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25.04.2016 - Land
Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner: Integration beginnt mit den Erstaufnahmeeinrichtungen

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute das American Arms Hotel in Wiesbaden besucht, um sich über die Flüchtlingsunterkunft und das ehrenamtliche Engagement der dort arbeitenden Helferinnen und Helfer zu informieren. „Im Namen der Hessischen Landesregierung möchte ich Ihnen hier heute sehr herzlich danken. Nicht nur, weil sie als ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger den einzelnen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien ganz konkret helfen, sondern weil sie damit auch die demokratische Haltung in unserem Land stärken und Toleranz und Vielfalt als Grundhaltungen eines demokratischen Gemeinwesens leben“, betonte Grüttner. „Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Unterstützung für die Flüchtlinge weder in den ersten Monaten vor Entscheid über den Asylantrag, noch die Integration vor Ort nach positivem Entscheid denkbar.“

Hervorragende Infrastruktur und Kapazität für 1.000 Personen

Grüttner erläuterte, dass nach dem kürzlich vorgestellten Standortkonzept das American Arms Hotel als Unterkunft erhalten bleibe und über eine Kapazität von bis zu 1.000 Personen verfügt. Hervorzuheben am Standort seien besonders die hervorragende Qualität der Infrastruktur wie beispielsweise Brandschutz und eine getrennte Unterbringungsmöglichkeit von allein reisenden Männern, Frauen oder Familien. Die ersten Flüchtlinge konnten Ende 2015 in das ehemalige Hotel umziehen. „Ohne die Flexibilität der Kommunen, der Helferinnen und Helfer, der zahlreichen Hilfsorganisationen, den Feuerwehren und vielen anderen mehr, hätten wir es in 2015 nicht geschafft, allen Flüchtlingen in Hessen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Dafür danke ich allen Beteiligten vor Ort im Namen der Landesregierung.“ Der Hessische Minister für Soziales und Integration dankte auch den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes für das große Engagement.

Zurzeit leben etwa 430 Menschen unterschiedlicher Nationalität in der Einrichtung, darunter ein Drittel Kinder unter bis 17 Jahren. Bei einem Rundgang durch das Gebäude informierte sich der Minister über die Sozialarbeit wie Sprach- und Integrationskurse, Eltern-Kind Betreuung, Musik-, Bastel- und Sportangebote, die dort mit wesentlicher Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer die Begegnung mit der neuen Kultur und ihre Vermittlung erleichtern. Grüttner dankte in einem gesonderten Tagesordnungspunkt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und als Symbol der Anerkennung erhielten die Helfer Sweatshirts des Landes mit dem Aufdruck „Hessen: wir helfen!“. Neben dem ehrenamtlich geleisteten Deutschunterricht für Flüchtlinge werden viele andere Angebote vermittelt. Ehrenamtliche Bastler bieten im Repair-Cafe Hilfe zur Selbsthilfe beim Nähen und Reparieren. Neben Filmvorführungen begleiten Ehrenamtliche Bewohner bei Spaziergängen im Kurpark oder bieten eine Stadtführung an. Zudem gibt es jeden Tag unterschiedliche Beschäftigungsangebote für Kinder.

20.000 Euro Fördermittel je Landkreis 

Mit dem Hessischen Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts unterstützt die Hessische Landesregierung auch die ehrenamtlichen Helfer. Wesentliche Hilfestellung sollen hier Maßnahmen zur Koordination der Freiwilligenarbeit sowohl in den vorhandenen Strukturen der Ehrenamtsförderung und hauptamtlichen Kräfte in den Kreisverwaltungen sein, aber auch die weitere Qualifizierung sowie die Unterstützung lokaler Bündnisse im Bereich der Flüchtlingshilfe. Für diese Maßnahmen wird das Land allen Landkreisen und kreisfreien Städten 2016 je 20.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellen. Zusätzlich sind im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration weitere Maßnahmen geplant wie beispielsweise die Freiwilligenagenturen im Land gezielt für Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben zu fördern oder die Aufstockung des Qualifizierungsprogramms für bürgerschaftliches Engagement, damit Qualifizierungen für ein Engagement in der Flüchtlingshilfe ausgeweitet werden können.

„Ich bin den engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Arbeit sehr dankbar und zolle ihnen den größten Respekt. Sie helfen nicht nur den einzelnen Flüchtlingen, sondern leben Toleranz und Vielfalt in unserem demokratischen Gemeinwesen und wenden sich damit entschieden gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft“, so der Minister abschließend.

Themengebiet: Ehrenamt, Flüchtlinge