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10.02.2016 - Land
Sozialminister Stefan Grüttner: Junge Flüchtlinge brauchen möglichst frühzeitige Orientierung auf Arbeit und Ausbildung

Um jugendlichen Flüchtlingen berufliche Orientierung und Qualifizierung zu ermöglichen, stockt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration das Programm „Qualifizierung und Beschäftigung junger Menschen“ für die Jahre 2016 und 2017 um drei Millionen Euro auf. Aktuell werden mehr als 50 Jugendhilfe-  und Bildungsträger aus ganz Hessen über das Programm gefördert. Mit den zusätzlichen Mitteln kann jeder dieser Träger drei bis vier zusätzliche Plätze für junge Flüchtlinge anbieten. „Um gesellschaftliche Integration zu ermöglichen, brauchen junge Flüchtlinge eine möglichst frühzeitige Orientierung auf Arbeit und Ausbildung. Deshalb habe ich sichergestellt, dass junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive bereits während des laufenden Asylverfahrens in die Förderung aufgenommen werden können“, so Arbeitsminister Stefan Grüttner.

„Von diesem inklusiven Ansatz können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren"

Die Förderung der jungen Flüchtlinge soll gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne Fluchthintergrund erfolgen. „Von diesem inklusiven Ansatz können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren, ganz gleich, ob es sich um junge Flüchtlinge handelt oder nicht“, hebt Arbeitsminister Grüttner hervor. Allerdings seien die damit verbundenen sprachlichen, pädagogischen und kulturellen Herausforderungen nicht zu unterschätzen. „Der Ansatz wird nur dann zum Erfolg, wenn sich alle Beteiligten engagieren und mit ihrem Fachwissen und ihrer didaktischen Erfahrung zum Gelingen beitragen“, so der Minister. Um die spezifischen Bedarfe der jungen Flüchtlinge zu adressieren, könnten die Träger, sofern notwendig, neben der Qualifizierung auch zusätzliche Sprachförderung anbieten.

Erste Erfahrungen mit der neuen Zielgruppe zeigen, dass der produktions- und praxisorientierte Ansatz des Programms auch die Chancen junger Flüchtlinge auf Arbeit und Ausbildung verbessert. Er knüpft an die praxisnahen Bildungserfahrungen aus einigen Herkunftsländern an und ermöglicht es den jungen Flüchtlingen, auch bei (noch) geringen Sprachkenntnissen Erfolgserlebnisse im Arbeitsprozess zu erreichen. Zudem hat sich gezeigt, dass von der Motivation und Lernbereitschaft junger Flüchtlinge alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren.

Themengebiet: Integration, Kinder und Jugend