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14.04.2016 - Land
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: Land nimmt Vorbildfunktion beim Klimaschutz ernst

„Um rund 234.000 Tonnen CO2 – das sind etwa 50 Prozent – haben wir in den Jahren 2008 bis 2014 die Emissionen der Landesverwaltung reduziert. Möglich wurde dies durch das Engagement unserer Beschäftigten und durch zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, wie etwa der energetischen Sanierung von Gebäuden des Landes, der positiven Beeinflussung des Nutzungsverhaltens der Bediensteten oder der Beschaffung umweltfreundlicher Elektroautos für unsere Fahrzeugflotte.“ Mit diesen Worten eröffneten Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Umweltministerin Priska Hinz die Vorstellung der CO2-Bilanz der hessischen Landesverwaltung – ausnahmsweise einmal nicht im Landtag, sondern an einer Aufforstungsfläche im Wald bei Georgenborn in der Nähe von Wiesbaden.

„Mit unserem Projekt zur CO2-neutralen Landesverwaltung wollen wir den klimaneutralen Betrieb bis zum Jahr 2030 erreichen. Deshalb reduzieren wir durch verschiedene Sparmaßnahmen den Ausstoß des Treibhausgases und ersetzen fossile Energieträger durch erneuerbare Energiequellen“, erläuterte Schäfer. Einige Emissionen in der Landesverwaltung seien jedoch unvermeidbar – diese werde die Landesregierung durch Klimaschutzprojekte ausgleichen. „Aus diesem Grund werden wir heute nicht nur die Zahlen der CO2-Bilanz 2014 vorstellen, sondern gleich auch selbst einige Bäume pflanzen. Denn der Wald leistet durch die Bindung von CO2 einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, kündigte der Finanzminister an.

„Ich freue mich sehr über die Ergebnisse der CO2-Bilanz: Sie belegen, dass ein konsequentes Handeln in Bezug auf den Klimawandel Erfolge zeigt – als Landesverwaltung gehen wir hier gerne mit gutem Beispiel voran“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. „Denn Klimaschutz ist Pflicht, keine Kür. Bis 2050 soll Hessen flächendeckend klimaneutral werden. Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten. Denn auch wenn der Klimawandel ein globales Problem ist, sind seine Auswirkungen besonders regional und lokal sichtbar und spürbar. Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen müssen also vor Ort umgesetzt werden“, so Hinz. Darum arbeitet Hessen derzeit am Integrierten Klimaschutzplan 2025, der unter Beteiligung der Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und der Bürgerinnen und Bürger ein Bündel an Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels enthalten wird.

Land nimmt Vorbildfunktion beim Klimaschutz ernst

„Wir wollen genau wissen, wie sich die CO2-Emissionen der hessischen Landesverwaltung weiterentwickeln. Unsere Vorbildfunktion beim Klimaschutz nehmen wir als Dienstleister für unsere Bürgerinnen und Bürger ernst. Für eine größtmögliche Transparenz messen wir deshalb seit der Eröffnungsbilanz 2008 mithilfe eines TÜV-zertifizierten Verfahrens, wie groß der CO2-Fußabdruck unserer Verwaltung ist“, erklärte Schäfer. Die Bilanz 2014 schließt mit 242.225 Tonnen CO2-Äquivalent ab. „Im Vergleich zum Jahr 2013 haben wir damit den CO2-Ausstoß um mehr als 26.000 Tonnen reduziert“, so der Minister weiter. Die Landesverwaltung minimiere somit kontinuierlich weiter ihre Emissionen. „Bei der Eröffnungsbilanz 2008 sind wir mit einem CO2-Äquivalent von rund 476.000 Tonnen gestartet – diese Menge haben wir inzwischen fast halbiert“, hob Schäfer hervor.

Der größte Anteil der Emissionen (rund 60 Prozent) gehe auf die Wärmeversorgung der rund 2.000 Landesliegenschaften zurück. „Besonders in diesem energieintensiven Bereich haben wir 2014 im Vergleich zu 2013 eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstoßes von rund 14 Prozent erzielen können. Er ist von rund 162.000 Tonnen CO2 auf rund 138.000 Tonnen gesunken“, erläuterte der Minister. Dazu beigetragen habe – neben der milden Witterung - das 2012 gestartete CO2-Minderungs und Effizienzprogramm (COME) der Landesregierung, das der energetischen Sanierung von Landesliegenschaften diene. COME hat ein Gesamtvolumen von 160 Mio. Euro und läuft bis 2017. Ferner werde die Sensibilisierung der Beschäftigten für energieeffizientes Handeln im Berufsalltag durch eine Vielzahl von Fortbildungsmöglichkeiten und Coachings unterstützt.

„Die CO2-Bilanz zeigt, dass die Landesverwaltung die Richtung vorgibt, der Hessen jetzt auch als Land folgen muss. Denn für Hessen haben wir uns ambitionierte, aber erreichbare Klimaschutzziele gesteckt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 30 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden, bis 2025 um 40 Prozent. Mit dem Integrierten Klimaschutzplan, den wir Ende 2016 dem Kabinett vorlegen, werden wir dieses Ziel gemeinsam erreichen“, betonte Umweltministerin Hinz. Derzeit werden die ersten Maßnahmenvorschläge für den späteren Klimaschutzplan in einer internen Expertenrunde diskutiert. Von Mai an haben dann auch interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die Maßnahmen des Klimaschutzplans über eine Internetplattform zu diskutieren und kommentieren. „Auf dem Hessentag in Herborn gibt es rund um den Klimaschutzplan Aktionen und Aktivitäten für Bürgerinnen und Bürger. Dort können auch die Maßnahmen des Klimaschutzplans kommentiert werden. Ich freue mich bereits jetzt auf die Ideen aus und den Austausch mit der Bevölkerung“, so Hinz.

CO2-Bilanz: transparent und nachvollziehbar

„Mit der Bilanz 2014 sind wir dem Ziel einer CO2-neutral arbeitenden Landesverwaltung erneut ein gutes Stück näher gekommen. Sie zeigt transparent und nachvollziehbar auf, wie stark wir mit der Minimierung von klimaschädlichen Emissionen, dem Austausch fossiler Energieträger durch erneuerbare Energiequellen und dem Ausgleich unvermeidbarer Emissionen durch Klimaschutzprojekte unseren CO2-Fußabdruck reduzieren“, erklärten Schäfer und Hinz gemeinsam. Gleichwohl könne eine klimaneutral wirtschaftende Landesverwaltung nur durch die gemeinsame Anstrengung aller Ressorts erreicht werden. Deshalb gelte es, auch zukünftig Einsparpotentiale zu identifizieren. „Wir haben mit der Zielsetzung der CO2-neutralen Landesverwaltung und dem konsequenten Monitoring mittels unserer CO2-Bilanz einen wichtigen Prozess angestoßen. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung sind wir auch in Zukunft auf das Engagement und die Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen, um unsere Emissionen weiter zu senken“, so die beiden Minister.

Anschließend gingen sie mit gutem Beispiel voran und pflanzten gemeinsam mit Michael Gerst (Leiter von HessenForst) drei Winterlinden. Diese Bäume werden Bestandteil einer Aufforstungsfläche im Forstrevier bei Georgenborn sein und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bereits am 12. April hatte der Finanzminister mit der Pflanzung einer Eiche im Forstrevier Kirchhain den symbolischen Startschuss für die dortige Ausgleichspflanzung von insgesamt 1.000 Eichen und Hainbuchen auf einer Fläche von rund 1.500 m2 gegeben.

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Themengebiet: Umwelt, Zukunft