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22.04.2016 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Die Stärke unseres Wissenschaftssystems liegt in der Breite - Exzellente Forschung an sehr vielen verschiedenen Standorten

Wissenschaftsminister Boris Rhein begrüßt die heute in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zwischen Bund und Ländern vereinbarte Einigung zur Förderung von Spitzenforschung an Universitäten. Im nächsten Schritt werden die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern über das jetzt ausverhandelte Modell einer Exzellenzinitiativnachfolge beraten und entscheiden.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Der heutige Beschluss bereitet den Weg, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Er führt die mit der aktuellen Exzellenzinitiative erfolgreich angestoßene Entwicklung fort. Ich bin fest davon überzeugt, dass die hessischen Universitäten sehr gute Chancen haben, in den beiden geplanten Förderlinien „Exzellenzcluster“ und „Exzellenzuniversitäten“ erfolgreich zu sein.“

Exzellenzcluster

In mehreren Verhandlungsrunden haben sich die Wissenschaftsministerinnen und -ministern des Bundes und der Länder darauf geeinigt, die Förderlinie „Exzellenzcluster“ zu stärken.

„Ich habe mich intensiv dafür eingesetzt, den Schwerpunkt der finanziellen Förderung in Höhe von 385 Millionen Euro pro Jahr in die Förderlinie „Exzellenzcluster“ zu setzen. Überdies habe ich großen Wert darauf gelegt, dass die Zahl der Förderfälle im Vergleich zum status quo erhöht wird. Deswegen ist es gut, dass wir in der neuen Linie eine Förderung von bis zu 50 international wettbewerbsfähigen Forschungsfeldern an Universitäten bzw. Universitätsverbünden ermöglichen“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Exzellenzcluster bilden die Grundlage für die universitäre Spitzenforschung, deshalb war es ein großes Anliegen Hessens, den Schwerpunkt der Förderung so zu gestalten.

„Die Stärke unseres Wissenschaftssystems liegt in der Breite. Bei uns findet exzellente Forschung nicht nur an wenigen Standorten, sondern an sehr vielen verschiedenen Institutionen statt. Mir kam es bei den Verhandlungen darauf an, die weitere Differenzierung des Hochschulsystems in der Breite zu ermöglichen. Das ist mit der Vereinbarung für die neue Exzellenzinitiative gelungen“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Zudem sorgt die etwaige Förderdauer von zwei mal sieben Jahren für eine größere Planungssicherheit der Universitäten im Vergleich zur geltenden Regelung.

Exzellenzuniversitäten

Für die zweite Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“ sollen jährlich 148 Millionen Euro zur Verfügung stehen, um Universitäten beim Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung finanziell zu unterstützen.

„Ich habe bei dieser Förderlinie – auch im hessischen Interesse - großen Wert darauf gelegt, dass ausdrücklich die Förderung von Universitätsverbünden möglich ist. Auch dies sieht der Vorschlag des Bundes und der Länder nun vor“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Angedacht ist derzeit, dass bis zu elf Universitäten bzw. Universitätsverbünde in den Genuss der Förderung kommen können. Basis einer Förderung sollen erfolgreich eingeworbene Exzellenzcluster sein. Darauf aufbauend sind weitere Kriterien zu beachten, wie beispielsweise die bisherigen exzellenten Forschungsleistungen sowie die Qualität eines strategischen Gesamtkonzepts für die Universität bzw. den Universitätsverbund.

„Maßgeblich ist, dass die Förderung sowohl der Exzellenzcluster als auch der Exzellenzuniversitäten auf der Grundlage von Anträgen der Hochschulen erfolgen soll, die ein wissenschaftsgeleitetes Verfahren durchlaufen. Mit der DFG und dem Wissenschaftsrat stehen hier bewährte Partner für die Organisation zur Verfügung“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Die Möglichkeit weitere Kooperationspartner in die Förderung einzubeziehen, eröffnet in dem jetzt verhandelten Modell Perspektiven, um die universitäre Spitzenforschungsförderung auch auf andere Akteure in Hessen, beispielsweise aus der außeruniversitären Forschung, anderen Hochschulen oder der Wirtschaft auszudehnen.

Themengebiet: Forschung und Innovation, Wissenschaft