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14.04.2016 - Land
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann: Gegen Radikalisierung junger Menschen vorgehen

Es ist eine ungewöhnliche Begegnung. Die Lebensgeschichte Anne Franks, vorgestellt von jungen Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden. Und dennoch: Es findet sich eine hochaktuelle Verbindung. Denn die Themen Extremismus, Radikalität und Antisemitismus sind Teil der Gegenwart. Die speziell für junge Menschen konzipierte Ausstellung des Anne-Frank-Zentrums in Berlin greift diese Verbindung auf und konfrontiert junge Menschen mit den schrecklichen Folgen extremistischer Einstellungen.

„Extremistische Einstellungen werden oft im jungen Erwachsenenalter ausgebildet. Junge Menschen stellen die Frage nach der eigenen Identität, der Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung. Die Lebensgeschichte von Anne Frank, die Gedankenwelt in der sie uns in ihren Tagebüchern Einblick gewährt und ihr trauriges Schicksal gehen nicht nur unter die Haut, sondern sie zeigen uns auch greifbar, wozu radikale und extremistische Gedanken führen können“, so die Justizministerin anlässlich der Eröffnung der Ausstellung.

Gegen die Radikalisierung junger Menschen vorgehen

„Die Ausstellung verfolgt insbesondere das Ziel, präventiv gegen die Radikalisierung von jungen Menschen vorzugehen. Die Bekämpfung jeglicher Form von Radikalisierung ist uns auch im Strafvollzug ein wichtiges, zentrales Anliegen. Ausdrücklich auch im Jugendvollzug. Hier gilt es alles zu unternehmen, um sicherzustellen, dass junge, noch besonders beeinflussbare Gefangene weder sich selbst noch ihre Mitgefangenen radikalisieren oder von außenstehenden Dritten radikalisiert werden“, erklärte die Justizministerin.

„Wir haben uns deshalb mit unseren Partnern und dem Anne-Frank-Zentrum dazu entschieden, die Ausstellung in die JVA Wiesbaden einzuladen und sie in unser Bildungsprogramm und unsere Bemühungen, extremistische Einstellungen zu bekämpfen, einzusetzen. Denn ein Kernelement der Ausstellungsarbeit ist der Ansatz der „Peer Education“. Inhaftierte werden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Anne Frank Zentrums zu Ausstellungsbegleitern, sogenannten Peer Guides, ausgebildet, führen Besucher durch die Ausstellung und sprechen mit ihnen gemeinsam über die Themen der Ausstellung. Damit wollen wir erreichen, dass es nicht bei einem passiven Konsum der Informationen bleibt, sondern ein echtes Auseinandersetzen mit dem Thema stattfindet“, erläuterte Eva Kühne-Hörmann.

Vom 13. bis 26. April 2016 in der JVA Wiesbaden

Die Ausstellung „Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebensgeschichte“, die vom 13. bis 26. April 2016 in der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden stattfindet, zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. 

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Themengebiet: Justiz, Geschichte