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26.02.2016 - Land
Finanzminister Dr. Thomas Schäfer: Zukünftig verbesserte Transparenz von Vergleichswebsites zu Girokonten

Der Verbraucherschutz im Internet wird gestärkt: Bürgerinnen und Bürger können sich zukünftig auf eine verbesserte Transparenz von Vergleichswebsites zu Girokonten einstellen. „Hessens Einsatz im Bundesrat in den vergangenen Monaten hat sich gelohnt: Jetzt hat auch der Deutsche Bundestag unsere Vorschläge aufgegriffen. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung nun die entsprechende Verordnung zu den Vergleichswebsites zeitnah auf den Weg bringen wird“, erklärte der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in Wiesbaden. „In den Beratungen des Bundestags ist ausdrücklich eine entsprechende Transparenzregelung verlangt worden. Immer mehr Verbraucher informieren sich im Internet über die Angebote zu Girokonten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Vergleichsportale zu Girokonten die Kriterien für ihre Suchergebnisse offen und nachvollziehbar darstellen“, erläuterte der Minister.

Forderungen der Hessischen Initiative

Die zuvor vom Bundesrat geforderte Offenlegungspflicht für Betreiber von Vergleichsseiten zu so genannten Zahlungskonten beruhte auf einer Initiative Hessens. Sie sieht die folgenden Punkte für Portalbetreiber vor:

  • Offenlegung der standardmäßigen Voreinstellung der Suchfilter, so dass die Relevanz  des jeweiligen Suchergebnisses für Nutzerinnen und Nutzer nachvollziehbar ist,
  • Verpflichtende Abfrage von Wohnort oder Postleitzahl, damit auch regional tätige Wettbewerber berücksichtigt werden,
  • Offenlegung der Höhen und Art aller Vergütungsbestandteile und Provisionen, die zwischen den Betreibern der Vergleichswebsites und den Finanzdienstleistern fließen,
  • Sowie ferner der diskriminierungsfreie Zugang aller Anbieter zu zertifizierten Vergleichswebsites.

„Vergleichswebsites arbeiten aber häufig nach dem Maklerprinzip"

Nutzerinnen und Nutzer von Vergleichswebsites suchten laut Schäfer nach qualitativ hochwertiger, unabhängiger Beratung. „Vergleichswebsites arbeiten aber häufig in Kooperation mit Finanzdienstleistern nach dem Maklerprinzip, so dass die angezeigten Suchergebnisse oft Kriterien enthalten, die für die Verbraucherinnen und Verbraucher irrelevant sind. In Zukunft soll das auf einen Blick erkennbar sein und nicht mehr im Kleingedruckten versteckt werden“, sagte der Finanzminister. Die hessische Landesregierung habe sich dafür stark gemacht, dass die Offenlegungspflichten durch verbindliche Regelungen berücksichtigt werden, um die Vergleichswebsites als zuverlässige Orientierung für den Verbraucher zu verbessern.

Abschließend hob der Finanzminister hervor, dass eine Offenlegung auch für andere Vergleichsportale im Internet, wie beispielsweise zu Flügen oder Versicherungen, wünschenswert wäre. „Das wäre ein weiterer Fortschritt im Sinne der Verbraucher und der Transparenz“, so Schäfer.

Themengebiet: Verbraucherschutz, Internet