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15.03.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Lohngerechtigkeit steht ganz oben auf der Agenda

Blickt man auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist immer noch viel zu tun auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit. Seit Jahren arbeiten alle relevanten Stellen vom Bund bis in die Städte und Gemeinden hinein an dieser wichtigen Aufgabe und auf verschiedenen Ebenen wird nach Möglichkeiten gesucht, hier eine Gerechtigkeit herzustellen und die Löhne von Frauen denen der Männer anzugleichen.

Die Arbeitsgemeinschaft Trialog als wichtiges Instrument

Auch der  Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, bezeichnet die Aufgabe als „große Herausforderung“, die „auf unserer Agenda und auch im Koalitionsvertrag in Hessen weit oben steht.“ „Es gibt auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit allerdings kein Patentrezept oder ad-hoc Lösungen. Ein wichtiges Instrument ist in Hessen die Arbeitsgemeinschaft Trialog, die sich mit der Qualifikation von Frauen, Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder dem Wiedereinstieg nach Berufspausen befasst“, stellte der Sozialminister dar.

„Besonders beim Thema Arbeitsmarkt wird sichtbar, wie wichtig die Vernetzung auf verschiedenen Ebenen und darüber hinaus ist. Die demografische Entwicklung und die gleichzeitig steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern macht es notwendig, dass Frauen beständiger und nach Familienphasen schneller wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Lohngleichheit ist ein wichtiger Schritt, um die Aufnahme einer Beschäftigung attraktiver zu machen. Eine ungleiche Bezahlung für die gleiche Tätigkeit ist kein Anreiz, sondern ein klarer Wettbewerbsnachteil im Werben um die besten Talente“, so Dr. Frank Martin. Leiter der Regionaldirektion Hessen.

Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern herstellen

Nicht nur der  Koalitionsvertrag des Bundes, sondern auch der  Koalitionsvertrag für das Land Hessen sieht vor, die Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern durch geeignete Maßnahmen herzustellen. Dieser Aufgabe  widmet sich seit 2011 die Arbeitsgemeinschaft Trialog Chancengleichheit Hessen, deren Mitglieder die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in den Arbeitsagenturen und Jobcentern,  die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit und das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sind. Gemeinsam schauen sie  über den „Tellerrand“ ihrer jeweiligen Wirkungskreise hinaus und arbeiten  an den vielfältigen Ursachen der Entgeltungleichheit,  um neue Wege für die Existenzsicherung von Frauen zu finden.

Seit ihrer Gründung hat die Arbeitsgemeinschaft Trialog Chancengleichheit Hessen drei Fachtagungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt und damit wichtige Impulse für die regionalen Akteure gesetzt, für die Vernetzung der verschiedenen Institutionen vor Ort wie für ihre Aktivitäten.

Schwerpunktthemen der Arbeitsgemeinschaft Trialog:

Der Trialog Chancengleichheit Hessen beschäftigt sich mit folgenden Schwerpunkten:

  • das Berufswahlspektrum und die Qualifizierung von Frauen, insbesondere auf technische und handwerkliche Berufe zu erweitern.
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vermehrte Teilzeitbeschäftigung schneidet Frauen  von Karriereschritten und einer eigenständigen Alterssicherung ab. Kinderbetreuung, Hausarbeit und die Pflege von Angehörigen sind häufig Ursachen,  warum Frauen ihre Erwerbsbiografie  unterbrechen.
  • Förderung des qualifizierten Wiedereinstiegs nach einer aktiven Familienzeit, um  Arbeitslosigkeit, unterqualifizierte oder geringfügige Beschäftigung zu vermeiden.
  • Unterstützung von Frauen mit Migrationshintergrund

Auch in Zukunft wird sich der Trialog Chancengleichheit Hessen mit arbeitsmarktrelevanten Themen zur Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzen und sie publik machen.

Themengebiet: Soziales, Arbeitsmarkt