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29.02.2016 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Pauschalierung der Fördermittel gibt Krankenhäusern unternehmerische Freiheit

Anlässlich der heutigen Übergabe des Förderbescheids über 15 Millionen Euro betonte der Hessische Gesundheitsminister, Stefan Grüttner, dass mit dem Klinikneubau ein neues Kapitel des Angebots an die Patientinnen und Patienten aufgeschlagen werde. Durch den Neubau beseitige man die strukturellen Mängel und schaffe Erweiterungsmöglichkeiten.

„Ich bin froh, dass wir hier in Hessen die Einzelförderung beendet haben und zum 01.01. unser Förderwesen auf die vollständige Pauschalierung der Fördermittel umgestellt haben“, betonte Grüttner. “Nunmehr werden auch die Investitionskosten für Baumaßnahmen und Medizintechnik durch eine leistungsorientierte Pauschale gefördert. Krankenhäuser sind Unternehmen, die grundsätzlich selbst entscheiden müssen, wann und wo sie investieren. Wir geben ihnen die unternehmerische Freiheit, dies umzusetzen.“

150 Patientenbetten für die stationäre Behandlung

Bereits im Jahr 2014 hatte das Melsunger Stadtparlament den Weg zu einem Klinikneubau dadurch geebnet, dass es einstimmig einem Grundstückstausch zugestimmt hatte. Die Gebäudesubstanz der alten Klinik aus dem Jahr 1914, die seit dieser Zeit mehrere An- und Umbauten erfahren hatte, war so stark renovierungsbedürftig, dass sich die Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken zu einem Neubau entschlossen hatten. Nach Abschluss des insgesamt mit über 30 Millionen Euro veranschlagten Neubaus werden nunmehr 150 Patientenbetten für die stationäre Behandlung unterschiedlichster Krankheiten zur Verfügung stehen. Das Leistungsspektrum reicht von der Chirurgie, Anästhesie und Geriatrie bis hin zur inneren Medizin und einer psychiatrischen Abteilung. Ein besonderes Augenmerk richteten die Krankenhausplaner auf die Einrichtung einer großen, zentralen und interdisziplinär arbeitenden Aufnahme-, Planungs- und Untersuchungseinheit sowie auf die großzügige Gestaltung und Ausstattung von zwei Operationssälen. Geschaffen werden ebenfalls neue Funktionsbereichsräume für endoskopische-, röntgenologische- und kardiologische Untersuchungen.

Dr. Peter Enders, Asklepios Geschäftsführer der Schwalm-Eder Kliniken: „Dank der Unterstützung des Landes sichern wir auf lange Sicht die wohnortnahe medizinische Grund- und Regelversorgung der in der Region lebenden Menschen. Das freut uns sehr.“ Aufgrund eines erweiterten Leistungsangebotes wird die Anzahl der Mitarbeiter deutlich steigen. „Auch daran wird deutlich, dass der Klinikneubau eine mehr als lohnende Investition in die Zukunft ist und erheblich zu einer jahrzehntelangen Standortsicherung beiträgt“, ergänzte Dr. Dirk Fellermann, ebenfalls Asklepios Geschäftsführer der Schwalm-Eder Kliniken.

Erheblich aufgestockte Fördermittel

„Die Fördermittel sollen jährlich an die Kostenentwicklung bei Bau und Medizintechnik angepasst werden und sind erheblich aufgestockt worden, was angesichts der Schuldenbremse und der hohen Sonderausgaben aufgrund der Flüchtlingswelle durchaus ungewöhnlich ist“, erklärte der Gesundheitsminister.

Es sei gelungen, den Anfangstopf für die Pauschalförderung deutlich umfangreicher zu gestalten. Es stehen nun bereits im ersten Jahr 142,5 Millionen Euro zur Verfügung und damit fast 40 Prozent mehr als in der bisherigen Pauschalförderung, so Grüttner.

Zinsgünstige Kredite von jährlich 150 Millionen Euro

„Zudem ermöglichen wir ab 2016, dass die Kliniken jährlich zinsgünstige Kredite in einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro erhalten können. Das ist angesichts der sonstigen Herausforderungen und der kommenden Schuldenbremse eine gewaltige Kraftanstrengung gewesen, aber das sind uns die Kliniken in Hessen wert“, betonte der Hessische Gesundheitsminister.

Themengebiet: Gesundheit, Förderung