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04.05.2016 - Land
Europaministerin Lucia Puttrich: EU unterstützt innovative Forschung im hessischen Bensheim

Europaministerin Lucia Puttrich sieht in der Entwicklung von digitalen Fertigungsprozessen einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von mittelständischen Betrieben. „Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet der digitale Fortschritt zugleich eine große Chance: Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird es künftig unerlässlich für sie sein, ihre industriellen Produktionsprozesse, Produkte und sogar Geschäftsmodelle umzustrukturieren und an die neuen technischen Entwicklungen anzupassen“, so Puttrich. „Dies macht die Entwicklung innovativer und flexibler „Industrie 4.0“-Lösungen für diese Unternehmen unerlässlich“, sagte die Ministerin bei ihrem Besuch der Sanner GmbH in Bensheim. Dort informierte sie sich über das EU-geförderte Projekt „Cyber-Physische Intralogistiksysteme zur Flexibilisierung der mittelständischen Serienfertigung (CypIFlex)“.

Mit dem Projekt gelang es der Sanner GmbH und ihren Projektpartnern der axxessio GmbH aus Bonn, der Eckelmann AG aus Wiesbaden sowie dem Fachgebiet DiK der TU Darmstadt ein innovatives Vorgehensmodell zu entwickeln, das es mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihre Produktionsanlagen stärker digital miteinander zu vernetzen, um innerbetriebliche Prozesse zu optimieren und den Material- und Warenfluss effizienter zu gestalten. Die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht es Industrieunternehmen, Produktionsabläufe immer stärker und besser mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien zu verknüpfen. Hierfür steht „Industrie 4.0“

Pilotprojekt mit sieben Partner

Insgesamt sieben Projektpartner aus dem IT-, Automatisierungs- und Fertigungsbereich waren an dem Pilotprojekt beteiligt. Während der einjährigen Kooperation analysierten sie zunächst die Produktionsabläufe eines mittelständischen Unternehmens am Beispiel der Sanner GmbH. Das Familienunternehmen entwickelt und produziert hochwertige Kunststoffverpackungen und Komponenten für Pharma-, Medizin- und Healthcare-Produkte und ist Weltmarkführer für Trockenmittelverschlüsse.

Gemeinsam konzipierten die Kooperationspartner eine „Industrie 4.0“-Strategie, die speziell auf die Bedürfnisse der Sanner GmbH zugeschnitten war. Auf Grundlage dieser Strategie erarbeiteten sie ein Verfahrensmodell zur Einführung von „Industrie 4.0“ in mittelständischen Unternehmen und erprobten es exemplarisch in dem realen Produktions- und Intralogistikumfeld der Sanner GmbH. Das entwickelte Vorgehensmodell bietet Mittelständlern eine Anleitung, anhand derer sie Handlungsfelder der „Industrie 4.0“ in ihrem Unternehmen identifizieren können.

Austausch über Erfahrungen mit Projekt „CypIFlex“

Die Europaministerin nutzte ihren Besuch in Bensheim, um sich mit den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Unternehmen über ihre Ergebnisse und Erfahrungen mit dem Projekt „CypIFlex“ auszutauschen.

Für die Umsetzung von „CypIFlex“ stellte die Europäische Union rund 290.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bereit. „Dieses einmalige Projekt ist ein großer Erfolg für den Forschungsstandort Hessen und es leistet darüber hinaus einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen in Hessen, Deutschland und Europa. Ich bin froh, dass die Europäische Union Mittel zur Förderung solcher Projekte auf lokaler Ebene zur Verfügung stellt“, so die Ministerin am Ende ihres Besuchs.

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Themengebiet: Europa, Hessen