Herzlich Willkommen
bei der CDU Hessen

Aktuelles

25.05.2016 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Kompetenzzentrum bietet höchstes medizinisches Niveau in Rhein-Main

Der Hessische Gesundheitsminister, Stefan Grüttner, gab heute die Umbenennung des "Frankfurter Kompetenzzentrums für hochkontagiöse lebensbedrohliche Erkrankungen“ in "Kompetenzzentrum für Hochpathogene Infektionserreger“ bekannt. Das Zentrum stehe für „Spitzenmedizin in Rhein-Main“.  „Bei dem ersten SARS Fall in Europa, der Bewältigung des ersten Ebola-Falls in Deutschland und in diesem Jahr mit der Versorgung eines mit dem Lassa-Fieber in Deutschland infizierten Patienten konnte das an der Universitätsklinik Frankfurt angesiedelte Kompetenzzentrum seine Erfahrungen auf höchstem medizinischen Niveau unter Beweis stellen“, so der Minister.

Beschäftigung mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten

Der neue Name stellt nun klar, dass sich das Zentrum auch mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten beschäftigt, die zwar ansteckend aber nicht „hochkontagiös“ sind. Damit gemeint ist das Maß der Übertragungsfähigkeit eines Krankheitserregers, also wie leicht oder schwer sich dieser auf den verschiedenen erregertypischen Infektionswegen übertragen lässt. Durch Weiterentwicklungen in der wissenschaftlichen Forschung über hochpathogene Erreger ist die jetzige Bezeichnung spezifischer und genauer.  „Das mit einem neuen Namen versehene Kompetenzzentrum steht wie gehabt jederzeit für die Aufnahme von Patienten mit ansteckenden und schweren Infektionserkrankungen zur Verfügung. Mit dem Flughafen als internationalem Verkehrsknotenpunkt bietet sich der Standort Frankfurt am Main an, um den globalen Herausforderungen im Gesundheitsbereich zu begegnen“, erläuterte der Minister.

Das im Jahr 2001 errichtete Zentrum besteht  aus der Isolierstation im Frankfurter Uniklinikum zur Behandlung der Patienten und aus einem engen Netzwerk zwischen dem Gesundheitsamt zum Bevölkerungsschutz und der Feuerwehr in Frankfurt für den Transport der Patienten. Dazu gehört ebenfalls das  Hochsicherheitslabor in Marburg,  für die Diagnostik. Alle Einrichtungen sich mit fachlich versiertem Personal besetzt und 24 Stunden täglich erreichbar. Das Land Hessen hat das Kompetenzzentrum gegründet, den Bau einer Isolierstation im Frankfurter Uniklinikum mit 1.431.500 Euro finanziert und unterstützt gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland die einzelnen Einrichtungen mit knapp 500.000 Euro jährlich.

Gut investierte Landesmittel

„Mit der Namensänderung, der auch die Länder Rheinland-Pfalz und das Saarland zugestimmt haben, ist die Hülle jetzt zwar eine andere, aber der Inhalt der hocheffizienten medizinischen Versorgung von Patienten mit schweren Infektionserkrankungen ist gleichgeblieben“, betonte Grüttner. „Die Fälle wie Ebola und Lassa haben gezeigt, dass diese Landesmittel gut investiert sind. Das Zentrum hat die Infektionsfälle auf medizinisch höchstem Niveau versorgt“, so der Gesundheitsminister abschließend.

Themengebiet: Gesundheit