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18.05.2016 - Land
Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner: Mit Standortorganisationskonzept gut aufgestellt

Am 20. April hat Hessens Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, das neue Standortkonzept der Hessischen Landesregierung vorgestellt. „Mit dem neuen Standortorganisationskonzept ist Hessen gut aufgestellt. Wir sind damit perspektivisch in der Lage, auf verschiedene Szenarien bei den Flüchtlingszugängen angemessen, geordnet und flexibel zu reagieren.“ Hessen könne so adäquat mit den derzeit vergleichsweise niedrigen Belegungszahlen umgehen, ohne parallel zu viel Leerstand zu haben. Und man sei in der Lage, auf einen unvorhersehbaren Anstieg der Anzahl von Menschen, die hier Schutz suchen, reagieren und diese menschenwürdig unterbringen zu können, erläuterte der Minister. „Wir reduzieren unsere aktiven Einrichtungen auf insgesamt 19 Standorte mit dann rund 20.000 Plätzen. Parallel dazu behalten wir als passive Reserve, die wir in angemessener Zeit bei Bedarf aktivieren können, 20 Standorte mit rund 15.000 Plätzen bei“, so Grüttner zu den Planungen.

Umzug ins American Arms Hotel

Die im April angekündigte Reduzierung der Erstaufnahmeeinrichtungen bzw. deren Außenstellen geht nun nach und nach in die Umsetzung. Der Umzug für die Notunterkunft „Simeonhaus“ in Wiesbaden findet vom 19. bis zum 20. Mai statt.  In diesem Zeitraum ziehen die dort noch verbliebenen 298 Flüchtlinge in die Unterkunft American Arms Hotel, Wiesbaden, um. „Wir haben den unvorhersehbar starken Anstieg der Zahlen im vergangenen Jahr gut   gemeistert und Obdachlosigkeit vermieden. Wir haben es in einer gewaltigen  Gemeinschaftsleistung mit den Kommunen und vielen Helferinnen und Helfern und den Hilfsorganisationen geschafft, 80.000 registrierte Zugänge plus etwa 36.000 Menschen, die von Hessen aus weitergeleitet wurden, unterzubringen. Der Preis dafür waren aber auch Kraftakte im Rahmen von Katastrophenschutzbefehlen, mittels derer Unterkünfte für 1.000 Menschen mehr oder weniger über Nacht von den Kommunen Hand in Hand mit uns aus dem Boden gestampft werden mussten, wie hier in Wiesbaden. Dafür danke ich allen Beteiligten nochmals im Namen der Hessischen Landesregierung“, so Grüttner. Ziel des neuen Standortkonzeptes sei die Vermeidung von kurzfristigen wesentlichen  Erhöhungen von Zuweisungen an die Kommunen und damit deren Entlastung sowie die Vermeidung der genannten Katastrophenschutzbefehle in der Zukunft.

Mit den Einrichtungsleitern und den politisch Verantwortlichen in den Kommunen wurde im Vorfeld hierzu kommuniziert. Die Flüchtlinge werden von den Einrichtungsleitungen und über Aushänge, auf denen auch Ansprechpartner für sie benannt sind, informiert.

LinksNeues Standortkonzept zur Flüchtlingsunterbringung

Themengebiet: Einwanderung, Flüchtlinge, Asylpolitik