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01.02.2016 - Land
Gesundheitsminister Stefan Grüttner: Hessische Landesregierung ist aktiv gegen Krebs

Gesundheitsminister Stefan Grüttner zieht Bilanz anlässlich des Weltkrebstages: „Hessische Landesregierung ist aktiv gegen Krebs. Prävention ist ein wichtiger Baustein, um Krebs entgegen zu wirken und erkrankten Menschen ein Leben mit Krebs zu erleichtern“

Krebs ist in Hessen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Jährlich erkranken in Hessen rund 35.000 Menschen neu an Krebs.

Fakt ist aber auch, dass 40 Prozent der Krebserkrankungen durch Präventionsmaßnahmen vermeidbar sind. „Vorsorge ist das beste Mittel gegen den Krebs, je früher eine Erkrankung oder deren Vorstufen erkannt werden, desto effizienter kann dagegen vorgegangen werden beziehungsweise können akute Erkrankungen komplett vermieden werden“, betonte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner heute in Wiesbaden anlässlich des Weltkrebstages. Unter dem Motto „du bist kostbar – Hessen gegen Krebs“ werden auch in diesem Jahr alle Präventionsaktionen, auch die der Partner der Kampagne, der Hessischen Krebsgesellschaft und der Stiftung Leben mit Krebs, gebündelt. Er freue sich, so der Minister, dass die hessische Krebspräventionsinitiative  „du bist kostbar“ mittlerweile bundesweit umgesetzt werde. „Mit Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Berlin, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Niedersachsen und Thüringen haben bereits acht weitere Landeskrebsgesellschaften und die Deutsche Krebsgesellschaft  „du bist kostbar“ übernommen.“

Im Jahr 2016 steht das Thema HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs im Vordergrund (HPV steht für Humane Papillomviren). Bundesweit erstmalig wurde im südhessischen Teil der Rhein-Neckar-Region ein Schulimpfprogramm gegen den Gebärmutterhalskrebs an Grundschulen durchgeführt. Das Projekt wurde von der Initiative Prävention in der Metropolregion Rhein-Neckar ins Leben gerufen und gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sowie weiteren Partnern in die Tat umgesetzt. Der Nobelpreisträger für Medizin, Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen, identifizierte die HP-Viren als Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs und engagiert sich als Botschafter der Initiative Prävention von Beginn an für das Schulimpfprogramm.

Therapieunterstützenden Maßnahmen genauso wichtig wie Chemotherapie

Klaus Schrott, Vorsitzender der Stiftung Leben mit Krebs, wird die Projekte der Stiftung schildern: "Die Stiftung Leben mit Krebs verfolgt seit 10 Jahren das Ziel, den onkologischen Patienten dabei zu helfen, dem Krebs gegenüber eine angemessene Kampfhaltung anzunehmen und ihre Lebensqualität, trotz der Krankheit und Therapie, durch die Supportivprogramme wie Sport, Ernährung oder Kunst entscheidend zu verbessern. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese therapieunterstützenden Maßnahmen in der Krebsbehandlung genauso wichtig sind wie eine Chemotherapie und Medikamente“, so Klaus Schrott von der Stiftung Leben mit Krebs. Zur Finanzierung solcher Programme veranstaltet die Stiftung die Benefizregatten "Rudern gegen Krebs", Sportaktionswochen und Kunstausstellungen. Die Beteiligung an der Kampagne "Du bist kostbar" unterstützt das Anliegen der Stiftung."

Neben den Initiativen im Rahmen von „du bist kostbar“ arbeitet die Hessische Landesregierung kontinuierlich am Aufbau des Hessischen Krebsregisters als Maßnahme zur Verbesserung der onkologischen Versorgung im Kontext der Umsetzung des Nationalen Krebsplans. Hessen ist das erste Flächenland in Deutschland, das das Bundes Krebsfrüherkennungs- und Registrierungsgesetz bereits in Landesrecht umgesetzt hat. Damit wurde der Grundstein zum Aufbau der klinischen Krebsregistrierung in Hessen gelegt.

Schutz der Beschäftigten vor berufsbedingten Krebserkrankungen

Um Krebs am Arbeitsplatz den Kampf anzusagen, hat  das Hessische Ministerium für Soziales und Integration den fachpolitischen Schwerpunkt „Kampf dem Krebs am Arbeitsplatz“ initiiert. In Deutschland werden mehr als 55 % aller tödlich verlaufenden Berufskrankheiten durch Krebs verursacht. Deshalb besitzt der Schutz der Beschäftigten vor berufsbedingten Krebserkrankungen eine besondere Priorität für die Hessische Landesregierung. Da die Hauptursache für den Berufskrebs Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen sind, überprüfen die hessischen Aufsichtsbehörden für Arbeits-schutz und Produktsicher durch gezielte Stichproben die Situation an Arbeitsplätzen in Hessen, an denen Arbeiten mit derartigen Substanzen ausgeführt werden. Bereits im nächsten Jahr werden die ersten Ergebnisse dieses Schwerpunktprogramms zur Verfügung stehen.

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Themengebiet: Gesundheit, Prävention