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22.03.2016 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Prävention wichtig für Gesundheitssystem

„Als erstem Bundesland stehen uns mit dem Gesundheitsbericht Statistiken zur Verfügung, die nun eine alters- und geschlechtsdifferenzierte Planung der Prävention und Gesundheitsförderung zulassen“, erklärte Gesundheitsminister Stefan Grüttner anlässlich der Neuauflage des Berichtes. Der Hessische Gesundheitsbericht 2016, dessen Daten zukünftig einmal pro Jahr aktualisierte werden sollen, ist ab heute unter www.gesundheitsbericht.hessen.de online abrufbar und wird auch in Kürze in Papierform über das Hessische Ministerium für Soziales und Integration erhältlich sein.

Ein Überblick für alle Altersgruppen

Für alle Altersgruppen wird ein Überblick über Gesundheitsfakten sowie wichtige Gesundheitsthemen gegeben. Gleichzeitig werden die Einflussfaktoren auf die Gesundheit, wie Bewegungs-, Ernährungs- und Risikoverhalten, aber auch Umwelteinflüsse, beschrieben. Der hessische Gesundheitsbericht enthält –bundesweit einmalig- Fakten über den Gesundheitszustand der Bevölkerung auf der Basis von aktuellen Morbi-RSA Daten der gesetzlichen Krankenkassen. Damit wird erstmalig eine passgenaue Gesundheitsberichterstattung auf der Basis  der über den Gesundheitsfonds abgerechneten chronischen Erkrankungen der 5,3 Millionen gesetzlich krankenversicherten Bürger in Hessen erstellt. Die Gesundheitsberichterstattung ist Grundvoraussetzung, um interessengerechte und zielorientierte Initiativen für Prävention und Gesundheitsförderung in den jeweiligen Lebensbereichen zu entwickeln. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung sind gezielte, koordinierte Gesundheitsförderung und Prävention von fundamentaler und stetig wachsender Bedeutung für die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft und unsere Zukunftsfähigkeit. Bevölkerungsberechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Jahr 2060 bereits jeder Dritte (34%) mindestens 65 Lebensjahre gelebt haben wird und doppelt so viele 70-Jährige leben, wie Kinder geboren werden. Das Beispiel dokumentiert, dass die Förderung eines gesunden Lebensstils durch Gesundheitsförderung und Prävention auch eine zentrale wirtschaftliche Bedeutung hat. Die Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Gesundheitsbewusstseins quer durch die Bevölkerungsgruppen sowie die Realisierung gesundheitlicher Chancengleichheit sind von fundamentaler Bedeutung. Der Hessische Gesundheitsbericht 2015 bündelt nicht nur transparent Kerninformationen unter besonderer Berücksichtigung von Männer- und Frauengesundheit, sondern berichtet auch über wichtige, von der Hessischen Landesregierung initiierte Präventionsprojekte und Kampagnen.

Aufgabe der Präventionsarbeit der Hessischen Landesregierung sei es jedoch nicht nur, neue Projekte anzustoßen, sondern auch bestehende Aktivitäten zu vernetzen und somit einen optimalen Effekt zu erzielen, betont der Minister. „Darum sind im Gesundheitsbericht viele aktuelle Projekte dargestellt. Dies soll nicht nur Transparenz über das breite Spektrum der Aktivitäten schaffen, sondern auch die Möglichkeit bieten, direkt mit den Verantwortlichen in Kontakt zu treten.“ Wie erfolgreich Präventionsprojekte sein können, zeigt die inzwischen auch bundesweite geführte Kampagne für die Krebsprävention „Du bist kostbar“, die Maßnahmen zur Brustkrebs-, Darmkrebs- und Hautkrebsvorsorge umfasst. Unter dem Dach von „Du bist kostbar“ wird aktuell ein Modellprojekt an südhessischen Schulen zur Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs durchgeführt In Hessen nehmen derzeit nur etwa 22% der Mädchen die Chance einer vollständigen Impfung wahr, obwohl die gesetzlichen Krankenkassen seit 2007 die Kosten übernehmen. Das Modellprojekt soll dazu beitragen, aufzuklären und die Impfquoten zu steigern.   

Vorsorge tragen

„Gerade die häufigsten chronischen Erkrankungen wie Herz-Gefäß-Stoffwechsel-Erkrankungen, psychosomatische Leiden, Diabetes sowie Wirbelsäulen- und Gelenkkrankheiten können durch ausreichende Vorsorge vermieden, verzögert oder gelindert werden“, so Grüttner. „Ohne Prävention wird unser Gesundheitssystem weder finanzierbar noch organisierbar sein. Ein hohes Alter in Gesundheit zu erreichen, bedarf der individuellen Vorsorge. Die Daten über den Gesundheitszustand der gesetzlich Versicherten in Hessen stellen eine wichtige Basis für die künftigen Präventionsprogramme und Schwerpunkte der Gesundheitsförderung dar.“

Gesundheitsförderungsprojekte können jedoch nur aufklären und zu  einem gesünderen Verhalten motivieren, betonte der Gesundheitsminister abschließend. „Es kommt vor allem darauf an, dass jeder Einzelne sein Verhalten überprüft, um die individuelle Gesundheit zu stärken und damit die Lebensqualität zu verbessern.“  

Downloads: 

Gesundheitsbericht Hessen 2016 (PDF / 15 MB)

Themengebiet: Gesundheit, Prävention