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04.03.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Chancen auf ein Leben in inklusiver Gesellschaft verbessern

Mit einem hochaktuellen Thema beschäftigt sich in diesem Jahr die Fachtagung des Hessischen Kindertagespflegebüros (HKTB) am Dienstag, den 15. März in Frankfurt. Unter dem Motto „gemeinsam – vielfältig – für alle“ nehmen die Organisatorinnen des HKTB die „Inklusion in der Kindertagespflege“ in den Blick. Die Tagung startet mit einem Fachvortrag von Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie. An mehreren Informations- und Diskussionsständen etwa zu den Themen sprachliche Bildung, Frühe Hilfen, Kinder in prekären Lebenslagen, Kinder mit besonderen Bedarfen und  Ernährungsbildung wird es Gelegenheit zum Fachaustausch geben. Eine abschließende Vorstellung des Heidelberger Interaktionstrainings für pädagogisches Fachpersonal zur Förderung ein- und mehrsprachiger Kinder lenkt den Blick auf Sprache und Interaktion: Ein wichtiges Element, wenn es um Inklusion und Verständigung geht. Die Veranstaltung dauert von 9:00 bis 16:00 Uhr und findet statt im Mainfeld | Raum für Kultur (Im Mainfeld 6, 60528 Frankfurt).

Die Fachtagung des HKTB ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. Sie richtet sich an Fachkräfte aus der Vermittlung, Beratung und Qualifizierung von Tagespflegepersonen, an Fachkräfte aus der Kindertagesbetreuung und an Interessierte.

Die Chancen auf ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft verbessern

„Es ist mir ein großes Anliegen in Hessen, möglichst schon die Kleinsten mit ihren unterschiedlichsten Bedarfen und in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen gemeinsam zu betreuen, um die Chancen auf ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft zu verbessern. Gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind zentrale Ziele der Hessischen Landesregierung. Bereits im Jahr 2012 hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration mit der Aufstellung des Aktionsplans die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt“, lobte der Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner in Wiesbaden im Vorfeld der Tagung.

„Bei unserer Fachtagung 2016 möchten wir die Chancen einer gemeinsamen Betreuung aller Kinder aufspüren, uns aber auch den Herausforderungen stellen und erfragen, was die Kindertagespflege braucht, um inklusiv arbeiten zu können. Wir freuen uns sehr, dass wir zu diesem spannenden Thema ein fachlich anspruchsvolles Programm mit erfahrenen Expertinnen und Experten anbieten können“, so die Leiterin des HKTB Ursula Diez-König.

Ein umfassender Inklusionsbegriff als Grundlage des pädagogischen Arbeitens

Inklusion – die gemeinsame Betreuung von Kindern mit all ihren individuellen sprachlichen, motorischen und kognitiven Entwicklungen, Begabungen und unterschiedlichen Lebensverhältnissen – ist in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben. Auch der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan vertritt einen umfassenden Inklusionsbegriff als Grundlage des pädagogischen Arbeitens. Er begreift Vielfalt als Chance. Nichtsdestotrotz ist sie eine Herausforderung für alle Beteiligten und für den pädagogischen Alltag. Die Kindertagespflege mit ihrer Betreuung in kleinen Kindergruppen, mit einem sehr intensiven Kontakt zu den Eltern und mit ihrem überschaubaren Rahmen bietet einige Vorteile und Möglichkeiten, besondere Inklusionskonzepte umzusetzen. Als ein Beispiel lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HKTB-Fachtags HIT kennen: Das Heidelberger Interaktionstraining für pädagogisches Fachpersonal zur Förderung ein- und mehrsprachiger Kinder. Informationen dazu gibt es aus erster Hand von Dr. Bettina Jooss vom Frühinterventionszentrum Heidelberg.

„Da die Sprachkompetenz eine Schlüsselfunktion für die weitere psychosoziale und kognitive Entwicklung eines jeden Kindes darstellt, ist es wichtig, die sensible Phase des Spracherwerbs in den ersten Lebensjahren gezielt zur Sprachförderung zu nutzen“, erläutert Ursula Diez-König. Mit dem Heidelberger Interaktionstraining für pädagogisches Fachpersonal liegt für den deutschsprachigen Raum erstmals ein gut evaluiertes Fortbildungskonzept zur alltagsintegrierten Sprachförderung ein- und mehrsprachiger Kinder vor. Es richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher aus Krippe, Kita und Kindergarten sowie an Tagesmütter und Tagesväter von Kindern im Alter bis sechs Jahren.

Anmeldung:

Anmeldungen für die Fachtagung „gemeinsam – vielfältig – für alle: Inklusion in der Kindertagespflege“ nimmt das HKTB per E-Mail an info@hktb.de entgegen. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro inklusive Mittagsimbiss und Tagungsgetränken und ist am Veranstaltungsort ausschließlich in bar zu zahlen. Telefonische Informationen zur Veranstaltung gibt es beim Team des HKTB unter der Rufnummer 06181 400-724,

Hintergrundinformationen sowie das gesamte Veranstaltungsprogramm im Internet unter www.hktb.de.

Downloads: 

Flyer zur Fachtagung „gemeinsam – vielfältig – für alle: Inklusion in der Kindertagespflege“ (PDF / 573 KB)

Themengebiet: Soziales, Inklusion