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21.03.2016 - Land
Innenminister Peter Beuth: Aus Vergangenheit für die Integration von Flüchtlingen lernen

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat die Mitglieder des Landesverbandstags des Bunds der Vertriebenen (BdV) Landesverband Hessen dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen und Wissen weiter bei der Integration von Flüchtlingen einzusetzen. „Rund ein Viertel der hessischen Bevölkerung ist direkt oder indirekt von Vertreibung betroffen. Die Generationen derer, die noch am eigenen Leib erfahren mussten, wie sehr es schmerzt, die eigene Heimat zu verlieren, verfügen über einen wertvollen Erfahrungsschatz, der uns bei der Bewältigung der Herausforderungen von Zuwanderung helfen kann“, sagte der Innenminister. Bis 1950 seien rund eine Million Flüchtlinge und Heimatvertriebene nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Hessen bekommen.

„Auch wenn die Menschen, die nach dem Krieg zu uns kamen, die gleiche Sprache, Geschichte und Kultur mit uns teilten, so mussten sie doch in unsere Gesellschaft neu aufgenommen werden. Sie haben – trotz des Verlusts der Heimat – schnell Verantwortung übernommen und unser Land wieder mitaufgebaut. Unsere Vergangenheit zeigt, dass wir gemeinsam ein großes Maß an Zuwanderung erfolgreich meistern können“, so Peter Beuth. Gleichwohl sei die Herausforderung des aktuellen Flüchtlingszustroms eine neue. „Wir müssen die Schutzsuchenden, die eine berechtigte Bleibeperspektive bei uns haben, schnell integrieren. Dafür ist es unerlässlich, dass sie die Regeln unseres Zusammenlebens beherrschen. Die Hessische Landesregierung hat eine Fülle von Maßnahmen initiiert, mit denen wir Flüchtlinge direkt anzusprechen, um ihnen unsere Werte und Prinzipien zu vermitteln“, erklärte der Minister.

Erinnerungen an die Vergangenheit werden zu Lehren für die Zukunft

Peter Beuth betonte, dass das Schicksal der Vertriebenen nicht in Vergessenheit geraten dürfe. „Die Vertreibung von Millionen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Unrecht, das aber ein Teil unserer Geschichte geworden ist. Die leidvolle Erfahrung von Flucht und Vertreibung dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, unterstrich Peter Beuth. Der BdV stehe auch für die Erinnerungen an das reiche kulturelle Leben und die Gebräuche der Vertriebenen und verleihe seinen Mitgliedern eine starke Stimme.

Um die Erinnerung an die Ereignisse der Vergangenheit und die Lehren für die Zukunft lebendig zu halten, habe der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier mit einer Proklamation den Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation ausgerufen. „Er soll auch an die Einigkeit in Europa erinnern und diese stärken, damit Vertreibungen und Deportationen im Sinne der Charta der Heimatvertriebenen als Mittel der Politik geächtet bleiben. Er ist ein Tag der Erinnerung und Mahnung zur Wahrung der Menschenrechte, für Frieden und Freiheit“, sagte der Innenminister.

Themengebiet: Integration, Flüchtlinge