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17.02.2016 - Land
Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Erfolgreiche Entwicklung der naturwissenschaftlich-technischen Förderung und der außerschulischen Lernorte

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main hat zum dritten Mal den mit 70.000 Euro dotierten Polytechnik-Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) verliehen. Im Mittelpunkt der Preisverleihung im Senckenberg Naturmuseum standen herausragende Lehrkonzepte für außerschulische Lernorte. 

Zu den Preisträgern

Den Hauptpreis in Höhe von 50.000 Euro erhielt Prof. Dr. Katrin Sommer von der Ruhr-Universität Bochum. Ausgezeichnet wurde ihr Konzept „KEMIE – Kinder erleben mit ihren Eltern Chemie“, das im Schülerlabor naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen vermittelt. Die aufeinander aufbauenden Themenblöcke orientieren sich an Alltagerfahrungen, und die Eltern werden dabei zu Lernpartnern ihrer Kinder. Wie bei allen ausgezeichneten Konzepten wurde die Wirksamkeit des Projekts durch eine systematische empirische Evaluation bestätigt.

Der mit 15.000 Euro dotierte zweite Preis ging an die Professoren Dr. Burkhard Priemer (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Lutz-Helmut Schön (Universität Wien). Unter dem Titel „Vom Sehen zur Optik“ entwickelten sie einen phänomenologischen Ansatz, der Schülern Grundideen der Optik vermittelt. In ihm spielen die sinnliche Wahrnehmung sowie das direkte Erfahren und Beschreiben von Licht-Beobachtungen eine besondere Rolle.

Über den dritten Preis und 5.000 Euro freute sich Prof. Dr. Friedhelm Käpnick von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie stellte damit als einzige Hochschule in bislang jeder Ausschreibungsrunde des Polytechnik-Preises einen Preisträger. Käpnicks Projektidee „Mathe für kleine Asse“ fördert besonders interessierte und begabte Kinder in Mathematik und vermittelt ihnen früh die vielfältigen mathematischen Anwendungen im MINT-Bereich.

Ein Sonderpreis ging schließlich an Irina Fritz und Christine Füssl-Gutmann vom Deutschen Museum München. Ihr Konzept „Der Stoff aus dem die Dinge sind – Werkstoffe der Gegenwart und Zukunft“ macht Werkstoffkunde für Kindergärten und Grundschulen attraktiv und wurde dafür mit 2.000 Euro belohnt. Insgesamt waren 118 Bewerbungen eingegangen, an 13 weitere Bewerber wurden undotierte Ehrenurkunden verliehen.

Glückwünsche der Schirmherrin

Die Schirmherrin des Polytechnik-Preises, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, beglückwünschte die Preisträger in einer schriftlichen Botschaft. Sie hätten in hervorragender Weise gezeigt, „wie es gelingen kann, auch außerhalb der Schule das Interesse und das Verständnis für mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Phänomene zu wecken und zu vertiefen.“ Zugleich würdigte sie die Gesamtleistung der deutschen Landschaft außerschulischer MINT-Lernorte, da diese hervorragende Orte seien, „um Jugendliche für ein Studium oder eine Berufsausbildung in einem MINT-Fach zu gewinnen und um Lehrerinnen und Lehrer aus- und weiterzubilden.“

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz verdeutlichte bei der Preisverleihung die Notwendigkeit naturwissenschaftlich-technischer Nachwuchsförderung: „Die preisgekrönten Projekte zeigen in vorbildhafter Weise vier wesentliche und richtungsweisende Aspekte für die erfolgreiche Entwicklung der naturwissenschaftlich-technischen Förderung und der außerschulischen Lernorte. Neben einer frühen und zugleich altersgemäßen Auseinandersetzung mit den oft als schwierig geltenden technischen und naturwissenschaftlichen Themen wird außerdem ein konkreter Alltagsbezug hergestellt, mit dem die Kinder Mathematik, Naturwissenschaften und Technik unmittelbar erleben können. Und schlussendlich können wir damit auch für die Attraktivität technischer und naturwissenschaftlicher Berufe werben.“

Preisträgerkonzepte in die Praxis umsetzen

„Wir haben auch diesmal wieder alles vorbereitet, um die Preisträgerkonzepte in Frankfurt in die Praxis umzusetzen. Dazu sind bereits Kooperationen mit dem Hessischen Kultusministerium, der Goethe-Universität, der Berta-Jourdan-Schule und Provadis im Industriepark Höchst verabredet“, kündigte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Dr. Roland Kaehlbrandt, an. Einen solchen Transfer habe man auch schon nach den letzten Preisverleihungen vorgenommen. „Allein von zuletzt ausgezeichneten Konzepten für die Elementar- und Primarstufe haben 43 Frankfurter Grundschulen und Kitas mit 160 Lehr- und pädagogischen Fachkräften, 1.500 Schülern und 400 Kindergartenkindern profitiert. Hier ist gewissermaßen eine kleine, stille lokale Bildungsevolution im Gange.“

Themengebiet: Bildung, Förderung