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01.03.2016 - Land
Wissenschaftsminister Boris Rhein: Betreuungs- und Willkommenskultur für internationale Studierende an den Hochschulen weiter verbessern

Wissenschaftsminister Boris Rhein hat das neue Programm „Offene Hochschulen – Potenziale nutzen, Übergänge gut vorbereiten“ gestartet. Bis 2020 stellt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst insgesamt 6,9 Millionen Euro für innovative Projekte zur Verfügung, die Studierenden und Hochschulabsolventen den Studienerfolg und Berufseinstieg erleichtern. Einen Schwerpunkt bilden internationale Studierende und solche mit Migrationshintergrund. Somit ermöglicht das Programm auch die Förderung von Flüchtlingen.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Lebensläufe unserer Studierenden werden immer vielfältiger. Gleichzeitig entwickeln sich der globalisierte Arbeitsmarkt und der wachsende Fachkräftebedarf zu immer größeren Herausforderungen. Das neue Programm der Landesregierung reagiert auf diese Entwicklung, indem es die Betreuungs- und Willkommenskultur für internationale Studierende an den Hochschulen weiter verbessert. Geplant sind zum Beispiel Mentoring-Programme, bei denen Studierende Berufstätigen bei der Arbeit über die Schulter schauen und Einblick in verschiedene Branchen bekommen.“

Das Geld für das Programm stammt aus dem Europäischen Sozialfonds. Die ersten Förderungen gehen an die Goethe-Universität Frankfurt, die Universität Kassel und die Philipps-Universität Marburg sowie die Hochschule Geisenheim, die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hochschule Fulda. Sie starten damit als ersten Schritt das innovative Gemeinschaftsprojekt „Potenziale nutzen. Hochschule – Integration – Arbeitsmarkt“, das sich aus mehreren Teilprojekten zusammensetzt.

Campus-Teams und Workshops

Die Goethe-Universität Frankfurt erhält insgesamt 586.900 Euro für ihr Vorhaben „Aequitas – Kompetent in Studium und Beruf“. Kernstück ist ein neues Zertifikatsprogramm mit Kursen zum Beispiel zu Studientechniken, Karrieregestaltung und interkultureller Kompetenz. Zudem entwickelt die Goethe-Universität ein „Buddy“-Programm für bessere persönliche Betreuung und ein neues Ressort „International Career & Diversity Resources“.

Für das Projekt „Fachliche Integration ins Studium und Karriereförderung für den Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt“ stellt das Land der Universität Kassel 360.400 Euro zur Verfügung. Die Hochschule will internationale Studierende mit einem Studienportfolio begleiten, das Kompetenzen und Aktivitäten dokumentiert und so beim Selbstmanagement hilft. Workshops, Unternehmens- und Messebesuche sowie ein Programm, bei dem Berufstätige Studierende beraten, sollen den Sprung ins Arbeitsleben erleichtern.

Die Philipps-Universität Marburg erhält 420.400 Euro für das Projekt „ARIADNE: Studium leben mit Perspektive“. Künftig sollen „Internationale Campus Teams“ Orientierung zu Beginn des Studiums geben. Auch Serviceangebote zur Integration in die Arbeitswelt sind vorgesehen.

Karrierezentrum und Hilfe beim Netzwerken

Die Hochschule Geisenheim bekommt für ihr Projekt „Geisenheim International – Study & More“ 525.900 Euro. Unter anderem soll ein multimediales „Willkommensforum“ schon vor dem Studium Hürden abbauen. So bekommen die Studierenden zum Beispiel Unterstützung beim Deutschlernen und Kontakteknüpfen oder besuchen Berufstätige an ihrem Arbeitsplatz.

Mit der Fördersumme von 198.400 Euro bis 2018 will die Frankfurt University of Applied Sciences in ihrem Projekt „FRA-CompasS (Frankfurt Career Service)” ein internationales Karrierezentrum mit Beratung, Workshops, Trainings und Messebesuchen aufbauen. Geplant ist zum Beispiel ein „Jobführerschein“, mit dem sich internationale Studierende wichtige Qualifikationen, Sprachkenntnisse und kulturelle Kompetenzen aneignen und zertifizieren lassen können. Hinzu kommt ein neues Mentorenprogramm für die letzte Phase des Studiums, mit dem die Studierenden sprachliche Unterstützung bei ihrer Abschlussarbeit und Bewerbung bekommen.

Vorbildcharakter für Land und Bund

Die Hochschule Fulda erhält 184.400 Euro für ihr Projekt „Vorbereitung auf die Arbeitswelt“. Ein Netzwerk von potenziellen Arbeitgebern soll den Studierenden zum Beispiel Berufskontakte vermitteln. Zudem ist ein Mentoren-Programm geplant, das Absolventen ein Jahr lang beim Berufseinstieg begleitet.

„Alle diese Maßnahmen zeigen eindrucksvoll, wie engagiert unsere Hochschulen mit der Herausforderung einer vielfältigen Studierendenschaft umgehen. Ich bin sicher, dass dieses Gemeinschaftsprojekt hessen- und bundesweit Vorbildcharakter haben wird“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Themengebiet: Bildung, Förderung