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21.04.2016 - Land
Innenminister Peter Beuth: Wissen und Erfahrung kann eine Bereicherung sein

Die Erfahrung und das Wissen von langjährigen Feuerwehrangehörigen sind für die nachfolgenden Generationen von unschätzbarem Wert. Das unterstrich Innenminister Peter Beuth im Hessischen Landtag. Die neue Sonderregelung für Seniorinnen und Senioren, die es erlaubt, dass sich Feuerwehrangehörige auch nach ihrer Zeit im Einsatzdienst aktiv in der Feuerwehr einbringen zu können, sei deshalb ein wichtiger Schritt und eine sinnvolle Unterstützung für die Feuerwehren, so Beuth. 

Erfahrungen und Wissen sind gefragt

„Die Einsatztätigkeit ist körperlich sehr anstrengend. Menschen, die anderen helfen sollen, müssen deshalb körperlich und geistig fit sein, damit sie sich nicht am Ende selbst gefährden. Daher ist es wichtig, zum Schutz der Einsatzkräfte hier eine Altersgrenze zu haben. Feuerwehrarbeit ist allerdings weit mehr als Einsatztätigkeit. Feuerwehrangehörige führen Statistiken, schreiben Berichte für die Presse und die eigene Internetseite, gehen in Kindergärten und Schulen, um Kinder in Brandschutzerziehung zu unterweisen. Sie warten Fahrzeuge und Geräte und halten ihr Feuerwehrhaus in Ordnung. Auch nach dem Übertritt in die Ehren- und Altersabteilung sind die Erfahrungen und das Wissen der Feuerwehrangehörigen daher gefragt. Deshalb sollte das Ausscheiden aus dem Einsatzgeschehen nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf alle weiteren Tätigkeiten bei der Feuerwehr sein. Das große Wissen und die Erfahrung eines meist langen Feuerwehrlebens kann eine Bereicherung sein“, so Innenminister Peter Beuth.

Die zukünftige Regelung sieht vor, die Feuerwehrangehörigen ab der Vollendung des 65. Lebensjahres bzw. auch nach dem Wechsel in die Ehren- und Altersabteilung intensiver in die Arbeit der Feuerwehren – außerhalb des Einsatzgeschehens – und der Jugendfeuerwehren einzubeziehen. Dies entspricht häufig auch dem Wunsch von Seniorinnen und Senioren, sich nach dem Abschied aus dem Arbeitsleben, orientiert an den eigenen Kenntnissen und Begabungen, sinnvoll ehrenamtlich zu engagieren.

Bisherige Regelung:

Bisher endete mit Vollendung des 60. Lebensjahres der aktive Feuerwehrdienst. Wenn es im dienstlichen Interesse lag, konnte die Feuerwehrdienstzeit auf Antrag der oder des ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen über das vollendete 60. Lebensjahr hinaus um eine bestimmte Frist, jedoch nicht länger als bis zum vollendeten 65. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Die Höchstaltersgrenze beruht auf den vielfachen Belastungen und Risiken im Einsatzdienst der Feuerwehren.

„Die fachliche Aufsicht über die Tätigkeit der von der Sonderregelung betroffenen Personen obliegt weiterhin der Leitung der Feuerwehr. Die Wahrnehmung der Aufgaben und Tätigkeiten erfolgt mit Genehmigung des Magistrats oder des Gemeindevorstandes in Abstimmung mit der Leitung der Feuerwehr“, so der Innenminister.

Hintergrund:

Mehr als 73.400 Feuerwehrkräfte, davon rund 71.250 Freiwillige, sorgen rund um die Uhr mit ihrem vorbildlichen Einsatz und großem persönlichem Engagement dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf eines verlassen können: Sie erhalten schnelle und kompetente Hilfe, wenn sie in Not geraten.

Im Jahr 2015 leisteten die öffentlichen Feuerwehren rund 77.880 Einsätze. Bei diesen konnten die Kameradinnen und Kameraden insgesamt 9.136 Personen retten und eine weitaus größere Zahl an Menschen vor gesundheitlichen Schäden bewahren. 

Themengebiet: Feuerwehr, Senioren