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11.05.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Wir möchten ein echtes und selbstverständliches Miteinander in Hessen

„In Hessen wurden mit dem In-Kraft-Treten des Hessischen Aktionsplans im Jahr 2012 noch engagierter zahlreiche Barrieren für Menschen mit Behinderungen abgebaut. Mit der aktuellen Öffentlichkeitskampagne konzentrieren wir uns nun nochmals stärker als bisher auch auf die Barrieren in den Köpfen. Denn wir möchten ein echtes und selbstverständliches Miteinander in Hessen von Menschen mit und ohne Behinderung“, so der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner am Mittwoch in Wiesbaden. Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Maren Müller-Erichsen, sagte: „Um eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu erreichen, müssen wir Ängste und Vorurteile in den Köpfen vieler Menschen abbauen. Das geht am besten, wenn wir Menschen mit und ohne Behinderungen in Kontakt miteinander bringen. Das wollen und werden wir mit Hilfe der Kampagne erreichen.“

Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Die Öffentlichkeitsarbeit zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention umfasst insgesamt zehn Veranstaltungen zwischen Juni 2016 und September 2017. „Wir werden dabei ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Begegnung schaffen und dabei auch ein immer wieder variierendes Publikum aus Politik, Fachöffentlichkeit aber auch Bürgerinnen und Bürger sowie selbstverständlich die Verbände und Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen ansprechen“, so Grüttner. Bisher finde die Diskussion um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen noch zu sehr in Fach- und Betroffenenkreisen statt. Im Jahr 2011 kannten nur etwa elf Prozent der Bürgerinnen und Bürger die UN-Behindertenrechtskonvention. Im Jahr 2014 waren es bereits 22 Prozent. „Unser Ziel ist es, diesen Anteil in Hessen mit Hilfe der Öffentlichkeitskampagne bis 2017 nochmals deutlich zu erhöhen und auf diese Weise ein breites Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft zu schaffen“, nannte Müller-Erichsen ein zentrales Ziel der Kampagne.

Um Botschaften und Veranstaltungen besser transportieren und kommunizieren zu können, wurde für die Kampagne der Slogan und die Marke „Inklusion erleben!“ gewählt. „Das Logo bildet die gesellschaftliche Vielfalt ab und zeigt auf, dass Heterogenität schön und bereichernd ist. Das Logo lebt durch seine Vielfalt, wie auch unsere Gesellschaft durch die Vielfalt ihrer Bürgerinnen und Bürger lebt – unabhängig davon, ob die Menschen eine Behinderung haben oder nicht“, sagte die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderung.

Facebook-Account zur breiteren Information der Öffentlichkeit

Ein wichtiger Aspekt, um noch breiter zu informieren und die Öffentlichkeit zu erreichen, ist ein neuer, offizieller Facebook-Account. „Wir wissen, wie intensiv die neuen Medien gerade von Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen genutzt werden. Das Internet und Facebook sind wichtige Kommunikations- und Informationskanäle, zumal hier barrierefrei mit Audios, Filmen in Gebärdensprache und vielem mehr gearbeitet werden kann“, erläuterte der Staatsminister. Mit dem Auftritt „UN-BRK Hessen“ habe man einen Rahmen geschaffen, der nicht nur über einzelne Veranstaltungen informiere, sondern der die gesamte Vielzahl an Maßnahmen und Aktionen der Hessischen Landesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention abbilden wird. „Mit den Veranstaltungen, der Homepage www.brk.hessen.de, dem zugehörigen Newsletter und nicht zuletzt dem Facebook-Auftritt schafft die Hessische Landesregierung eine breite Öffentlichkeit und gibt möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern in Hessen die Chance, daran teilzuhaben. Für eine umfassende Barrierefreiheit ist dabei wie immer gesorgt“, erläuterte Grüttner weiter.

„Ich freue mich auf die Begegnungen und auf bedeutende Veranstaltungen, wie den Fachtag „Unternehmen und Inklusion“ am 14. Juni 2016 oder die Verleihung des Hessischen Staatspreises Universelles Design am 2. November“, führte Müller Erichsen aus.

Berührungsängste und Vorurteile abbauen

Abschließend betonte der Sozialminister: „Nachdem die Hessische Landesregierung mit der Fortschreibung des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, den aktuell elf Modellregionen Inklusion, der Überprüfung aller Landesnormen auf ihre Vereinbarkeit mit der UN-BRK – um hier nur einige Meilensteine zu nennen – die Weichen für ein selbstbestimmtes Zusammenleben auf Augenhöhe gestellt hat, wird die Öffentlichkeitskampagne Berührungsängste und Vorurteile bei Menschen mit und ohne Behinderungen abbauen. Hessen ist auf einem guten Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft und ich lade bereits heute alle Bürgerinnen und Bürger zu unserer inklusiven Sportveranstaltung im Juni 2017 und dem großen Abschlussfest im September 2017 auf dem Schlossplatz im Herzen unserer schönen Landeshauptstadt ein.“

Das Referat „Vereinte Nationen -Behindertenrechtskonvention“ im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration steht allen Bürgerinnen und Bürgern für Anregungen und Fragen zum Thema offen. E-Mail: UN-BRK@hsm.hessen.de ; Internet: www.brk.hessen.de ; Tel: 0611 817 2365.


 

Themengebiet: Inklusion