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10.02.2016 - Land
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: Kerncurricula setzen behutsam neue inhaltliche Akzente

Das Hessische Kultusministerium hat heute die neuen Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe veröffentlicht. Sie lösen ab dem kommenden Schuljahr 2016/17 die bisherigen Lehrpläne in allen Fächern schrittweise ab, beginnend mit dem ersten Jahr der gymnasialen Oberstufe, der Einführungsphase. „Auf einen modernen, kompetenzorientierten Unterricht ausgerichtet und praxistauglich – das macht die neuen Kerncurricula aus“, betonte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Ab heute können die Kerncurricula auf der Internetseite des Kultusministeriums eingesehen und heruntergeladen werden, so dass sich die Lehrkräfte der gymnasialen Oberstufe schon jetzt damit vertraut machen können.

Alle Schulen, die zur Abiturprüfung führen, erhalten die Kerncurricula zusätzlich als CD-ROM

Wie bereits in der Primarstufe und der Sekundarstufe I erhalten nun auch in den Kerncurricula für die Oberstufe die zu erwerbenden Kompetenzen eine zentrale Bedeutung. „Doch Kompetenzerwerb ohne Inhalte geht nicht“, erklärte Lorz. „Gerade in einer Phase, die auf die zentrale Abiturprüfung vorbereitet, ist es wichtig, die Kerninhalte des Unterrichts verbindlich festzulegen. So lassen die Kerncurricula ausreichend Raum für pädagogische Schwerpunktsetzungen im Unterricht und geben gleichzeitig genug Orientierung, wie sie für die Vorbereitung auf landesweit einheitliche Prüfungen notwendig ist.“

Kerncurricula setzen behutsam neue inhaltliche Akzente

Dabei werden im Vergleich zu den bisherigen Lehrplänen behutsam neue Akzente gesetzt. So wird zum Beispiel der Deutschunterricht künftig verstärkt die Bereiche „Schreiben/Schreibstrategien“ und „Sprachreflexion“ einbeziehen. Auch das Medium Film wird in Zukunft eine größere Rolle spielen. Im Fach Mathematik werden reale Anwendungsbezüge gestärkt und auch die Basiskompetenzen stärker gefördert. So wird es dort z.B. im Abitur auch einen sogenannten „hilfsmittelfreien Prüfungsteil“ geben, d.h. die Schülerinnen und Schüler müssen einen Teil der Aufgaben ohne Taschenrechner lösen können. Und im Geschichtsunterricht wird die Nationalgeschichte stärker in die europäische Geschichte eingebunden und die globalgeschichtliche Perspektive einbezogen.

Drei Jahre lang wurden die neuen Kerncurricula entwickelt. Anlass war die Verabschiedung der Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) für die Fächer Deutsch, Mathematik sowie Englisch und Französisch als fortgeführte Fremdsprache im Herbst 2012. „Wichtig war uns bei dieser Arbeit, die Fachleute aus der Praxis – der Schule vor Ort und der Lehrerausbildung – maßgeblich einzubeziehen“, erklärte Lorz. Auch die Einschätzung von Fachverbänden, Fachdidaktikern und Fachwissenschaftlern ist regelmäßig eingeholt worden.

Die Kerncurricula werden ab 2019 die Grundlage für die Prüfungen des Landesabiturs sein. Erstmalig werden die Kerncurricula einheitlich für alle Bildungsgänge und Schulformen, die zum Abitur führen, gelten: für die allgemeinbildende gymnasiale Oberstufe und das berufliche Gymnasium sowie für das Abendgymnasium und das Hessenkolleg. „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer größeren Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen“, so Lorz.

Themengebiet: Bildung, Schule