, Betreuung