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16.03.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Ein wichtiger Schritt zu einem barrierefreien Hessen

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat die Unterzeichnung einer weiteren Zielvereinbarung für eine Modellregion Inklusion in Hessen mit Vertretern des Rheingau-Taunus-Kreises als „weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Hessen“ bezeichnet, den Hessen mit anteilig 41.250 Euro ab April fördere. Der Minister betonte am Dienstag im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration: „Die Modellregionen Inklusion sind beispielhaft dafür, wie Land und Kommunen gemeinsam an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention arbeiten. Sie sind ein Erfolgsmodell und bundesweit einmalig. Dabei zeigen die inhaltlichen Schwerpunkte der neuen Modellregionen wieder die gesamte Bandbreite des Themas auf. Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beschränkt sich nicht auf physische Barrieren, sondern muss für alle Lebensbereiche Schritt für Schritt umgesetzt werden.“ Der Minister, Landrat Burkhard Albers und der Geschäftsführer des St. Vincenzstifts, Dr. Dr. Caspar Söling, unterschrieben am Dienstag in Wiesbaden die Vereinbarung.

Mit dem Rheingau-Taunus-Kreis und der St. Vincenzstift gGmbH unterzeichnen in diesem Jahr zudem erstmals ein Landkreis und eine gemeinnützige Gesellschaft gemeinsam eine Zielvereinbarung mit dem Land. Der Kreis und die Fachschule des St. Vincenzstifts werden eine mobile Fach- und Beratungsstelle Inklusion eröffnen. Grüttner betonte: „Das St. Vincenzstift, das eine hohe Kompetenz hat, was die Bedarfe von Menschen mit Behinderung angeht, bringt Informationen zu Hilfsmitteln, Beratungsstellen u.v.m. mit einem Mobil in die Fläche direkt zu den Menschen. Das ist gerade für Menschen mit Beeinträchtigung ein Gewinn und wir sind gespannt auf die Erfahrungen aus dem Projekt, die wie immer auch für andere Kreise nutzbar gemacht werden können.“ Die Kooperation zwischen Land, Landkreis und einem freien Träger zeige, dass das Thema Inklusion alle gesellschaftlichen Ebenen berühre, und dass man der Aufgabe der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nur gemeinsam gerecht werden können.

Zweijährige Kooperation

Landrat Burkhard Albers zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über die zunächst für zwei Jahre geplante Kooperation: „Der Rheingau-Taunus-Kreis freut sich in der Fachschule des St. Vincenzstiftes einen überaus kompetenten Partner gefunden zu haben, mit dem wir innerhalb der Modellregion Inklusion neue Wege der Beratung und Information von und für Menschen mit Behinderung gehen wollen.“

Der Geschäftsführer des St. Vincenzstifts, Dr. Dr. Caspar Söling, stellte im Rahmen der Unterzeichnung die Vision vor, die mit dem Modellvorhaben einhergeht: „Inklusion ist eine Aufgabe der Gesellschaft. Mit dem Inklusionsmobil bietet sich die Chance, den Gedanken der Inklusion an Orte und Personen zu tragen, die sonst nicht mit dem Thema Inklusion in Berührung kommen. Inklusion wird auf diese Weise anschaulich und für jeden erlebbar.“

Bereits seit dem Jahre 2013 erproben ausgewählte Kommunen in Hessen konkrete Maßnahmen zum Abbau noch vorhandener Barrieren von Menschen mit Behinderungen in Hessen. Seit dieser Zeit haben bislang insgesamt zwölf Landkreise, Städte und Gemeinden in Hessen wertvolle Erkenntnisse in unterschiedlichsten Bereichen gesammelt. Die Hessische Landesregierung unterstützt jede der hessischen Modellregionen mit mindestens jeweils 50.000 Euro pro Jahr. Neben den in diesem Jahr neu hinzugekommenen Städten Frankfurt und Darmstadt wurde nun auch mit den Vertretern des Rheingau-Taunus-Kreises eine Zielvereinbarung unterzeichnet.

Option auf Verlängerung für nachhaltige Ergebnisse

„Die Zielvereinbarungen, die zunächst über zwei Jahre laufen, können um ein Jahr verlängert werden, um die gewonnenen Ergebnisse in nachhaltige Strukturen zu überführen“, so der Sozialminister. „Damit schafft das Land einen mehrjährigen verlässlichen Rahmen, um konkrete Maßnahmen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu schaffen“, so Grüttner weiter. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Modellregionen werden fortlaufend allen Akteuren in Hessen zur Verfügung gestellt.

„Überall in Hessen ist das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Organisationen, von Menschen mit und ohne Behinderungen spürbar, noch vorhandene Barrieren abzubauen. In den Modellregionen geschieht das mit der Unterstützung des Landes und vor allem in gemeinsamer Zusammenarbeit. Ich möchte den beteiligten Kommunen deshalb auch nochmals ausdrücklich für ihr großes Engagement danken. Nicht alleine aufgrund der demografischen Entwicklung in unserer Gesellschaft und einem damit einhergehenden immer höheren Anteil von älteren Menschen, gewinnt das Thema Barrierefreiheit zusehends an Bedeutung. Das Konzept der Modellregionen zeigt, wie es gelingen kann, das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen konkret und nachhaltig zu verbessern“, so der Sozialminister abschließend.

Themengebiet: Inklusion