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03.05.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voranbringen und Barrieren abbauen

Anlässlich des am 5. Mai alljährlich stattfindenden Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, betonte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, heute in Wiesbaden, dass „die Hessische Landesregierung sich seit langem dafür einsetzt, den Lebensalltag der etwa 600.000 in Hessen lebenden Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern und deren gesellschaftliche Integration voranzubringen. Alleine im Jahr 2015 hat das Land Hessen Projekte und Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen mit mehr als 10 Millionen Euro unterstützt.“ Rund um den 5. Mai laden Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe bundesweit zu zahlreichen Aktionen zum Thema Barrierefreiheit ein. Unter dem Motto „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ setzen sich die Veranstalter für die barrierefreie Gestaltung aller Lebens- und Sozialräume ein. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, sondern auch um alltägliche Aspekte wie die Zugänglichkeit von Transportmitteln und Kommunikationsmedien oder die Teilhabe am kulturellen Leben.

Bestehende Barrieren Schritt für Schritt beseitigen

„Um Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft teilhaben zu lassen, müssen noch bestehende Barrieren in unserer Umwelt Schritt für Schritt beseitigt werden, “ sagte Grüttner heute in Wiesbaden. „Die Hessische Landesregierung widmet sich dieser zentralen gesellschaftlichen Aufgabe seit Jahren mit großem Nachdruck, führte der Sozialminister weiter aus. „Hessen ist das einzige Bundesland mit nunmehr 11 Modellregionen, die ausgewählte Aspekte von Barrierefreiheit erproben. Hier werden mit großem Erfolg Barrieren auf allen gesellschaftlichen Ebenen abgebaut, sei es im Bereich Arbeit und Beschäftigung, im staatlichen Sektor selbst  oder im Bereich  Freizeit, Kultur und Sport, um nur einige zu nennen,“ so der Sozialminister weiter. Das Land fördert alleine die Modellregionen mit 500.000 Euro pro Jahr und erarbeitet gemeinsam mit den Kommunen in Hessen Lösungen, die Allen zugutekommen.

„Hier geht es um weit mehr als den Abbau rein physischer Barrieren. Kommunikation und Information barrierefrei zu gestalten, ist ein zentrales Anliegen und Ziel der Hessischen Landesregierung. Die Gestaltung von Informationen in  leichter Sprache,  die Übertragung  von Publikationen in  die Deutsche Gebärdensprache, die Herausgabe einer Wahlbroschüre in leichter Sprache, die Vergabe eines Staatspreises zur Förderung des „Universellen Designs“- dies sind nur einige der Maßnahmen der Landesregierung, um Barrieren konkret zu abzubauen“, erläuterte der Minister. Aber auch auf der Ebene des eigenen staatlichen Handelns betritt die Landesregierung Neuland. Als erstes Bundesland hat Hessen ein namhaftes Institut beauftragt, um ein umfangreiches Instrument zur Prüfung alles Gesetze und Verordnungen in Hessen im Hinblick auf die Vereinbarkeit aller Normen mit der UN-Behindertenrechtskonvention zu erstellen und dieses Prüfraster per Kabinettsbeschluss für Hessen als verbindlich erklärt. „Der Landesregierung ist die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen, ihrer Verbände und Interessenvertretungen ein großes Anliegen. Gemäß dem Motto der Verbände und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen „Nichts ohne uns- über uns“ werde die Landesregierung auch in Zukunft eng mit allen Beteiligten zusammen arbeiten, um das Wissen der Expertinnen und Experten in eigener Sache zu nutzen und so weitere Schritte hin zur Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen zu leisten. Der 1992 erstmals ins Leben gerufene Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen setze dabei Zeichen und Akzente, die dazu beitragen, im gemeinsamen Miteinander inklusive Lebensbedingungen auf allen Ebenen voran zu bringen“, so Grüttner abschließend.

 

Kontakt:

Das Referat „Vereinte Nationen -Behindertenrechtskonvention“ im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration steht allen Bürgerinnen und Bürgern für Anregungen und Fragen zum Thema offen.
E-Mail: 
UN-BRK@hsm.hessen.de
Internet: www.brk.hessen.de
Tel: 0611 817 2365

Themengebiet: Integration, Soziales