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30.03.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Herausragende Leistung aller Beteiligten

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat heute die Flüchtlingsunterkunft im Ortsteil Rotwesten besucht, um sich über die Einrichtung und das ehrenamtliche Engagement der dort arbeitenden Helferinnen und Helfer zu informieren. „Die Hessische Landesregierung ist diesen engagierten Bürgerinnen und Bürgern sehr dankbar und zollt ihnen großen Respekt. Nicht nur, weil sie den einzelnen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien ganz konkret helfen, sondern weil sie damit auch die demokratische Haltung in unserem Land stärken und Toleranz und Vielfalt als Grundhaltungen eines demokratischen Gemeinwesens leben“, betonte Grüttner. „Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Unterstützung für die Flüchtlinge weder in den ersten Monaten vor Entscheid über den Asylantrag, noch die Integration vor Ort nach positivem Entscheid denkbar.“

„Herausragende Leistung aller Beteiligten“

Die Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung ist in einer ehemaligen Kaserne untergebracht, die bis zum Frühjahr 2008 von der Bundeswehr genutzt wurde und seitdem leer stand. Die Renovierung zur Unterbringung der Flüchtlinge begann im September 2015 und am 10.12.2015 zogen die ersten Flüchtlinge ein. Grüttner nannte die Aktivierung der Kaserne in der Kürze der Zeit „eine herausragende Leistung aller beteiligten Stellen und Personen.“ „Ohne die Flexibilität der Kommunen, der Helferinnen und Helfer, der zahlreichen Hilfsorganisationen, den Feuerwehren und vielen anderen mehr, hätten wir es in 2015 nicht geschafft, allen Flüchtlingen in Hessen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Dafür danke ich Herrn Bürgermeister Karsten Schreiber und allen vor Ort Beteiligten im Namen der Landesregierung.“ Der Hessische Minister für Soziales und Integration dankte auch den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bundes für das große Engagement.

Zurzeit leben 280 Menschen unterschiedlicher Nationalität in der Einrichtung, darunter zahlreiche Ehepaare und Familien mit kleinen Kindern. Die Einrichtung kann bis zu 500 Menschen aufnehmen. Bei einem Rundgang durch die umgebauten Gebäude der ehemaligen Fritz-Erler-Kaserne informierte sich der Minister über die Sozialarbeit wie Sprachkurse, Kinderbetreuung, Musik-, Bastel-, Sport- und Kulturangebote, die dort mit wesentlicher Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer die Begegnung mit der neuen Kultur und ihre Vermittlung erleichtern.

Runder Tisch für Ehrenamt in Fuldatal

Nach einem Rundgang dankte der Minister in einem gesonderten Tagesordnungspunkt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und als Symbol der Anerkennung erhielten die Helfer Sweatshirts des Landes mit dem Aufdruck „Hessen hilft“. Die ehrenamtliche Arbeit wird in Fuldatal mit Hilfe eines Runden Tisches organisiert. Neben dem ehrenamtlich geleisteten Deutschunterricht für Flüchtlinge werden viele andere Angebote vermittelt. Eine Fahrradwerkstatt wird organisiert und es werden Wanderungen zum Kennenlernen der Umgebung angeboten. Es gibt ein Theaterprojekt und verschiedene Bastelangebote, eine Holzwerkstatt, ein Gartenprojekt und sportliche Aktivitäten. Eine Gruppe zum gemeinsamen Musizieren hat sich auch schon gegründet.

Mit dem Hessischen Aktionsplan zur Integration von Flüchtlingen und Bewahrung des gesellschaftlichen Zusammenhalts unterstützt die Hessische Landesregierung auch die ehrenamtlichen Helfer. Wesentliche Hilfestellung sollen hier Maßnahmen zur Koordination der Freiwilligenarbeit sowohl in den vorhandenen Strukturen der Ehrenamtsförderung und hauptamtlichen Kräfte in den Kreisverwaltungen sein, aber auch die weitere Qualifizierung sowie die Unterstützung lokaler Bündnisse im Bereich der Flüchtlingshilfe. Für diese Maßnahmen wird das Land allen Landkreisen und kreisfreien Städten 2016 je 20.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellen. Zusätzlich sind im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration weitere Maßnahmen geplant wie beispielsweise die Freiwilligenagenturen im Land gezielt für Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben zu fördern oder die Aufstockung des Qualifizierungsprogramms für bürgerschaftliches Engagement, damit Qualifizierungen für ein Engagement in der Flüchtlingshilfe ausgeweitet werden können.

„Engagierte Bürger leben Toleranz und Vielfalt“

„Ich bin den engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Arbeit sehr dankbar und zolle ihnen den größten Respekt. Sie helfen nicht nur den einzelnen Flüchtlingen, sondern leben Toleranz und Vielfalt in unserem demokratischen Gemeinwesen und wenden sich damit entschieden gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft“, so der Minister abschließend.

Themengebiet: Integration, Flüchtlinge